27.10.2026

Mein erstes Airfryer-Brot war eigentlich nur ein Experiment – heute backe ich es fast jede Woche wieder

Ganz ehrlich? Früher hätte ich niemals gedacht, dass man in einer Heißluftfritteuse wirklich richtig gutes Brot backen kann. Für mich war der Airfryer immer eher für schnelle Sachen gedacht. Pommes, Gemüse, vielleicht mal Hähnchen oder aufgewärmte Brötchen vom Vortag. Brot dagegen klang für mich irgendwie nach großem Backofen, stundenlangem Warten und kompliziertem Hefeteig. Genau deshalb war ich selbst total überrascht, als ich irgendwann eher aus Langeweile angefangen habe, damit zu experimentieren. Und ehrlich gesagt war mein erster Versuch eigentlich nur entstanden, weil ich an einem Sonntagmorgen plötzlich kein frisches Brot mehr zuhause hatte und absolut keine Lust hatte, extra noch einkaufen zu fahren.

Draußen war schlechtes Wetter, die Geschäfte hatten fast alle schon geschlossen und irgendwie hatte ich plötzlich diese Idee: Warum eigentlich nicht einfach mal Brot im Airfryer ausprobieren? Im Internet hatte ich vorher schon ein paar Videos dazu gesehen, aber ganz ehrlich – vieles sieht online immer einfacher aus, als es am Ende wirklich ist. Trotzdem dachte ich mir: Mehr als schiefgehen kann es nicht. Also stand ich irgendwann mit Mehl, Hefe und einer Schüssel in der Küche und hatte eigentlich überhaupt keine großen Erwartungen.

Das Lustige daran ist, dass genau solche spontanen Küchenexperimente am Ende oft die besten werden. Während der Teig langsam aufging, roch die Küche plötzlich schon ein bisschen nach Bäckerei. Genau dieser warme, gemütliche Duft, bei dem automatisch jeder in Richtung Küche läuft und fragt, was da gerade gemacht wird. Und als das Brot später tatsächlich fertig war, konnte ich es selbst kaum glauben. Außen leicht knusprig, innen weich und fluffig. Nicht perfekt wie vom Profi-Bäcker, aber unglaublich lecker und irgendwie viel gemütlicher als gekauftes Brot.

Seit diesem Tag mache ich dieses Airfryer-Brot tatsächlich ständig wieder. Vor allem deshalb, weil es so unkompliziert ist. Man muss keinen großen Backofen vorheizen, die ganze Küche wird nicht stundenlang heiß und man braucht auch keine komplizierten Zutaten. Genau das liebe ich mittlerweile daran. Es fühlt sich fast ein bisschen altmodisch an, wieder selbst Brot zu backen, aber gleichzeitig passt es perfekt in den Alltag, weil alles viel schneller geht.

Früher hatte ich ehrlich gesagt sogar ein bisschen Angst vor Hefeteig. Wahrscheinlich kennen das viele. Entweder geht er nicht richtig auf oder der Teig klebt überall fest oder das Brot wird am Ende hart wie ein Stein. Genau deshalb hatte ich lange überhaupt keine Lust darauf. Doch irgendwann habe ich gemerkt, dass Brot eigentlich viel einfacher ist, als viele denken. Man braucht nur ein bisschen Geduld und darf sich nicht verrückt machen lassen.

Was ich besonders an diesem Rezept liebe: Es verzeiht unglaublich viel. Selbst wenn der Teig mal etwas klebriger ist oder nicht perfekt geformt aussieht, wird das Brot am Ende meistens trotzdem richtig gut. Genau deshalb eignet sich dieses Rezept auch perfekt für Menschen, die noch nie Brot gebacken haben.

Mittlerweile gehört dieses Brot bei uns fast schon zum Wochenende dazu. Oft mache ich den Teig morgens ganz entspannt nebenbei, während Kaffee läuft und irgendwo im Hintergrund Musik spielt. Genau solche kleinen Küchenmomente liebe ich inzwischen total. Früher musste immer alles schnell gehen. Heute genieße ich solche ruhigen Morgen viel mehr als früher.

Besonders schön finde ich übrigens, wie die ganze Wohnung dabei riecht. Frisches Brot hat irgendwie etwas unglaublich Gemütliches. Sobald dieser Duft durch die Küche zieht, fühlt sich alles sofort wärmer an. Selbst Gäste sagen oft sofort beim Reinkommen:
„Oh mein Gott, das riecht ja wie beim Bäcker.“

Und genau das macht selbstgebackenes Brot irgendwie besonders.

Natürlich habe ich in den letzten Monaten auch viel herumprobiert. Anfangs habe ich das Rezept ganz klassisch gemacht. Mittlerweile kommen manchmal Kräuter dazu, geriebener Käse oder etwas Knoblauch. Einmal habe ich sogar kleine Olivenstücke in den Teig gegeben und das Brot schmeckte plötzlich fast wie aus einem kleinen italienischen Restaurant.

Besonders lecker wird es übrigens mit etwas grobem Salz und Rosmarin oben drauf. Sobald das Brot im Airfryer langsam goldbraun wird und der Rosmarin anfängt zu duften, könnte ich ehrlich gesagt jedes Mal sofort ein Stück abbrechen.

Das Beste daran ist wahrscheinlich wirklich, wie schnell alles geht. Im normalen Backofen braucht Brot oft ewig. Der Airfryer dagegen ist viel schneller heiß und verbraucht auch weniger Strom. Gerade im Sommer ist das perfekt, weil man nicht die ganze Küche aufheizen muss. Genau deshalb machen inzwischen immer mehr Leute Brot in der Heißluftfritteuse.

Natürlich ersetzt so ein kleines Brot keinen riesigen Bäckerlaib vom Profi. Aber genau darum geht es eigentlich auch gar nicht. Es geht eher um dieses gemütliche Gefühl, etwas selbst gemacht zu haben. Und ganz ehrlich? Warmes Brot direkt aus dem Airfryer mit etwas Butter darauf gehört inzwischen wirklich zu meinen absoluten Lieblingssachen.

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als mein Vater das Brot zum ersten Mal probiert hat. Er war vorher total skeptisch. Für ihn war Brot aus der Heißluftfritteuse völliger Unsinn. Doch nach dem ersten Stück meinte er plötzlich nur:
„Okay… damit hätte ich jetzt echt nicht gerechnet.“

Seitdem fragt er tatsächlich oft selbst danach.

Was ich außerdem richtig praktisch finde: Das Brot schmeckt auch am nächsten Tag noch gut. Kurz aufgeschnitten und nochmal leicht getoastet wird es außen wieder schön knusprig. Besonders morgens mit Marmelade oder Honig schmeckt es unglaublich lecker. Meine absolute Lieblingsversion ist aber ehrlich gesagt noch warm mit Butter und etwas Salz. Mehr braucht es manchmal gar nicht.

Natürlich hängt bei Brot viel von den Zutaten ab. Gerade die Hefe macht einen riesigen Unterschied. Früher wusste ich überhaupt nicht, wie wichtig die richtige Temperatur vom Wasser eigentlich ist. Ist das Wasser zu heiß, kann die Hefe kaputtgehen. Ist es zu kalt, passiert fast nichts. Mittlerweile teste ich einfach immer kurz mit dem Finger. Das Wasser sollte warm sein, aber nicht heiß. Genau dann geht der Teig später richtig schön auf.

Auch beim Mehl habe ich viel ausprobiert. Normales Weizenmehl funktioniert perfekt, aber manchmal mische ich inzwischen auch etwas Vollkornmehl dazu. Dadurch schmeckt das Brot etwas kräftiger und rustikaler. Besonders gut passt das dann zu Suppen oder herzhaften Aufstrichen.

Was ich an selbstgemachtem Brot außerdem liebe: Man weiß einfach genau, was drin ist. Keine komplizierten Zusatzstoffe, keine langen Zutatenlisten und kein künstlicher Geschmack. Gerade heutzutage achten viele wieder mehr darauf, einfache Dinge selbst zu machen. Und irgendwie verstehe ich inzwischen total, warum früher fast jede Familie ihr eigenes Brot gebacken hat.

Es hat einfach etwas unglaublich Beruhigendes.

Teig kneten.
Warten.
Den Duft riechen.
Das warme Brot anschneiden.

Vielleicht klingt das kitschig, aber genau solche kleinen Dinge machen den Alltag manchmal wirklich schöner.

Mittlerweile habe ich das Rezept schon unzähligen Freunden geschickt. Fast jedes Mal bekomme ich danach dieselbe Nachricht:
„Warum habe ich das nicht schon früher ausprobiert?“

Und ehrlich gesagt dachte ich genau dasselbe.

Besonders schön ist dieses Brot übrigens auch, wenn Besuch kommt. Frisches Brot macht irgendwie sofort Eindruck, obwohl das Rezept eigentlich total simpel ist. Dazu etwas Kräuterbutter oder Olivenöl auf den Tisch und plötzlich wirkt alles direkt viel gemütlicher.

Genau deshalb liebe ich solche einfachen Rezepte inzwischen viel mehr als komplizierte Trendgerichte aus dem Internet. Man braucht keine besonderen Zutaten und keine perfekte Küche. Nur ein bisschen Zeit und Lust darauf, etwas selbst zu machen.

Und ganz ehrlich? Genau solche Rezepte bleiben am Ende meistens sowieso die besten.

Zutaten

2¼ TL Trockenhefe
(oder 1 Päckchen)

60 ml warmes Wasser

250 g Mehl

2 EL Zucker

½ TL Salz

120 ml Milch

2 EL weiche Butter

Optional:

Rosmarin

Knoblauch

Geriebener Käse

Grobes Salz

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