Manchmal tauchen Haushaltstricks auf, die zunächst ziemlich ungewöhnlich klingen. Einer davon ist die Idee, einige fest zusammengedrückte Kugeln aus Aluminiumfolie zusammen mit der Wäsche in die Waschmaschine zu geben. Im Internet wird dieser Trick häufig als kleines Geheimnis gegen statisch aufgeladene und stark zerknitterte Kleidung weitergegeben.
Doch was steckt dahinter und lohnt es sich wirklich, dafür Alufolie in die Trommel zu werfen?
Die Idee dahinter ist vor allem die statische Aufladung von Textilien. Besonders synthetische Stoffe können sich durch Reibung elektrisch aufladen. Das kennt wahrscheinlich jeder: Ein Pullover knistert beim Ausziehen, Haare stehen plötzlich ab oder Kleidungsstücke kleben regelrecht aneinander.
Aluminium ist elektrisch leitfähig. Eine Kugel aus Aluminiumfolie soll deshalb elektrische Ladungen aufnehmen beziehungsweise ableiten und dadurch die statische Aufladung der Textilien reduzieren.
Allerdings sollte man die Erwartungen nicht zu hoch setzen. Der bekannte Alufolien-Trick wird besonders häufig für den Wäschetrockner empfohlen, weil dort trockene Kleidungsstücke lange und intensiv aneinander reiben. In einer Waschmaschine befinden sich die Textilien dagegen überwiegend in Wasser, sodass statische Aufladung während des eigentlichen Waschvorgangs eine wesentlich geringere Rolle spielt.
Behauptungen, Aluminiumfolie würde Waschmittelreste aus der Maschine entfernen, Farben wieder kräftiger machen oder sogar die Lebensdauer der Waschmaschine verlängern, sollte man deshalb mit Vorsicht betrachten. Dafür gibt es keinen überzeugenden Grund.