27.10.2026

Alufolie in die Waschmaschine – warum plötzlich jeder diesen Trick ausprobiert

So wird der Trick angewendet

Wer ihn trotzdem ausprobieren möchte, benötigt lediglich etwas handelsübliche Aluminiumfolie.

Von der Rolle ein ausreichend großes Stück abreißen und sehr fest zu einer Kugel zusammendrücken. Wichtig ist, dass keine scharfen Ecken oder losen Folienstücke herausstehen.

Die Kugel sollte ungefähr die Größe eines Tischtennisballs haben. Manche verwenden zwei oder drei solcher Kugeln gleichzeitig.

Anschließend werden sie zusammen mit der normalen Wäsche in die Trommel gelegt. Waschmittel und Waschprogramm bleiben unverändert.

Nach dem Waschgang können die Kugeln herausgenommen und kontrolliert werden. Solange sie kompakt sind und keine scharfen Stellen entwickelt haben, lassen sie sich erneut verwenden.

Besonders vorsichtig wäre ich allerdings bei sehr empfindlichen Stoffen. Feine Wäsche, Spitze oder Kleidungsstücke, an denen eine raue Folienkante hängen bleiben könnte, würde ich nicht zusammen mit solchen Kugeln waschen.

Auch sollte Aluminiumfolie niemals lose oder nur leicht zerknüllt in die Maschine gegeben werden. Kleine abgerissene Stücke möchte schließlich niemand zwischen der Kleidung oder im Gerät wiederfinden.

Hilft Alufolie gegen zerknitterte Wäsche?

Hier wird dem Trick häufig etwas zu viel zugeschrieben.

Wie stark Kleidung nach dem Waschen zerknittert ist, hängt vor allem vom Material, der Beladung der Trommel und der Schleuderdrehzahl ab. Eine Aluminiumkugel kann diese Faktoren nicht einfach ausgleichen.

Wer weniger Falten möchte, erreicht meist mehr, wenn die Waschmaschine nicht komplett vollgestopft wird und empfindliche Kleidung nicht mit maximaler Drehzahl geschleudert wird. Außerdem sollte die fertige Wäsche möglichst bald aus der Maschine genommen, kräftig ausgeschüttelt und aufgehängt werden.

Bei 800 oder 1000 Umdrehungen kommt manche Kleidung beispielsweise deutlich glatter aus der Maschine als nach einem sehr kräftigen Schleudergang mit 1400 oder 1600 Umdrehungen.

Warum der Trick trotzdem so beliebt ist

Wahrscheinlich gerade deshalb, weil er so simpel ist. Fast jeder hat Aluminiumfolie zu Hause, die Vorbereitung dauert wenige Sekunden und man muss weder ein spezielles Waschmittel noch einen zusätzlichen Haushaltsreiniger kaufen.

Wer hauptsächlich das Problem mit statisch aufgeladener Kleidung lösen möchte, kann den Trick ausprobieren – insbesondere im Trockner ist die zugrunde liegende Idee nachvollziehbarer.

Ein Wundermittel für sauberere Wäsche oder eine langlebigere Waschmaschine ist die kleine silberne Kugel allerdings nicht.

Und genau das macht den Versuch eigentlich interessant: Ein Stück Alufolie kostet fast nichts – aber ob man bei der eigenen Wäsche tatsächlich einen Unterschied bemerkt, lässt sich sehr schnell selbst feststellen.

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