Den Schweinenacken zunächst in mundgerechte Würfel schneiden. Anschließend mit Salz, Pfeffer und beiden Sorten Paprikapulver vermengen. Wer etwas mehr Zeit hat, lässt das Fleisch etwa eine Stunde im Kühlschrank ziehen. Dadurch wird es später noch aromatischer.
Währenddessen die Zwiebeln schälen und in halbe Ringe schneiden. Die Paprika entkernen und in grobe Stücke schneiden. Auch die Zucchini wird gewürfelt, während der Knoblauch fein gehackt wird.
Nun das Öl in einem großen Schmortopf erhitzen und das Fleisch portionsweise kräftig anbraten. Wichtig ist, dass die Stücke genügend Platz haben und richtig Farbe bekommen. Genau diese Röstaromen sorgen später für den typischen kräftigen Geschmack.
Sobald das gesamte Fleisch angebraten ist, kommen die Zwiebeln dazu. Sie dürfen einige Minuten mitbraten, bis sie glasig werden und leicht karamellisieren. Danach den Knoblauch hinzufügen und kurz mitrösten.
Jetzt das Tomatenmark unterrühren und etwa zwei Minuten anrösten. Dieser Schritt macht einen großen Unterschied, denn dadurch verliert das Tomatenmark seine Säure und entwickelt ein wunderbar intensives Aroma.
Paprika und Zucchini dazugeben und alles gut vermengen. Anschließend die Brühe angießen und Zucker, Senf, Oregano, Thymian, Lorbeerblätter sowie nach Wunsch etwas Worcestersoße hinzufügen.
Den Topf einmal aufkochen lassen, danach die Hitze deutlich reduzieren. Nun darf der Schaschliktopf mit geschlossenem Deckel etwa eineinhalb bis zwei Stunden ganz langsam schmoren. Zwischendurch gelegentlich umrühren und prüfen, ob noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Falls nötig, einfach etwas Brühe nachgießen.
Während der langen Garzeit passiert das eigentliche Wunder. Das Fleisch wird immer zarter, die Paprika gibt ihre Süße an die Soße ab und die Zwiebeln zerfallen fast vollständig. Dadurch entsteht eine herrlich sämige, kräftige Soße, die einfach nach Hausmannskost schmeckt.
Kurz vor dem Servieren noch einmal abschmecken. Je nach Geschmack kann etwas Paprikapulver, Pfeffer oder ein kleiner Spritzer Zitronensaft den Geschmack wunderbar abrunden.
Am liebsten serviere ich den Schaschliktopf mit lockerem Reis oder cremigem Kartoffelpüree, weil beide die würzige Soße perfekt aufnehmen. Frisches Bauernbrot passt ebenfalls hervorragend dazu und eignet sich ideal, um auch den letzten Rest Soße vom Teller aufzunehmen.
Manchmal bereite ich gleich die doppelte Menge zu. Am nächsten Tag schmeckt der Schaschliktopf fast noch besser, weil sich alle Gewürze vollständig entfaltet haben. Er lässt sich außerdem problemlos einfrieren und ist damit ein perfektes Gericht für stressige Tage.
Wer etwas Abwechslung möchte, kann zusätzlich Champignons, Möhren oder etwas Sellerie mitgaren. Für eine leicht pikante Variante gebe ich gelegentlich noch eine kleine Chilischote oder etwas Cayennepfeffer dazu. Auch Speckwürfel sorgen für ein besonders herzhaftes Aroma.
Dieses Rezept erinnert mich jedes Mal an gemütliche Sonntage bei meiner Oma. Während draußen der Regen gegen die Fensterscheiben klopfte, stand der große Schmortopf stundenlang auf dem Herd und erfüllte das ganze Haus mit seinem unverwechselbaren Duft. Genau solche Gerichte zeigen, dass gutes Essen nicht kompliziert sein muss. Mit etwas Zeit, frischen Zutaten und viel Liebe entsteht ein Schaschliktopf, der die ganze Familie begeistert und garantiert Lust auf einen zweiten Teller macht.