Es gibt kaum etwas Schöneres als den Duft von frisch gebackenem Brot, der morgens durch die Küche zieht. Eine knusprige, goldbraune Kruste, ein weiches Inneres und dazu ein wenig Butter, die auf der noch warmen Scheibe langsam schmilzt. Genau solche Kleinigkeiten machen für mich ein gemütliches Frühstück aus. Trotzdem hätte ich früher niemals gedacht, dass ich irgendwann regelmäßig mein eigenes Brot backen würde. Ich war immer der Meinung, dass gutes Brot viel Erfahrung, besondere Zutaten und vor allem sehr viel Zeit benötigt.
Das änderte sich an einem Sonntag, als ich eigentlich nur schnell etwas für das Abendessen vorbereiten wollte. Draußen regnete es, die Geschäfte waren bereits geschlossen und beim Blick in den Brotkasten stellte ich fest, dass nur noch zwei trockene Scheiben übrig waren. Mein Mann schlug vor, einfach etwas anderes zu essen. Doch dann erinnerte ich mich an ein einfaches Brotrezept, das ich einige Tage zuvor entdeckt hatte.
Angeblich sollte man dafür nur drei Zutaten benötigen: Mehl, Hefe und Salz. Wasser kam natürlich noch dazu. Ich war zunächst skeptisch. Kein Ei, keine Milch, keine Butter und nicht einmal Zucker? Sollte daraus tatsächlich ein richtig schönes Brot entstehen?
Ich beschloss, es einfach auszuprobieren. Schließlich hatte ich alle Zutaten bereits im Küchenschrank. Also holte ich eine große Schüssel heraus, vermischte Mehl mit Hefe und Salz und gab lauwarmes Wasser hinzu. Nach wenigen Minuten hatte ich einen weichen Teig, den ich nur noch gehen lassen musste.
Als ich eine Stunde später das Küchentuch anhob, war ich wirklich überrascht. Der Teig hatte sein Volumen deutlich vergrößert und fühlte sich wunderbar luftig an. Ich formte daraus einen länglichen Brotlaib, schnitt die Oberfläche mehrmals ein und schob ihn nach einer weiteren Ruhezeit in den heißen Backofen.
Schon nach wenigen Minuten verbreitete sich ein herrlicher Duft in der gesamten Wohnung. Mein Mann kam in die Küche und fragte, ob ich tatsächlich Brot backen würde. Als ich den fertigen Laib schließlich aus dem Ofen holte, war die Kruste wunderschön goldbraun geworden.
Wir konnten kaum abwarten, bis das Brot etwas abgekühlt war. Die erste Scheibe bestrichen wir einfach mit Butter. Mehr brauchte es überhaupt nicht. Außen war das Brot angenehm knusprig und innen weich und locker. Mein Mann nahm sich sofort eine zweite Scheibe und meinte, dass ich dieses Rezept unbedingt aufheben müsse.
Seit diesem Tag backe ich dieses Brot regelmäßig. Manchmal zweimal pro Woche, manchmal auch öfter, wenn Besuch kommt oder wir besonders viel Brot benötigen. Es ist einfach, preiswert und lässt sich wunderbar an den eigenen Geschmack anpassen.
Besonders gefällt mir, dass man dafür keine Brotbackmaschine und keine außergewöhnlichen Zutaten benötigt. Eine Schüssel, etwas Geduld und ein gewöhnlicher Backofen reichen vollkommen aus.
Warum dieses einfache Brotrezept so gut funktioniert