5. Ein neuer Knoten oder eine Schwellung
Ein neu entdeckter Knoten bedeutet keineswegs automatisch Krebs. Viele Knoten sind gutartig.
Trotzdem sollte insbesondere eine neu entstandene oder zunehmende Schwellung kontrolliert werden. Solche Veränderungen können beispielsweise an der Brust, am Hals, unter den Achseln oder in der Leistengegend auftreten.
6. Unbeabsichtigter Gewichtsverlust
Wer seine Ernährung oder körperliche Aktivität nicht verändert hat und trotzdem deutlich Gewicht verliert, sollte nach der Ursache suchen lassen.
Unbeabsichtigter Gewichtsverlust kann zahlreiche Gründe haben. Er gehört jedoch ebenfalls zu den möglichen allgemeinen Symptomen verschiedener Krebserkrankungen.
7. Anhaltende Schwierigkeiten beim Schlucken
Gelegentliche Schluckbeschwerden können viele harmlose Ursachen haben.
Bleibt das Problem jedoch bestehen oder verschlechtert es sich, sollte es untersucht werden. Besonders aufmerksam sollte man werden, wenn gleichzeitig weitere ungewöhnliche Beschwerden auftreten.
8. Auffällige Veränderungen der Haut
Nicht nur ein neuer Leberfleck kann relevant sein.
Auch Veränderungen von Größe, Form oder Farbe eines bestehenden Flecks sowie Hautstellen, die nicht verheilen, immer wieder bluten oder sich ungewöhnlich verändern, gehören ärztlich beurteilt.
9. Anhaltender Husten oder Heiserkeit
Ein Husten nach einer Erkältung ist selbstverständlich noch kein Krebszeichen.
Anders sieht es aus, wenn ein Husten ungewöhnlich lange bestehen bleibt oder sich zunehmend verschlechtert. Gleiches gilt für eine anhaltende Heiserkeit. Blut beim Husten sollte ebenfalls medizinisch abgeklärt werden.
10. Schmerzen ohne erkennbare Ursache
Schmerzen können praktisch unzählige Ursachen haben.
Neu auftretende Schmerzen, die sich nicht erklären lassen, über längere Zeit bestehen bleiben oder zunehmend stärker werden, sollte man jedoch nicht dauerhaft mit Schmerzmitteln überdecken, ohne nach der Ursache zu suchen.
11. Ungewöhnliche und dauerhafte Müdigkeit
Jeder ist gelegentlich erschöpft. Problematischer ist eine starke Müdigkeit, die trotz ausreichender Erholung nicht besser wird.
Eine solche Fatigue kann unter anderem bei einer Anämie auftreten und hat zahlreiche mögliche Ursachen. Sie wird aber auch bei verschiedenen Krebserkrankungen beobachtet.
12. Wiederkehrendes oder länger anhaltendes Fieber
Fieber ist in den allermeisten Fällen eine normale Reaktion auf Infektionen.
Wenn erhöhte Temperaturen jedoch über längere Zeit bestehen oder ohne erkennbare Ursache wiederkehren, sollte geklärt werden, was dahintersteckt. Auch ausgeprägter Nachtschweiß kann zusammen mit anderen Beschwerden relevant sein.
13. Veränderungen im Mund
Nicht heilende Stellen im Mund, ungewöhnliche rote oder weiße Bereiche, anhaltende Schmerzen oder Probleme beim Schlucken sollten insbesondere dann untersucht werden, wenn sie nicht wieder verschwinden.
Auch hier gilt: Solche Veränderungen können zahlreiche Ursachen haben und sind für sich allein keine Krebsdiagnose.
14. Ungewöhnliche Verdauungsbeschwerden
Anhaltende Bauchbeschwerden, häufiges Völlegefühl, starke oder zunehmende Verdauungsprobleme und länger bestehende Veränderungen der Verdauung verdienen Aufmerksamkeit.
Entscheidend ist weniger ein einzelner schlechter Tag als eine Veränderung, die für die betreffende Person ungewöhnlich ist und bestehen bleibt.
15. Veränderungen, die einfach „nicht normal“ für den eigenen Körper sind
Dieser Punkt wird häufig unterschätzt.
Man kennt den eigenen Körper und seine normalen Abläufe meistens ziemlich gut. Wenn sich etwas deutlich verändert und über längere Zeit nicht wieder normalisiert, lohnt sich eine ärztliche Abklärung – auch wenn die Veränderung auf keiner typischen Liste von Krebssymptomen steht.
Die American Cancer Society weist ausdrücklich darauf hin, dass größere Veränderungen des körperlichen Befindens untersucht werden sollten, insbesondere wenn sie lange bestehen bleiben oder sich verschlimmern.
Symptome sind keine Diagnose
Listen wie diese dürfen nicht so verstanden werden, dass beispielsweise Müdigkeit, Gewichtsverlust oder Verdauungsprobleme automatisch auf Krebs hinweisen.
Tatsächlich werden viele dieser Beschwerden wesentlich häufiger durch andere Erkrankungen oder vorübergehende Probleme verursacht. Selbst geschwollene Lymphknoten entstehen beispielsweise oft durch Infektionen oder Entzündungen.
Deshalb ist auch die Behauptung, der Körper sende „15 Wochen vor Krebs“ bestimmte universelle Warnzeichen, medizinisch irreführend. Einen solchen festen Countdown gibt es nicht.
Sinnvoller ist eine einfachere Regel: Neue, unerklärliche, länger anhaltende oder zunehmend stärkere Veränderungen sollten ärztlich abgeklärt werden.
Das bedeutet nicht, sofort vom Schlimmsten auszugehen. Es bedeutet lediglich, die Ursache herauszufinden – denn sollte tatsächlich eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken, kann eine frühzeitige Diagnose einen wichtigen Unterschied machen.