Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich beschlossen habe, weniger Kohlenhydrate zu essen. Nicht aus einem strengen Diätplan heraus, sondern ganz einfach, weil ich gemerkt habe, dass mir klassisches Brot nicht mehr guttut. Zu schwer, zu schnell wieder Hunger, manchmal dieses unangenehme Völlegefühl. Trotzdem wollte ich auf Brot nicht verzichten. Brot gehört für mich einfach zum Alltag dazu – morgens mit etwas Butter, mittags als Beilage zur Suppe oder abends mit Frischkäse und ein paar Gurkenscheiben.
Anfangs habe ich viele Rezepte ausprobiert, die ehrlich gesagt mehr versprochen als gehalten haben. Manche Brote waren trocken wie Sand, andere schmeckten stark nach Ei oder hatten eine seltsame Konsistenz. Irgendwann habe ich angefangen, selbst zu experimentieren, ganz ohne große Erwartungen. Ich wollte etwas, das einfach ist, das man mit wenigen Zutaten backen kann und das auch am nächsten Tag noch schmeckt.
Dieses Joghurtbrot ist genau daraus entstanden. Kein kompliziertes Kneten, kein Hefegehen, keine exotischen Zutaten. Alles, was man braucht, bekommt man ganz normal im Supermarkt. Für mich ist es kein „Diätbrot“, sondern ein ehrliches Alltagsbrot, das satt macht und gut schmeckt. Ich backe es oft abends, lasse es über Nacht abkühlen und habe dann für mehrere Tage eine praktische Grundlage für Mahlzeiten.
Zutaten
300 g Mandelmehl
300 g griechischer Joghurt (natur, vollfett)
4 Eier (Größe M)
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
optional: Sesam, Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne zum Bestreuen
optional: Gewürze nach Geschmack (z. B. Kümmel, getrocknete Kräuter, Knoblauchpulver)
Zubereitung
Ich beginne immer damit, den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorzuheizen. Während der Ofen warm wird, fette ich eine klassische Kastenform leicht ein oder lege sie mit Backpapier aus. Das erspart später viel Arbeit beim Reinigen.
In einer großen Schüssel schlage ich zuerst die Eier auf und verquirle sie gründlich. Das dauert nicht lange, aber es ist wichtig, dass sie schön homogen sind. Danach gebe ich den griechischen Joghurt dazu. Ich nehme bewusst keinen fettarmen Joghurt, weil die Konsistenz mit normalem Joghurt einfach besser wird und das Brot saftiger bleibt. Eier und Joghurt verrühre ich so lange, bis eine glatte, cremige Masse entsteht.