Es gibt Kuchen, die gelingen einfach immer. Man braucht keine außergewöhnlichen Zutaten, keine komplizierten Techniken und auch keine stundenlange Vorbereitung. Genau so ist dieser italienisch inspirierte Low-Carb-Apfelkuchen. Er erinnert an die einfachen Familienrezepte, die von Generation zu Generation weitergegeben werden – unkompliziert, aromatisch und genau richtig für einen gemütlichen Nachmittag.
Zum ersten Mal habe ich einen ähnlichen Apfelkuchen während unseres Urlaubs in Norditalien probiert. Wir machten einen kleinen Zwischenstopp in einem familiengeführten Café, in dem jeden Morgen frisch gebacken wurde. In der Auslage lagen keine aufwendig dekorierten Torten, sondern einfache Kuchen, die aussahen, als kämen sie direkt aus der Küche einer italienischen Nonna.
Der Apfelkuchen war noch leicht warm. Schon beim ersten Bissen fiel mir auf, wie saftig er war. Keine schwere Buttercreme, keine dicke Zuckerschicht – nur zarte Äpfel, feine Vanille und ein wunderbar lockerer Teig.
Wieder zu Hause wollte ich genau dieses Gefühl nachbacken, allerdings etwas leichter. Ich wollte einen Kuchen, den man auch ohne schlechtes Gewissen genießen kann. Also ersetzte ich das klassische Weizenmehl durch Mandelmehl und etwas Kokosmehl, verwendete Erythrit statt Zucker und ergänzte griechischen Joghurt, damit der Kuchen besonders saftig bleibt.
Nach einigen Versuchen entstand genau das Rezept, das heute regelmäßig auf unserem Tisch landet.
Besonders gefällt mir, dass dieser Kuchen trotz seiner einfachen Zutaten unglaublich aromatisch schmeckt. Die Äpfel sorgen für natürliche Süße und Saftigkeit, während Zimt und Vanille den ganzen Raum mit einem herrlichen Duft erfüllen.
Sogar Gäste merken meist gar nicht, dass es sich um eine Low-Carb-Version handelt.
Zutaten
Für den Teig
180 g Mandelmehl
40 g Kokosmehl
80 g Erythrit
3 Eier
120 g griechischer Joghurt
70 g geschmolzene Butter
2 TL Backpulver
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz
etwas Zitronenabrieb
Für den Belag
2 mittelgroße Äpfel
1 TL Zimt
1 EL Erythrit
1 EL Zitronensaft
Optional
gehobelte Mandeln
etwas Pudererythrit
Zimt zum Bestäuben
Zubereitung
Den Backofen zunächst auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
Eine Springform mit Backpapier auslegen oder leicht einfetten.
Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel oder dünne Scheiben schneiden.
Mit Zitronensaft, Zimt und einem Esslöffel Erythrit vermengen und kurz beiseitestellen.
Nun die Eier zusammen mit dem Erythrit mehrere Minuten schaumig schlagen.
Geschmolzene Butter, Vanille und griechischen Joghurt unterrühren.
Mandelmehl, Kokosmehl, Backpulver und Salz vermischen.
Die trockenen Zutaten portionsweise unter die Eiermasse heben.
Zum Schluss den Zitronenabrieb hinzufügen.
Den fertigen Teig in die vorbereitete Backform geben und glatt streichen.
Jetzt die Apfelstücke gleichmäßig darauf verteilen.
Wer mag, streut zusätzlich einige gehobelte Mandeln darüber.
Den Kuchen etwa 35 bis 40 Minuten backen.
Gegen Ende mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Teig vollständig durchgebacken ist.
Nach dem Backen den Kuchen vollständig auskühlen lassen.
Vor dem Servieren nach Wunsch leicht mit Pudererythrit bestäuben.
Meine Tipps
Leicht säuerliche Apfelsorten wie Boskoop oder Elstar sorgen für besonders viel Aroma.
Etwas Zitronenschale im Teig macht den Kuchen wunderbar frisch.
Wer den Kuchen besonders saftig mag, kann zusätzlich zwei Esslöffel Mascarpone oder Frischkäse unter den Teig rühren.
Eine kleine Handvoll gehackter Walnüsse oder Mandeln sorgt für zusätzlichen Biss.
Mit etwas griechischem Joghurt oder leicht geschlagener Sahne schmeckt der Kuchen besonders lecker.
Am zweiten Tag ist der Kuchen oft sogar noch aromatischer, weil sich Vanille, Zimt und Äpfel vollständig miteinander verbunden haben.
Auch im Kühlschrank bleibt er problemlos mehrere Tage frisch.