27.10.2026

Wasser aus Plastikflaschen: Was wir heute über Mikroplastik wissen – und wie Sie die Belastung verringern können

Ist Leitungswasser die bessere Wahl?

Auch Leitungswasser kann geringe Mengen Mikroplastik enthalten. Untersuchungen zeigen jedoch häufig niedrigere Werte als bei vielen abgefüllten Wässern.

In Deutschland, Österreich und vielen anderen europäischen Ländern unterliegt Leitungswasser zudem strengen Qualitätskontrollen und gehört zu den am besten überwachten Lebensmitteln überhaupt.

Ob Leitungswasser oder Mineralwasser die bessere Wahl ist, hängt deshalb oft auch von der jeweiligen Region und den persönlichen Vorlieben ab.

Welche gesundheitlichen Folgen sind bekannt?

Hier ist ein wichtiger Punkt:

Wissenschaftler haben Mikro- und Nanoplastik inzwischen in verschiedenen Umweltproben und teilweise auch im menschlichen Körper nachgewiesen. Welche gesundheitlichen Auswirkungen die langfristige Aufnahme kleiner Mengen tatsächlich hat, wird derzeit noch intensiv erforscht.

Es gibt Hinweise aus Labor- und Tierstudien, die weitere Untersuchungen notwendig machen. Gleichzeitig können aus diesen Ergebnissen nicht automatisch direkte Auswirkungen auf den Menschen abgeleitet werden.

Deshalb betonen Fachgesellschaften, dass weiterer Forschungsbedarf besteht.

Mikroplastik steckt nicht nur im Wasser

Viele Menschen verbinden Mikroplastik ausschließlich mit Plastikflaschen.

Tatsächlich wurden Kunststoffpartikel jedoch auch in anderen Produkten nachgewiesen, darunter beispielsweise:

Meersalz
Honig
einige Fisch- und Meeresfrüchte
Getränke
bestimmte Teebeutel aus Kunststoff
Lebensmittel, die in Plastik verpackt werden

Das zeigt, dass Mikroplastik heute ein allgemeines Umweltproblem ist und nicht nur Flaschenwasser betrifft.

So können Sie Ihre persönliche Belastung möglicherweise reduzieren

Auch wenn sich Mikroplastik nicht vollständig vermeiden lässt, können einige Gewohnheiten helfen, den Kontakt zu verringern.

Viele Menschen entscheiden sich inzwischen häufiger für Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl.

Leitungswasser kann – sofern die Wasserqualität vor Ort geeignet ist – eine gute Alternative sein.

Plastikflaschen sollten möglichst nicht über längere Zeit starker Sonneneinstrahlung oder großer Hitze ausgesetzt werden.

Außerdem lohnt es sich, Einwegplastik insgesamt möglichst sparsam zu verwenden und langlebige Alternativen zu bevorzugen.

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