Es gibt Rezepte, die begleiten einen viele Jahre, und dann gibt es Rezepte, die einen völlig überraschen und innerhalb kürzester Zeit zu einem festen Bestandteil des eigenen Backbuchs werden. Genau so ging es mir mit diesem unglaublich cremigen Low-Carb-Joghurtkuchen. Heute kann ich mir kaum vorstellen, dass ich ihn früher nicht kannte.
Entdeckt habe ich dieses Rezept eher zufällig. An einem regnerischen Sonntagnachmittag stand ich vor dem Kühlschrank und überlegte, was ich für den Nachmittagskaffee backen könnte. Ich hatte zwar Lust auf Kuchen, wollte aber etwas Leichteres als die üblichen Sahnetorten oder Butterkuchen. Gleichzeitig sollte es natürlich etwas sein, das der ganzen Familie schmeckt.
Im Kühlschrank wartete noch ein großer Becher griechischer Joghurt auf seine Verwendung. Daneben lagen Eier, eine Biozitrone und eine Vanilleschote. Mehr brauchte es im Grunde gar nicht. Nach ein wenig Ausprobieren entstand ein Kuchen, der außen leicht goldbraun wird und innen fast an einen cremigen Käsekuchen erinnert. Seitdem backe ich ihn regelmäßig.
Besonders gefällt mir, dass er ohne Mehl auskommt und trotzdem wunderbar locker wird. Durch den griechischen Joghurt bekommt er eine angenehme Frische und eine herrlich zarte Konsistenz. Wer auf Kohlenhydrate achten möchte, findet hier eine tolle Alternative zu vielen klassischen Kuchenrezepten.
Mittlerweile habe ich diesen Kuchen schon für Familienfeiern, Geburtstage, Kaffeerunden und sogar für ein Sommerpicknick gebacken. Jedes Mal wurde ich nach dem Rezept gefragt. Viele Gäste konnten kaum glauben, dass kein Mehl enthalten ist.
Das Schöne an diesem Kuchen ist seine Vielseitigkeit. Im Sommer serviere ich ihn gerne mit frischen Beeren, im Herbst mit etwas Zimt und im Winter einfach pur zu einer Tasse Kaffee oder Tee. Er passt eigentlich immer.
Ein weiterer Vorteil: Die Zutaten hat man oft ohnehin zu Hause. Es sind keine komplizierten Schritte notwendig, keine außergewöhnlichen Backkenntnisse erforderlich und auch die Vorbereitungszeit hält sich in Grenzen. Gerade an Tagen, an denen man spontan Lust auf etwas Süßes hat, ist dieses Rezept Gold wert.
Inzwischen gehört dieser Joghurtkuchen zu den Rezepten, die ich Freunden besonders gerne weiterempfehle. Er gelingt zuverlässig, schmeckt wunderbar frisch und wirkt deutlich aufwendiger, als er tatsächlich ist.
Wenn der Kuchen im Ofen backt und der Duft von Vanille und Zitrone durch die Küche zieht, fühlt sich das Haus sofort gemütlicher an. Es sind genau diese kleinen Momente, die das Backen für mich so besonders machen.
Heute möchte ich dieses Rezept deshalb ausführlich mit euch teilen – inklusive aller Tipps und Erfahrungen, die ich über die Jahre gesammelt habe.
Zutaten
Für eine Springform von etwa 24 cm Durchmesser benötigt ihr:
450 g griechischer Joghurt
5 Eier
120 g Xylit oder anderer geeigneter Zuckerersatz
100 g Vanille-Puddingpulver (zuckerfrei oder kohlenhydratarm)
1 TL Weinsteinbackpulver
Abrieb einer großen Biozitrone
Mark einer Vanilleschote