Ich erinnere mich noch genau, wie ich dieses außergewöhnliche Rezept für den Low Carb Karottenkuchen ganz zufällig entdeckt habe. Es war an einem dieser trüben Tage im Spätherbst, an denen man am liebsten einfach nur etwas Herzliches und trotzdem Leichtes backen möchte – etwas, das nicht zu süß und vor allem ohne eine große Portion Mehl und Zucker auskommt. Bei mir läuft das oft so, dass ich am Abend auf der Suche nach neuen Rezepten durch verschiedene Blogs und Foren stöbere. Damals suchte ich nach einer Inspiration für einen Osterkuchen, der meiner Familie schmeckt, aber eben auch „gesund“ genug ist, um nicht direkt ein schlechtes Gewissen zu haben.
Das Rezept kam mir dann quasi wie ein Wink des Schicksals zu, als ich in einer alten Rezeptmappe einer guten Freundin blätterte. Sie hatte dort viele Rezepte notiert, unter anderem auch ein paar ausgefallene Backideen, die ich so vorher noch nie ausprobiert hatte. Besonders angesprochen hat mich der Gedanke an einen Karottenkuchen ohne Mehl und zugesetzten Zucker – das klang für mich nach einer perfekten Kombination, weil ich Karottenkuchen schon immer mochte, aber meistens viel zu süß und mächtig fand. Dieses Rezept versprach eine leichtere Alternative, die man ohne langes Nachdenken einfach mal ausprobieren konnte.
Beim ersten Backen lag sofort ein angenehmer, leicht würziger Duft in der Küche, während der Kuchen im Ofen war. Ich erinnere mich, wie meine beiden Kinder neugierig immer wieder zum Ofen schauten und gespannt auf das Ergebnis warteten. Als der Kuchen dann schließlich fertig war, war ich selbst überrascht, wie saftig und aromatisch er geworden ist. Nicht zu süß, eine feine natürliche Süße durch die Karotten und Nüsse, die eine richtig schöne Textur gaben. Meine Familie war begeistert – sogar mein Mann, der sonst nicht so der Fan von „gesunden Backalternativen“ ist, hat sich gleich ein zweites Stück genommen. Und das Beste war, dass keiner das Gefühl hatte, auf Genuss zu verzichten.
Seitdem ist dieses Rezept bei uns ein fester Bestandteil geworden – besonders rund um die Osterzeit, aber auch einfach so zwischendurch zum Nachmittagskaffee. Es passt immer, lässt sich prima vorbereiten und die Zutaten sind meist sowieso im Haus. Auch Freundinnen und Verwandte, die zu Besuch kommen, sind immer erstaunt, wenn ich ihnen erzähle, dass da weder Mehl noch normaler Zucker drin ist. Doch der Geschmack überzeugt wirklich jeden! Für mich ist dieser Kuchen tatsächlich ein kleines Backwunder, das ich nie mehr missen möchte und mit großer Freude weitergebe.
Zutaten:
4 große Karotten
4 Eier (Größe M)
150 g gemahlene Mandeln
50 g gemahlene Haselnüsse
100 g Frischkäse (natur)
80 g Erythrit oder ein anderer Zuckerersatz nach Wahl
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Zimt
1 Prise Salz
1 Teelöffel Vanilleextrakt oder Vanillepulver
50 ml neutrales Pflanzenöl (zum Beispiel Sonnenblumenöl)
50 g gehackte Walnüsse oder Pekannüsse
Saft und Abrieb einer Bio-Orange (optional, verleiht Frische)
Für das Frosting:
100 g Frischkäse (natur)
50 g Magerquark
30 g Puder-Erythrit oder ein anderer Puderzuckerersatz
1 Teelöffel Vanilleextrakt