Dazu gehören:
plötzliches Doppeltsehen
verschwommenes Sehen
Schmerzen hinter einem Auge
hängendes Augenlid
Übelkeit und Erbrechen
starke Lichtempfindlichkeit
Nackensteifigkeit
Krampfanfälle
Taubheitsgefühl im Gesicht
Sprachstörungen
Verwirrtheit
Bewusstlosigkeit
Nicht jedes dieser Symptome bedeutet automatisch ein Aneurysma. Treten sie jedoch plötzlich auf oder kommen mehrere gleichzeitig vor, sollte umgehend medizinische Hilfe gesucht werden.
Wer hat ein höheres Risiko?
Bestimmte Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, ein Aneurysma zu entwickeln.
Dazu zählen:
Bluthochdruck
Rauchen
familiäre Vorbelastung
höheres Alter
übermäßiger Alkoholkonsum
Kokain oder andere stimulierende Drogen
bestimmte angeborene Bindegewebserkrankungen
Arteriosklerose
Je mehr Risikofaktoren zusammenkommen, desto wichtiger sind regelmäßige ärztliche Kontrollen.
Wie wird ein Aneurysma entdeckt?
Oft wird ein Aneurysma zufällig entdeckt – beispielsweise bei einer MRT oder CT-Untersuchung aus einem ganz anderen Grund.
Zur Diagnostik kommen unter anderem zum Einsatz:
Computertomographie (CT)
Magnetresonanztomographie (MRT)
CT-Angiographie
MR-Angiographie
Katheterangiographie zur besonders genauen Darstellung der Blutgefäße
Welche Untersuchung sinnvoll ist, entscheidet der behandelnde Arzt.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Nicht jedes Aneurysma muss sofort operiert werden.
Die Therapie richtet sich unter anderem nach:
Größe
Lage
Wachstum
Alter der betroffenen Person
allgemeinem Gesundheitszustand
Je nach Situation kommen verschiedene Möglichkeiten infrage.
Beobachtung
Kleine, stabile Aneurysmen werden häufig regelmäßig kontrolliert.
Endovaskuläres Coiling
Über einen dünnen Katheter werden kleine Platinspiralen in das Aneurysma eingebracht. Dadurch wird es von innen verschlossen.
Clipping
Bei einer neurochirurgischen Operation wird das Aneurysma mit einem kleinen Titan-Clip dauerhaft verschlossen.
Welche Methode geeignet ist, hängt vom Einzelfall ab.
Kann man vorbeugen?
Ein vollständiger Schutz ist nicht möglich. Das persönliche Risiko lässt sich jedoch häufig senken.
Empfohlen werden:
Blutdruck gut einstellen
nicht rauchen
Alkohol nur in Maßen trinken
regelmäßige Bewegung
ausgewogene Ernährung
normales Körpergewicht anstreben
chronische Erkrankungen konsequent behandeln
Diese Maßnahmen schützen nicht nur die Blutgefäße, sondern senken auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Wann sollte sofort der Notruf gewählt werden?
Folgende Symptome gelten als medizinischer Notfall:
plötzlich stärkste Kopfschmerzen
Bewusstseinsverlust
Lähmungen
Sprachstörungen
Krampfanfälle
Sehstörungen zusammen mit heftigen Kopfschmerzen
starke Nackensteifigkeit nach plötzlich einsetzenden Kopfschmerzen
In diesen Situationen sollte keine Zeit verloren werden. Eine schnelle Behandlung kann entscheidend sein.
Fazit
Ein Aneurysma bleibt oft lange unbemerkt und verursacht zunächst keinerlei Beschwerden. Gerade deshalb ist es wichtig, ungewöhnliche Warnzeichen ernst zu nehmen. Plötzlich stärkste Kopfschmerzen, neurologische Ausfälle oder Sehstörungen sollten niemals ignoriert werden.
Die gute Nachricht ist: Wird ein Aneurysma rechtzeitig entdeckt, stehen heute moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Regelmäßige Vorsorge bei bestehenden Risikofaktoren und ein gesunder Lebensstil können dazu beitragen, schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden.