27.10.2026

Mein Low-Carb-Wunder am Morgen – Wie Shakshuka mein Frühstück und mein Leben verändert hat

Ich habe neulich eine Variante ausprobiert, bei der ich statt Tomaten eine Mischung aus Tomaten und roten Paprika genommen habe. Dadurch wird die Soße etwas süßer und noch cremiger. Oder ich gebe am Ende einen kleinen Klecks griechischen Joghurt darüber – das bringt eine angenehme Frische. Wenn ich Gäste habe, mache ich gerne zwei Pfannen gleichzeitig: eine klassische und eine scharfe Version. Und jedes Mal, wirklich jedes Mal, ist die Scharfe zuerst leer.

Auch meine Kinder mögen Shakshuka – obwohl sie am Anfang ein bisschen die Nase gerümpft haben. Aber als sie gemerkt haben, dass man mit einem Stück Brot direkt aus der Pfanne tunken darf, waren sie begeistert. Und genau das ist das Schöne: Es ist ein Gericht, das verbindet. Man sitzt gemeinsam am Tisch, redet, lacht, isst aus einer Pfanne – ganz ohne Schnickschnack.

Im Sommer mache ich die Soße oft mit frischen Tomaten aus dem Garten, im Winter nehme ich die aus der Dose. Das funktioniert genauso gut. Manchmal verfeinere ich sie mit einem Spritzer Zitronensaft oder etwas Honig, wenn die Tomaten zu sauer sind. Und wenn ich richtig Lust auf etwas Herzhaftes habe, gebe ich noch ein paar zerbröckelte Feta-Stückchen oder ein paar Oliven dazu. Dann wird aus dem Frühstück ganz schnell ein komplettes Abendessen.

Low Carb hat mir beigebracht, wieder auf meinen Körper zu hören. Früher habe ich gegessen, weil es Zeit war zu essen. Heute esse ich, wenn ich wirklich Hunger habe, und wähle bewusst, was mir guttut. Ich habe gemerkt, dass Zucker mich müde macht, dass Brot mich aufbläht, und dass ich mich mit frischem Gemüse, Eiern, Fisch und guten Fetten einfach besser fühle. Es ist kein Verzicht – es ist eine Befreiung.

Und doch bin ich keine Heilige. Es gibt Tage, da esse ich Kuchen, trinke ein Glas Wein oder gönne mir Pizza. Aber ich habe gelernt, danach wieder zurückzufinden. Ein Frühstück wie Shakshuka erinnert mich daran, wie gut es tut, bewusst zu genießen.

Ich glaube, das Geheimnis einer nachhaltigen Ernährungsumstellung ist, dass man sie liebt. Wenn man jeden Tag das Gefühl hat, sich etwas zu verbieten, hält man das nicht lange durch. Aber wenn man merkt, dass gesunde Rezepte Spaß machen, dass sie bunt, duftend, voller Leben sind, dann wird es zur Gewohnheit – ganz ohne Zwang.

Deshalb koche ich Shakshuka immer wieder. Manchmal mache ich sie klassisch, manchmal mit Zucchini oder sogar mit etwas Spinat, manchmal streue ich Sesam darüber oder gar ein paar Nüsse, wenn ich es knusprig mag. Und jedes Mal schmeckt sie ein bisschen anders, aber immer gut.

Ich habe Freundinnen, die mich mittlerweile regelmäßig nach dem Rezept fragen. Eine von ihnen hat mir neulich erzählt, dass sie mit Low Carb schon zehn Kilo abgenommen hat – und Shakshuka fast jeden Tag isst. „Ich kann einfach nicht genug davon bekommen“, sagte sie lachend. Ich musste lächeln, weil ich genau wusste, was sie meinte.

Wenn ich morgens aufwache und die Sonne durch das Fenster scheint, ist Shakshuka mein Start in den Tag. Wenn es draußen regnet, ist sie mein Trost. Wenn ich müde bin, gibt sie mir Energie. Und wenn ich Gäste habe, ist sie mein kleiner kulinarischer Zaubertrick.

Ich glaube, jedes Land hat so ein Gericht, das Herz und Seele verbindet. Für uns Deutsche ist es vielleicht Kartoffelsuppe oder Eintopf, für Israel ist es Shakshuka. Und vielleicht, wenn man es einmal probiert, merkt man, dass es gar nicht so weit voneinander entfernt ist – beides sind Gerichte, die Wärme schenken.

Also, wenn du gerade überlegst, ob du dich mal an Low Carb versuchen sollst, fang ruhig mit Shakshuka an. Es ist einfach, ehrlich, lecker. Und wenn du willst, kannst du es auf deine ganz eigene Weise machen. Mit mehr Schärfe, mit Feta, mit Kräutern, ganz wie du magst.

Ich kann dir nur sagen: Dieses Gericht hat meine Sicht auf Frühstück verändert – und ein Stück weit auch auf das Leben. Denn manchmal braucht man keine komplizierten Pläne, keine teuren Zutaten und keine strengen Regeln. Man braucht nur eine Pfanne, ein paar Eier, reife Tomaten und die Lust, sich etwas Gutes zu tun.

Und wenn du irgendwann, wie ich, am Küchentisch sitzt, den Löffel in die würzige Soße tauchst und das goldene Eigelb über den Tomaten zerfließt, dann wirst du verstehen, warum ich sage: Shakshuka ist nicht einfach ein Gericht. Es ist ein Gefühl.

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