Es gibt Gebäck, das sofort Bilder im Kopf entstehen lässt. Bei mir sind es Streuseltaler. Ich sehe mich als Kind am Küchentisch sitzen, noch im Schlafanzug, während im Ofen etwas backt, das die ganze Wohnung nach Butter, Hefe und Zucker duften lässt. Damals war das etwas Besonderes. Streuseltaler gab es nicht jeden Tag, sondern am Wochenende, wenn Zeit da war, wenn Kaffee gekocht wurde und niemand es eilig hatte.
Viele Jahre später habe ich diese Erinnerung immer noch im Kopf, aber mein Alltag hat sich verändert. Ich esse bewusster, achte mehr darauf, wie ich mich nach dem Essen fühle, und merke sehr genau, was mir guttut und was nicht. Trotzdem wollte ich diesen Geschmack nicht verlieren. Ich wollte keine trockene, „diätartige“ Alternative, sondern etwas, das sich wie früher anfühlt – warm, süß, tröstlich.
Diese Low-Carb Streuseltaler sind genau daraus entstanden. Nicht aus Verzicht, sondern aus dem Wunsch, etwas Vertrautes neu zu denken. Sie sind nicht identisch mit dem Original von früher, aber sie kommen dem Gefühl erstaunlich nah. Und genau das ist mir wichtig. Ich backe sie nicht, um etwas zu ersetzen, sondern um mir selbst etwas Gutes zu tun.
Zutaten (für ca. 10–12 Streuseltaler)
Für den Teig:
250 g gemahlene Mandeln
40 g Kokosmehl
80 g Erythrit oder Erythrit-Stevia-Mix
1 Päckchen Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
2 Eier
80 g weiche Butter
120 ml Sahne oder ungesüßte Mandelmilch
1 TL Vanilleextrakt
Für die Streusel:
120 g gemahlene Mandeln
80 g kalte Butter
60 g Erythrit (pudrig gemahlen)
1 TL Vanillezucker (zuckerfrei)
Optional für den Belag:
etwas zuckerfreie Vanillecreme
ein paar Apfelscheiben (für moderates Low Carb)
Zubereitung
Ich beginne immer damit, den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorzuheizen. Dann lege ich ein Blech mit Backpapier aus und stelle es beiseite. Backen mit Ruhe beginnt für mich immer mit guter Vorbereitung.