Wer eine etwas dünnere und glänzendere Glasur möchte, kann einen Teelöffel Kokosöl hinzufügen.
Die gefrorenen Riegel einzeln mit zwei Gabeln in die geschmolzene Schokolade tauchen. Kurz abtropfen lassen und anschließend auf Backpapier legen.
Da die Füllung sehr kalt ist, beginnt die Schokolade relativ schnell fest zu werden.
Wenn alle Riegel überzogen sind, noch einmal ungefähr 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Danach können sie direkt gegessen werden.
Warum die Konsistenz so gut funktioniert
Der entscheidende Punkt ist die Kombination aus geschlagener Sahne und Frischkäse. Nur Sahne würde nach dem Auftauen sehr weich werden. Frischkäse gibt der Masse mehr Stabilität.
Gleichzeitig sorgt die geschlagene Sahne dafür, dass die Füllung nicht wie ein schwerer Käsekuchen wirkt, sondern deutlich luftiger bleibt.
Deshalb sollte man die Sahne zum Schluss wirklich nur vorsichtig unterheben.
Auch das Einfrieren vor dem Überziehen ist wichtig. Eine weiche Füllung würde beim Kontakt mit warmer Schokolade sofort ihre Form verlieren.
Welche Schokolade eignet sich?
Für eine Low-Carb-Version ist eine Schokolade ohne zugesetzten Zucker oder eine sehr dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil sinnvoll.
Allerdings sollte man trotzdem einen Blick auf die Nährwertangaben werfen. „Ohne Zuckerzusatz“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt gar keine Kohlenhydrate enthält.
Je höher der Kakaoanteil, desto kräftiger und weniger süß wird der Riegel.
Mit 85-prozentiger Schokolade bekommt man beispielsweise einen recht intensiven Geschmack. Wer es süßer mag, kann eine zuckerfreie Milchschokoladenalternative verwenden.
Kann man die Riegel während einer Keto-Ernährung essen?
Das hängt von den verwendeten Zutaten und der persönlichen täglichen Kohlenhydratmenge ab.
Mit ungesüßtem Kakao, geeignetem Süßstoff und kohlenhydratarmer Schokolade lässt sich der Zuckeranteil deutlich reduzieren. Trotzdem sollte man die Kohlenhydrate der einzelnen Zutaten mitrechnen, wenn man eine sehr strikte ketogene Ernährung verfolgt.
Und auch bei Low Carb gilt: Ein Dessert bleibt ein Dessert.
Durch Sahne, Frischkäse und Schokolade enthalten die Riegel relativ viele Kalorien. Die Aussage, man könne davon „so viel essen, wie man will“, wäre deshalb ziemlich irreführend.
Ein oder zwei kleine Riegel reichen meistens vollkommen aus, weil sie recht sättigend sind.
Wenn die Creme nicht fest genug wird
Falls die Masse nach dem Rühren sehr weich ist, liegt es häufig daran, dass die Sahne nicht richtig steif geschlagen wurde oder der Frischkäse zu warm war.
Dann die Creme zunächst für 20 Minuten in den Kühlschrank stellen und erst anschließend in die Form geben.
Auch beim Süßstoff sollte man vorsichtig sein. Flüssige Süßstoffe können die Konsistenz verändern, wenn man davon größere Mengen verwendet.
Mit fein gemahlenem Erythrit funktioniert das Rezept normalerweise sehr zuverlässig.
Aufbewahrung
Die fertigen Riegel am besten in einer gut verschlossenen Dose im Kühlschrank lagern.
Dort bleiben sie ungefähr 4–5 Tage frisch.
Man kann sie auch einfrieren. Dann einfach zehn bis fünfzehn Minuten vor dem Essen herausnehmen. Halbgefroren erinnern sie fast an kleine Schokoladeneis-Riegel.
Gerade im Sommer finde ich diese Variante besonders gut.
Wer mehrere Portionen vorbereitet, kann Backpapier zwischen die einzelnen Riegel legen, damit sie beim Einfrieren nicht zusammenkleben.
Kleine Varianten
Aus dem Grundrezept kann man ziemlich leicht unterschiedliche Geschmacksrichtungen machen. Mit etwas Kokosraspel bekommt die Füllung beispielsweise eine leichte Kokosnote. Ein paar Tropfen Orangenaroma passen ebenfalls überraschend gut zu dunkler Schokolade.
Auch gehackte Haselnüsse oder Mandeln können auf die noch weiche Glasur gestreut werden.
Wer Erdnussbutter mag, kann einen Esslöffel zuckerfreie Erdnussbutter unter die Frischkäsemasse rühren. Dadurch wird die Füllung allerdings etwas kompakter und natürlich auch kalorienreicher.
Für eine besonders intensive Schokoladenversion kann man außerdem einen Esslöffel geschmolzene dunkle Schokolade direkt unter die Füllung mischen.
Am einfachsten gefällt mir die klassische Variante trotzdem am besten: Kakao, Vanille, eine luftige Creme und außen eine knackige Schokoladenschicht.
Genau dieser Kontrast macht die Riegel so gut.
Sie sind innen weich, außen fest und schmecken deutlich aufwendiger, als die Zubereitung tatsächlich ist. Und wenn abends die Lust auf Schokolade kommt, hat man im Kühlschrank bereits eine kleine Portion vorbereitet, statt spontan zu einem sehr zuckerreichen Riegel greifen zu müssen.