Es gibt Dinge, über die kaum jemand spricht, obwohl sie viele Menschen betreffen. Dazu gehört auch nächtlicher Speichelfluss. Die meisten halten ihn für eine harmlose Angewohnheit oder schieben ihn auf tiefen Schlaf. Tatsächlich kann gelegentliches Sabbern völlig normal sein – besonders wenn man auf der Seite schläft oder erkältet ist.
Vor einiger Zeit erzählte mir jedoch eine Bekannte, dass ihr Mann plötzlich fast jede Nacht mit einem nassen Kopfkissen aufwachte. Anfangs lachten beide darüber. Doch als gleichzeitig starkes Schnarchen, Müdigkeit und morgendliche Kopfschmerzen hinzukamen, suchte er schließlich einen Arzt auf. Die Ursache war eine Schlafapnoe, die behandelt werden musste. Seitdem sehe ich dieses Thema mit ganz anderen Augen.
Natürlich bedeutet vermehrter Speichelfluss nicht automatisch, dass eine ernste Erkrankung dahintersteckt. Oft steckt etwas Harmloses dahinter. Wenn das Problem jedoch neu auftritt, häufiger wird oder mit weiteren Beschwerden einhergeht, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Unser Körper sendet oft kleine Warnsignale, lange bevor ernsthafte Beschwerden entstehen. Deshalb sollte man Veränderungen nicht ignorieren, sondern aufmerksam beobachten.
1. Mund- und Zahnprobleme
Entzündetes Zahnfleisch, Karies, schlecht sitzende Zahnprothesen oder Zahnfehlstellungen können dazu führen, dass mehr Speichel produziert wird oder das Schlucken im Schlaf erschwert ist.
Mögliche Begleitzeichen:
Zahnfleischbluten
Mundgeruch
Zahnschmerzen
Schwellungen im Mund
Regelmäßige Zahnarztbesuche helfen häufig, die Ursache schnell zu erkennen.