Ich muss ehrlich sagen: Pommes gehören bei uns zuhause zu den Dingen, die einfach immer gehen. Egal ob als Beilage zu einem Burger, zu einem Stück Fleisch oder manchmal einfach nur so mit Ketchup – Pommes machen irgendwie alle glücklich. Meine Kinder lieben sie sowieso, und auch mein Mann sagt oft scherzhaft, dass ein Teller knuspriger Pommes manchmal besser ist als ein kompliziertes Abendessen.
Lange Zeit dachte ich allerdings, dass richtig gute Pommes nur in der Fritteuse gelingen. So wie man sie vom Imbiss kennt: außen goldbraun und knusprig, innen weich und fluffig. Genau diese Kombination ist es ja, die Pommes so besonders macht.
Das Problem ist nur: Eine Fritteuse wollte ich nie wirklich kaufen. Erstens braucht sie Platz in der Küche, zweitens riecht die ganze Wohnung nach Fett, und drittens ist mir das ehrlich gesagt oft einfach zu aufwendig.
Also habe ich jahrelang Pommes im Backofen gemacht – und meistens waren sie… na ja, sagen wir mal: okay. Sie schmeckten, aber sie waren selten wirklich knusprig. Oft waren sie außen trocken und innen irgendwie mehlig. Manchmal waren sie zu weich, manchmal zu dunkel.
Bis ich irgendwann einen kleinen Trick entdeckt habe, der alles verändert hat.
Es war ein ganz normaler Sonntag. Wir hatten Besuch von Freunden, und ich wollte etwas Einfaches kochen. Burger mit Pommes – das klang nach einem perfekten Essen für alle. Doch dieses Mal wollte ich unbedingt, dass die Pommes richtig gut werden.
Ich begann ein wenig zu recherchieren und stieß auf einen Tipp, den auch viele Köche empfehlen. Es geht dabei um einen kleinen Schritt, den viele zuhause einfach überspringen: das kurze Blanchieren der Kartoffeln.
Zuerst dachte ich mir: „Braucht man das wirklich?“ Aber ich probierte es einfach aus.
Und ich kann nur sagen: Seitdem mache ich meine Pommes nie wieder anders.
Die Kartoffeln wurden außen richtig knusprig, innen wunderbar weich – fast wie aus dem Restaurant. Seitdem fragen meine Kinder sogar manchmal: „Machst du heute wieder deine Ofen-Pommes?“
Und das Beste daran: Man braucht dafür weder eine Fritteuse noch viel Öl.
Zutaten
800 g Kartoffeln (mehlig oder vorwiegend festkochend)
2–3 Esslöffel Pflanzenöl oder Olivenöl
1 Esslöffel Essig
Salz nach Geschmack
Paprikapulver oder andere Gewürze (optional)