27.10.2026

Gebratener Pak Choi mit Pilzen

Gebratener Pak Choi mit Pilzen

Vorgeschichte:
Als ich letztens in unserem kleinen Supermarkt um die Ecke durch die Gemüseabteilung schlenderte, fiel mir ganz unten zwischen den üblichen Angeboten etwas Grüns ins Auge, das ich schon lange nicht mehr bewusst wahrgenommen hatte: Pak Choi. Früher, bei meinen asiatischen Kochversuchen, hatte ich ihn gelegentlich in Rezepten gesehen, aber irgendwie nie ausprobiert. Dieses Mal hatte ich irgendwie Lust auf etwas leichtes, gleichzeitig aber auch geschmackvolles Gemüse – und da erinnerte ich mich daran, dass eine Freundin mir vor einiger Zeit von einem einfachen, schnellen Gericht mit Pak Choi und Pilzen erzählt hatte, das sie gern für die Familie zubereitet. Die Vorstellung, diesen knackigen, milden Kohl mit aromatischen Pilzen zu kombinieren, hat mich richtig neugierig gemacht.

Ich habe dann gleich eine kleine Menge Pak Choi und frische Champignons eingepackt, ohne wirklich eine große Vorstellung davon zu haben, wie ich das Gericht zubereiten würde. Zuhause habe ich erstmal ein bisschen herumgeschnippelt, und als der Duft von gebratenem Pak Choi und Pilzen durch die Küche zog, wusste ich: Hier passiert etwas Gutes! Dieses intensive, leicht erdige Aroma der Pilze verbunden mit dem frischen, fast leicht nussigen Geschmack des Pak Choi hat uns sofort begeistert. Meine Kinder, die normalerweise skeptisch bei „Grünzeug“ sind, haben sogar nachgenommen, und mein Mann hat nach dem Abendessen gefragt, ob ich das bitte bald wieder machen könnte. Das war der Moment, in dem dieses Rezept zu einem unserer festen Favoriten bei uns zuhause wurde.

Was ich an diesem Gericht besonders liebe, ist seine schnelle Zubereitung und wie vielseitig es ist. Es bringt die frischen Aromen des Pak Choi wunderbar zur Geltung und lässt sich toll mit verschiedenen Beilagen kombinieren. Außerdem liegt es nicht schwer im Magen, sodass das Gefühl bleibt, bewusst und frisch gegessen zu haben. Die Kombination aus Pilzen und Pak Choi fühlt sich fast wie eine kleine kulinarische Reise nach Asien an, aber eben auf eine ganz einfache und unkomplizierte Art, die sich perfekt in den Alltag einfügt. Seitdem koche ich dieses Gericht immer wieder, ob unter der Woche zum Abendessen oder wenn Freunde spontan vorbeikommen und ich etwas Leckeres, aber nicht zu Aufwendiges anbieten möchte.

Zutaten:
400 g Pak Choi
250 g frische Champignons
2 Knoblauchzehen
1 kleine Zwiebel
3 EL Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl oder Rapsöl)
2 EL Sojasoße
1 EL Sesamöl
1 TL frisch geriebener Ingwer
1 TL Zucker (optional)
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Frischer Koriander oder Petersilie zum Garnieren (optional)
Sesamsamen zum Bestreuen (optional)

Zubereitung:
Zunächst den Pak Choi sorgfältig waschen. Manchmal sammeln sich in den unteren Blättern noch gerne kleine Sand- oder Erdpartikel, daher empfehle ich, die Blätter einzeln zu prüfen und gründlich unter kaltem Wasser abzuspülen. Danach die Blätter halbieren oder vierteln, je nach Größe, damit sie beim Braten schneller gar werden. Die weißen, festen Stiele dürfen nicht zu dick bleiben, da sie etwas länger brauchen, um weich zu werden.

Die Champignons säubern – das macht man besten mit einem feuchten Tuch oder Pinsel. Bitte nicht in Wasser tauchen, da sie sonst Wasser ziehen und nicht mehr so aromatisch sind. Anschließend die Pilze in dünne Scheiben schneiden. Je dünner, desto besser, da sie so schneller garen und mehr Geschmack entfalten.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Wer mag, kann statt Knoblauch auch eine leichte Zehe frischen Ingwer zusätzlich verwenden, das verleiht dem Gericht eine frische Schärfe und harmoniert toll mit dem Pak Choi.

Eine große Pfanne erhitzen und das Pflanzenöl einfüllen. Wenn das Öl heiß ist, zuerst die Zwiebel und den Knoblauch hinzufügen und unter gelegentlichem Rühren anbraten. Man merkt, dass es gut brät, wenn sich angenehme Röstaromen in der Küche verbreiten und die Zwiebeln glasig werden.

Jetzt kommen die Champignons hinzu. Wichtig ist, sie bei recht starker Hitze zu braten, damit sie nicht wässrig werden, sondern schön Farbe bekommen. Am besten rührt man nicht ständig, sondern lässt die Pilze etwa 3-4 Minuten ungestört braten, sodass sie ansetzen können. Der Duft von gebratenen Pilzen ist einfach verführerisch und füllt die gesamte Wohnung. Dazu gesellt sich jetzt der frisch geriebene Ingwer, der dem Ganzen eine ganz leichte, feine Schärfe verleiht, welche wunderbar mit den Pilzen harmoniert.

Nach den ersten Minuten die Pak Choi-Stiele in die Pfanne geben, da diese etwas länger brauchen als die zarten Blätter. Weiterbraten und dabei regelmäßig wenden, damit nichts anbrennt. Nach etwa 3 Minuten die Blätter hinzufügen, denn die garen im Vergleich zu den Stielen sehr schnell. Jetzt auch die Sojasoße, das Sesamöl und den Zucker dazugeben. Die Sojasoße bringt eine angenehme Würze und den typischen Umami-Geschmack mit, während das Sesamöl für eine nussige Note sorgt und das Gericht aromatisch abrundet.

Alles gut vermengen und noch etwa 2-3 Minuten weiterbraten, bis der Pak Choi weich, aber noch leicht knackig ist. Das Gemüse sollte nicht matschig werden, sondern seine Struktur behalten, sodass man beim Essen noch diesen schönen Biss hat.

Zum Schluss mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann das Gericht mit frisch gehacktem Koriander oder Petersilie garnieren und etwas geröstete Sesamsamen darüberstreuen. Das gibt nicht nur einen hübschen optischen Akzent, sondern verleiht auch zusätzliche Textur.

Tipps und Varianten:
Das Schöne an gebratenem Pak Choi mit Pilzen ist seine Vielseitigkeit. Der Pak Choi lässt sich problemlos durch andere Blattgemüse austauschen, etwa durch Chinakohl oder Mangold. Auch bei den Pilzen kannst du je nach Vorlieben zwischen Champignons, Austernpilzen oder Shiitake wechseln. Jede Sorte bringt eine leicht andere Geschmacksnote mit.

Wenn du das Gericht gerne etwas ausgefallener möchtest, kannst du noch kleingeschnittene Chilischoten hinzufügen, die für einen würzigen Kick sorgen. Alternativ schmecken auch ein paar Tropfen Limettensaft zum Schluss wunderbar frisch und sorgen für eine angenehme Säure.

Beim Öl kannst du statt Pflanzenöl auch Erdnussöl verwenden, das hat eine höhere Hitzebeständigkeit und einen dezenten Geschmack, der gut in asiatische Rezepte passt. Experimentiere auch einmal mit Kokosöl für einen exotischen Touch.

Das Gericht lässt sich prima vorbereiten und aufbewahren. Im Kühlschrank in einer luftdichten Box hält es sich ein bis zwei Tage. Zum Aufwärmen am besten in einer Pfanne mit wenig Öl oder in der Mikrowelle bei mittlerer Stufe. Dabei solltest du darauf achten, dass Pak Choi nicht zu weich wird – beim Aufwärmen lieber etwas kürzer erhitzen.

Gebratener Pak Choi mit Pilzen macht sich hervorragend als Beilage zu Reis, besonders zu duftendem Jasminreis oder auch dunklem Vollkornreis. Wer es etwas sättigender mag, kann das Gericht auch mit gebratenem Tofu kombinieren oder in einer Bowl mit Glasnudeln servieren. Für ein leichtes Hauptgericht einfach mehr Pak Choi und Pilze verwenden, vielleicht ergänzt durch ein bisschen Erdnusssauce oder Sesampaste.

Ich finde, dieses Essen passt besonders gut in den Alltag, wenn es mal schnell gehen soll, aber trotzdem etwas Gesundes und Leckeres auf den Tisch kommen soll. Aber auch als Teil eines asiatischen Menüs bei Gästen macht das Rezept eine tolle Figur, vor allem weil es unkompliziert ist und dabei so viel Geschmack bietet. Probier es mal aus und du wirst merken, wie unkompliziert und gleichzeitig besonders sich dieses Gericht anfühlt. Die Kombination aus dem frischen Pak Choi und den würzigen Pilzen sorgt immer wieder für neue Freude beim Essen.

Dieses Rezept lässt dich mit ganz einfachen Zutaten kreativ werden und zeigt, wie viel Geschmack man mit ein paar frischen Gemüsesorten zaubern kann. Die Küche duftet herrlich, der Tisch ist bunt und deine Lieben satt und glücklich – besser geht’s kaum!

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