Für eine größere Portion aromatische Gemüsebrühe benötigen Sie:
3 Karotten
1 Stange Lauch
2 Pastinaken
2 Petersilienwurzeln
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
½ Kohlrabi
½ Knollensellerie
1 kleines Stück frische Kurkuma
1 Handvoll frische Petersilie
2–3 EL Sonnenblumenöl
80 g Salz
Die Salzmenge stammt aus dem ursprünglichen Rezept. Da die tatsächliche Gemüsemenge je nach Größe der Zutaten unterschiedlich ausfallen kann, lässt sich die Mischung nach Geschmack anpassen. Besonders für Menschen, die auf ihren Salzkonsum achten müssen, bietet es sich an, weniger Salz zu verwenden und die fertige Paste portionsweise einzufrieren.
Zubereitung – so gelingt die hausgemachte Gemüsebrühe
1. Das Gemüse gründlich vorbereiten
Zunächst alle Gemüsesorten sorgfältig waschen. Besonders bei Lauch sollte man darauf achten, dass sich zwischen den einzelnen Schichten keine Erde mehr befindet.
Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Kohlrabi und Knollensellerie bei Bedarf schälen. Anschließend alles in mittelgroße Stücke schneiden.
Die Zwiebel und die Knoblauchzehen ebenfalls schälen und grob zerkleinern.
Den Lauch in Ringe schneiden und die Petersilie grob hacken.
Das Kurkumastück schälen und in kleine Scheiben schneiden. Da frische Kurkuma stark färbt, empfiehlt es sich, dabei Handschuhe zu tragen oder anschließend die Hände gründlich zu waschen.
Es ist nicht notwendig, das Gemüse besonders fein zu schneiden, da es später ohnehin püriert wird. Allerdings sollten die Stücke ungefähr gleich groß sein, damit alles gleichmäßig gart.
2. Das Gemüse langsam anbraten
Nun das Sonnenblumenöl in einem großen Topf erhitzen.
Zuerst die Zwiebeln und den Lauch hineingeben und bei mittlerer Hitze kurz anschwitzen.
Sobald die Zwiebeln leicht glasig werden, das restliche vorbereitete Gemüse hinzufügen.
Alles ungefähr fünf bis sieben Minuten unter regelmäßigem Rühren anbraten.
Schon nach kurzer Zeit entwickelt sich ein wunderbar aromatischer Duft. Besonders die Kombination aus Sellerie, Lauch und Petersilienwurzel erinnert an eine frisch gekochte Gemüsesuppe.
Wichtig ist, dass das Gemüse nicht anbrennt. Sollte es am Topfboden anhaften, kann man einen kleinen Schuss Wasser hinzufügen.
3. Das Gemüse weich dünsten
Anschließend die Hitze reduzieren und den Topf mit einem Deckel verschließen.
Das Gemüse nun ungefähr acht bis fünfzehn Minuten dünsten lassen. Die genaue Zeit hängt davon ab, wie groß die Stücke geschnitten wurden.
Zwischendurch gelegentlich umrühren.
Falls die Mischung zu trocken erscheint, einige Esslöffel Wasser hinzufügen.
Das Gemüse sollte am Ende weich genug sein, um problemlos püriert werden zu können. Besonders Sellerie und Pastinaken benötigen manchmal etwas länger.
4. Petersilie und Salz hinzufügen
Sobald das Gemüse weich ist, die gehackte Petersilie und das Salz dazugeben.
Alles noch einmal gründlich vermischen.
Die Petersilie sollte möglichst erst gegen Ende der Garzeit hinzugefügt werden, damit ihr frisches Aroma gut erhalten bleibt.
Wer die Gemüsebrühe weniger salzig mag, kann zunächst nur einen Teil des Salzes verwenden. Nachwürzen lässt sich später immer noch.
5. Die Mischung fein pürieren
Nun den Topf vom Herd nehmen.
Mit einem Stabmixer das gegarte Gemüse zu einer möglichst gleichmäßigen Paste verarbeiten.
Alternativ kann eine Küchenmaschine verwendet werden. Bei heißen Zutaten sollte man dabei unbedingt die Sicherheitshinweise des Geräts beachten und die Mischung gegebenenfalls zunächst etwas abkühlen lassen.
Die fertige Paste sollte eine dicke, streichfähige Konsistenz besitzen.
Falls sie zu grob erscheint, einfach etwas länger pürieren.
Wenn die Masse sehr trocken ist, kann ein kleiner Schuss Wasser helfen. Allerdings sollte nicht zu viel Flüssigkeit hinzugefügt werden, da wir eine konzentrierte Gemüsewürze herstellen möchten.
6. Die Gemüsebrühe portionieren
Jetzt kommt der Teil, den ich besonders praktisch finde.
Die fertige Mischung in kleine Portionen aufteilen.
Dafür eignen sich beispielsweise Silikonformen, kleine gefriergeeignete Behälter oder Eiswürfelformen.
Die Portionen sollten so groß sein, dass man später bequem die benötigte Menge entnehmen kann.
Wer lieber rechteckige Stücke wie auf dem Foto herstellen möchte, kann die Paste in eine flache, gefriergeeignete Form geben, glatt streichen und einfrieren. Nach dem Anfrieren lässt sie sich in einzelne Stücke schneiden und wieder in den Gefrierschrank geben.
7. Richtig aufbewahren
Die Gemüsepaste nach dem Garen zügig abkühlen lassen und anschließend in den Kühlschrank oder Gefrierschrank stellen.
Zum längeren Aufbewahren empfehle ich das Einfrieren.
Kleine Portionen sind besonders praktisch, weil man immer nur so viel entnehmen muss, wie tatsächlich benötigt wird.
Für eine gute Qualität sollte die gefrorene Gemüsepaste möglichst innerhalb von etwa drei Monaten verbraucht werden.
Wichtig: Auch wenn das Rezept Salz enthält, sollte man sich nicht darauf verlassen, dass die Paste dadurch bei Raumtemperatur haltbar wird. Das Einfrieren ist die sicherere Methode.
So verwenden Sie Ihre selbst gemachten Gemüsewürfel
Wenn ich eine Suppe koche, gebe ich einfach eine kleine Portion der gefrorenen Gemüsepaste direkt in den Topf.
Dort löst sie sich beim Erhitzen auf und verteilt ihr Aroma im gesamten Gericht.
Als Ausgangspunkt kann man ungefähr einen kleinen Würfel beziehungsweise ein bis zwei Teelöffel Paste auf 500 ml Wasser verwenden. Die tatsächliche Menge hängt jedoch davon ab, wie konzentriert und salzig die eigene Mischung geworden ist.
Deshalb empfehle ich, zunächst sparsam zu dosieren und anschließend abzuschmecken.
Besonders gut eignet sich die hausgemachte Gemüsebrühe für Kartoffelsuppen, Gemüseeintöpfe, Reisgerichte, Nudelsoßen und Schmorgerichte.
Auch beim Kochen von Couscous oder Bulgur kann man einen kleinen Teil der Paste ins Wasser geben.
Sogar einfache Bratkartoffeln lassen sich mit einer winzigen Menge der Gemüsewürze geschmacklich verfeinern.
Meine liebsten Tipps für eine besonders aromatische Gemüsebrühe
Frisches Gemüse verwenden: Je aromatischer die Zutaten sind, desto besser schmeckt später die fertige Paste.
Sellerie nicht weglassen: Knollensellerie verleiht der Mischung ihren charakteristischen herzhaften Geschmack.
Nicht zu viel Wasser hinzufügen: Die Masse sollte möglichst konzentriert bleiben, damit sie später gut portioniert werden kann.
Kräuter erst zum Schluss zugeben: So bleibt ihr frisches Aroma besser erhalten.
Salz vorsichtig dosieren: Gerade wenn die Gemüsebrühe für verschiedene Gerichte verwendet wird, ist eine weniger salzige Grundlage oft praktischer.
Kleine Portionen einfrieren: Dadurch wird die Verwendung im Alltag besonders unkompliziert.
Welche Gemüsesorten kann man zusätzlich verwenden?
Ein großer Vorteil dieses Rezepts ist, dass es sich leicht verändern lässt.
Wer beispielsweise noch etwas Zucchini übrig hat, kann diese ebenfalls hinzufügen. Sie macht die Mischung etwas milder, enthält allerdings relativ viel Wasser.
Auch ein kleines Stück Kürbis passt gut dazu. Es sorgt für eine angenehme Süße und eine schöne Farbe.
Mit etwas zusätzlicher Petersilie oder Liebstöckel bekommt die Brühe einen kräftigeren Kräutergeschmack.
Wer es mediterran mag, kann außerdem ein wenig Thymian oder Rosmarin verwenden. Dabei sollte man allerdings sparsam sein, weil diese Kräuter sehr intensiv schmecken.
Nicht jede Gemüsesorte eignet sich gleichermaßen gut. Größere Mengen Brokkoli, Blumenkohl oder Kohl können beispielsweise einen sehr dominanten Geschmack entwickeln.
Deshalb bleibe ich für meine klassische Gemüsebrühe meistens bei Karotten, Lauch, Sellerie und Wurzelgemüse.
Warum selbst gemachte Gemüsebrühe nicht automatisch „chemiefrei“ ist
Häufig wird hausgemachte Gemüsebrühe als „ohne Chemie“ bezeichnet. Gemeint ist damit meistens, dass man auf bestimmte Zusatzstoffe verzichten und die Zutaten selbst auswählen kann.
Streng genommen bestehen aber auch frisches Gemüse, Wasser und Salz aus chemischen Stoffen. Das ist vollkommen natürlich.
Ebenso sind gekaufte Brühwürfel nicht grundsätzlich ungesund. Ihre Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Hersteller.
Der eigentliche Vorteil der selbst gemachten Variante liegt darin, dass man die Zutaten und die Salzmenge selbst bestimmen kann.
Für mich ist das zusammen mit dem frischen Geschmack Grund genug, die Gemüsebrühe regelmäßig selbst herzustellen.
Ein kleiner Küchenhelfer, der viel Arbeit spart
Was mich an diesem Rezept am meisten begeistert, ist nicht nur der Geschmack, sondern auch die Zeitersparnis beim späteren Kochen.
Natürlich benötigt die erste Zubereitung etwas Zeit. Das Gemüse muss gewaschen, geschält, geschnitten und gegart werden.
Doch wenn man einmal eine größere Menge vorbereitet hat, besitzt man einen praktischen Vorrat für zahlreiche Mahlzeiten.
Besonders an Tagen, an denen ich nach der Arbeit nicht lange in der Küche stehen möchte, bin ich darüber froh.
Ein paar Kartoffeln, etwas Gemüse, Wasser und ein selbst gemachter Gemüsewürfel reichen oft schon aus, um eine leckere Suppe zuzubereiten.
Auch einfache Soßen bekommen dadurch schnell eine aromatische Grundlage.
Und jedes Mal, wenn ich einen dieser kleinen Würfel aus dem Gefrierschrank nehme, denke ich an den Nachmittag zurück, an dem meine Nachbarin mir diesen einfachen Küchentrick gezeigt hat.