Es gibt Dinge im Haushalt, die man lange vor sich herschiebt. Bei mir gehörte dazu jahrelang die Terrasse. Nicht weil ich sie nicht mochte – ganz im Gegenteil. Unsere Terrasse ist eigentlich einer meiner Lieblingsplätze. Im Frühling trinken wir dort den ersten Kaffee in der Sonne, im Sommer sitzen wir bis spät am Abend draußen und im Herbst genießen wir die letzten warmen Tage mit einer Decke und einer Tasse Tee.
Doch jedes Jahr nach dem Winter passierte dasselbe.
Sobald die Tage wieder heller wurden und ich die Terrassentür öffnete, fiel mein Blick auf diese graugrünen Flecken auf den Platten. Erst sind sie kaum zu sehen, nur ein leichter Schleier. Doch nach ein paar Wochen wird daraus ein richtiger Belag. Algen, Moos und Schmutz setzen sich auf den Steinen fest und lassen die Terrasse plötzlich alt und ungepflegt wirken.
Noch schlimmer ist, dass dieser Grünbelag die Oberfläche unglaublich rutschig machen kann. Besonders wenn es morgens feucht ist oder es geregnet hat, fühlt sich die Terrasse fast wie eine Eisfläche an.
Früher habe ich immer gedacht, man braucht dafür unbedingt teure Spezialreiniger oder einen Hochdruckreiniger. Und tatsächlich habe ich beides ausprobiert.
Der Hochdruckreiniger macht zwar Eindruck – das Wasser schießt mit voller Kraft auf die Steine und alles wird kurzfristig sauber. Doch nach ein paar Wochen sah die Terrasse oft wieder genauso aus. Später habe ich gelesen, dass der starke Wasserstrahl die Oberfläche der Steine sogar aufrauen kann. Dadurch setzt sich neuer Schmutz noch schneller fest.
Auch mit verschiedenen Terrassenreinigern aus dem Baumarkt habe ich experimentiert. Manche wirkten gut, andere weniger – aber fast alle waren teuer. Und ehrlich gesagt hatte ich immer ein etwas mulmiges Gefühl dabei, starke Chemikalien im Garten zu verwenden.
Die Lösung kam schließlich völlig unerwartet.
Eines Nachmittags war ich bei meiner Nachbarin auf einen Kaffee eingeladen. Wir saßen auf ihrer Terrasse, die erstaunlich sauber aussah – obwohl sie genauso alt war wie unsere. Natürlich fragte ich sie sofort, wie sie das schafft.
Sie lächelte nur und sagte:
„Ach, das ist ein alter Trick. Meine Mutter hat das schon so gemacht.“
Dann erzählte sie mir von einem einfachen Hausmittel, das fast jeder im Küchenschrank oder im Hauswirtschaftsraum hat.
Waschsoda.
Ich war zunächst skeptisch. Wie sollte ein so simples Mittel gegen diesen hartnäckigen Grünbelag helfen?
Doch ich beschloss, es einfach auszuprobieren.
Am nächsten Wochenende mischte ich eine Lösung aus heißem Wasser und etwas Waschsoda. Ich sprühte sie auf die Terrassenplatten und ließ alles einige Stunden einwirken.
Als ich später mit einer Bürste darüber ging, passierte etwas Überraschendes: Der Belag löste sich fast von selbst.
Seitdem gehört dieser Trick zu meinen liebsten Haushaltstipps. Nicht nur weil er funktioniert, sondern auch weil er so einfach ist.
Und genau deshalb möchte ich ihn heute teilen.
Zutaten / Das brauchst du
1,5 Esslöffel Waschsoda
1 Liter heißes Wasser
eine Sprühflasche oder ein Drucksprüher
eine robuste Bürste oder Schrubber
optional: ein Eimer mit klarem Wasser zum Nachspülen
Vorbereitung der Reinigungslösung
Der erste Schritt ist ganz einfach.
Ich erhitze zunächst Wasser, bis es richtig heiß ist – nicht unbedingt kochend, aber deutlich warm. Das heiße Wasser hilft später dabei, den Grünbelag schneller zu lösen.