Apfelessig gehört zu den Hausmitteln, die seit Generationen nicht nur in der Küche, sondern auch für die Körperpflege verwendet werden. Besonders häufig hört man den Tipp, die Füße regelmäßig in einer Mischung aus Wasser und Apfelessig zu baden. Manche schwören darauf bei unangenehmem Fußgeruch, rauer Haut oder müden Füßen. Doch was kann ein solches Fußbad tatsächlich leisten – und wo sollte man vorsichtig sein?
Ein Essigbad ist vor allem deshalb interessant, weil Essig Essigsäure enthält und dadurch ein saures Milieu erzeugt. Das kann das Wachstum bestimmter Mikroorganismen erschweren. Daraus sollte man allerdings nicht ableiten, dass ein Fußbad Krankheiten zuverlässig „heilen“ oder sogar Erkrankungen im restlichen Körper verhindern könnte. Als einfaches Hausmittel zur Fußpflege kann es trotzdem angenehm und nützlich sein.
So bereitet man ein Essig-Fußbad zu
Für ein einfaches Fußbad benötigt man nur wenige Dinge:
1 Schüssel oder Fußbadewanne
lauwarmes Wasser
Apfelessig
ein sauberes Handtuch
Die Schüssel zunächst mit ausreichend lauwarmem Wasser füllen. Das Wasser sollte angenehm temperiert und keinesfalls sehr heiß sein.
Anschließend etwas Apfelessig hinzugeben. Statt die Füße in unverdünnten Essig zu stellen, ist eine verdünnte Mischung wesentlich hautfreundlicher. Für den Einstieg kann man beispielsweise ungefähr 1 Teil Apfelessig mit 3–4 Teilen Wasser mischen.
Die Füße etwa 10–15 Minuten darin baden.
Danach mit klarem Wasser abspülen und vor allem zwischen den Zehen sehr sorgfältig trocknen.
Gerade dieser letzte Schritt ist wichtig, denn dauerhaft feuchte Haut zwischen den Zehen bietet wiederum günstige Bedingungen für Hautprobleme.
1. Unangenehmer Fußgeruch
Das dürfte einer der häufigsten Gründe sein, warum Menschen ein Essigbad ausprobieren.
Fußgeruch entsteht nicht einfach durch Schweiß. Frischer Schweiß riecht zunächst kaum. Der typische Geruch entwickelt sich vor allem dadurch, dass Mikroorganismen Bestandteile des Schweißes auf der Haut abbauen.
Ein saures Fußbad kann das Hautmilieu vorübergehend verändern. Zusammen mit gründlichem Waschen und anschließendem Trocknen kann das bei manchen Menschen helfen, unangenehmen Geruch zu reduzieren.
Mindestens genauso wichtig sind allerdings frische Socken und gut belüftete Schuhe.
Wer jeden Tag dieselben feuchten Schuhe trägt, wird das Problem mit einem Fußbad allein kaum lösen.
2. Raue und verhornte Haut
Besonders an den Fersen kann die Haut mit der Zeit sehr hart werden.
Ein warmes Fußbad macht verhornte Haut zunächst weicher. Dadurch lässt sie sich anschließend leichter pflegen.
Nach dem Bad kann man sehr starke Hornhaut vorsichtig mit einem geeigneten Bimsstein oder einer Fußfeile bearbeiten. Dabei sollte man keinesfalls versuchen, möglichst viel Haut auf einmal zu entfernen.
Anschließend eine reichhaltige Fußcreme verwenden.
Das Essigbad ersetzt also nicht die eigentliche Hornhautpflege, kann sie aber vorbereiten.