3. Vitamin C
Auch Vitamin C ist in Rote-Bete-Blättern enthalten.
Vitamin C trägt unter anderem zur normalen Funktion des Immunsystems und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
Das Immunsystem ist allerdings deutlich komplexer als die Wirkung eines einzelnen Lebensmittels. Ernährung, Schlaf, Bewegung, Alter und der allgemeine Gesundheitszustand spielen ebenfalls eine Rolle.
4. Kalium
Ein weiterer interessanter Mineralstoff in den Blättern ist Kalium.
Kalium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Portion Rote-Bete-Blätter erhöhten Blutdruck behandeln könnte.
Vielmehr können die Blätter einfach Teil einer abwechslungsreichen, gemüsereichen Ernährung sein.
5. Ballaststoffe für die Ernährung
Wie anderes Blattgemüse liefern Rote-Bete-Blätter Ballaststoffe.
Diese tragen zu einer normalen Darmfunktion bei und können innerhalb einer Mahlzeit das Sättigungsgefühl unterstützen.
Auch hier gilt: Daraus wird kein spezielles „Abnehm-Lebensmittel“. Veränderungen des Körpergewichts hängen langfristig von der gesamten Ernährung, Energieaufnahme und dem Energieverbrauch sowie individuellen Faktoren ab.
6. Eisen steckt ebenfalls in den Blättern
Rote-Bete-Blätter enthalten Eisen. Der Mineralstoff ist unter anderem für die normale Bildung roter Blutkörperchen und den Sauerstofftransport wichtig.
Pflanzliches Eisen wird allerdings anders aufgenommen als Eisen aus tierischen Lebensmitteln.
Interessant ist die Kombination mit Vitamin C, denn Vitamin C kann die Aufnahme von pflanzlichem Eisen verbessern.
Trotzdem sollte man daraus nicht ableiten, Rote-Bete-Blätter könnten eine bestehende Anämie behandeln. Anämie kann sehr unterschiedliche Ursachen haben und sollte entsprechend abgeklärt werden.
„Detox“ durch Rote-Bete-Blätter?
Eine besonders häufige Behauptung ist, die Blätter würden den Körper oder sogar die Leber „entgiften“.
Dafür braucht man ihnen keine besondere Wirkung zuzuschreiben. Leber und Nieren übernehmen selbst zentrale Aufgaben beim Stoffwechsel und bei der Ausscheidung verschiedener Stoffe. Ein Gemüse „spült“ diese Organe nicht einfach sauber.
Der tatsächliche Vorteil ist viel unkomplizierter: Statt einen essbaren Teil der Pflanze wegzuwerfen, bekommt man zusätzliches Gemüse mit verschiedenen Nährstoffen.
So kann man Rote-Bete-Blätter verwenden
Vor der Verarbeitung sollten die Blätter gründlich gewaschen werden, da sich zwischen Blättern und Stielen Erde und andere Rückstände befinden können. Welke oder verdorbene Stellen werden entfernt.
Junge und besonders zarte Blätter können roh in einen Salat gegeben werden. Ihr Geschmack ist leicht erdig, pflanzlich und teilweise etwas herb.
Größere Blätter eignen sich dagegen gut zum Garen. Da die Stiele kräftiger sind und länger fest bleiben können, bietet es sich an, Stiele und Blätter getrennt vorzubereiten und die Stiele früher in die Pfanne oder den Topf zu geben.
Nicht wegwerfen
Wer das nächste Mal frische Rote Bete mit schönen grünen Blättern kauft, sollte also zweimal überlegen, bevor das Grün im Müll landet.
Die Blätter sind kein geheimnisvolles Heilmittel und müssen auch keines sein. Sie sind schlicht essbares, nährstoffreiches Blattgemüse, das sich vielseitig verwenden lässt – und genau das ist eigentlich schon Grund genug, sie aufzuheben.