27.10.2026

Sie sind schneller weg, als man schauen kann – diese Zitronen-Mandel-Kekse backe ich inzwischen fast jede Woche

Dieses Rezept habe ich eher zufällig entdeckt. An einem Sonntagnachmittag wollte ich etwas Kleines zum Kaffee backen, hatte aber keine Lust auf einen aufwendigen Kuchen oder einen Teig, der lange ruhen muss. Im Kühlschrank lag noch eine Zitrone, im Vorratsschrank fand ich eine angebrochene Packung Mandeln. Also entschied ich mich für einfache Zitronen-Mandel-Kekse.

Ehrlich gesagt erwartete ich nicht viel. Doch schon nach wenigen Minuten duftete die ganze Küche nach Butter, Vanille und frischer Zitrone. Als die Kekse etwas abgekühlt waren, probierte ich den ersten. Außen war er leicht knusprig, innen weich und zart, mit einem feinen Zitronenaroma und kleinen Mandelstückchen.

Ich stellte die Kekse auf den Tisch, und innerhalb kurzer Zeit war der Teller fast leer. Jeder nahm sich immer wieder einen. Seitdem backe ich sie regelmäßig, besonders wenn sich spontan Besuch ankündigt oder ich etwas Selbstgemachtes mitbringen möchte.

Das Schöne an diesem Rezept ist, dass man keine besonderen Backkenntnisse benötigt. Der Teig ist schnell zusammengerührt, die Kekse müssen nicht ausgestochen werden und bekommen beim Backen eine schöne, leicht aufgerissene Oberfläche. Mit etwas Puderzucker sehen sie aus wie aus einer kleinen Familienbäckerei.

Zutaten

Für etwa 25–30 Kekse:

100 g weiche Butter

120 g Zucker

2 Eier

1 Päckchen Vanillezucker

Abrieb von 1 unbehandelten Zitrone

2 EL Zitronensaft

250 g Mehl

50 g Speisestärke

1 TL Backpulver

80 g gehackte Mandeln

1 Prise Salz

Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Die weiche Butter zusammen mit Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz in eine große Schüssel geben. Alles mit dem Handmixer etwa zwei bis drei Minuten cremig schlagen, bis die Masse heller und etwas luftiger geworden ist.

Die Eier nacheinander hinzufügen. Jedes Ei gründlich unterrühren, bevor das nächste dazukommt. Anschließend die Zitrone gründlich waschen, die gelbe Schale fein abreiben und zusammen mit dem Zitronensaft zur Buttermasse geben.

Mehl, Speisestärke und Backpulver in einer zweiten Schüssel vermischen. Die trockenen Zutaten nach und nach zur Butter-Ei-Masse geben und nur so lange verrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.

Zum Schluss die gehackten Mandeln unterheben. Der Teig sollte weich, aber formbar sein. Falls er zu klebrig ist, die Schüssel für etwa 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dadurch wird die Butter wieder etwas fester und die Kekse lassen sich leichter formen.

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Aus dem Teig walnussgroße Kugeln formen und mit etwas Abstand auf das Backblech setzen. Die Kugeln leicht flach drücken, aber nicht zu dünn machen, damit die Kekse innen weich bleiben.

Die Zitronen-Mandel-Kekse etwa 12 bis 15 Minuten backen. Sie sollten am Rand leicht goldgelb sein, in der Mitte aber noch etwas weich wirken. Beim Abkühlen werden sie fester.

Das Backblech aus dem Ofen nehmen und die Kekse zunächst etwa fünf Minuten darauf ruhen lassen. Danach vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.

Erst die kalten Kekse mit Puderzucker bestäuben. Wird der Puderzucker zu früh darübergegeben, schmilzt er auf der warmen Oberfläche.

Tipps, damit die Kekse perfekt gelingen

Die Butter sollte weich, aber nicht flüssig sein. Ist sie zu warm, wird der Teig klebrig und die Kekse laufen beim Backen stärker auseinander.

Für ein intensives Aroma sollte unbedingt frischer Zitronenabrieb verwendet werden. Dabei nur die gelbe Schale abreiben, denn der weiße Teil darunter kann bitter schmecken.

Nach der Zugabe des Mehls den Teig nicht zu lange rühren. Sonst können die Kekse fester und weniger zart werden.

Die Backzeit lieber etwas kürzer halten. Wenn die Kekse beim Herausnehmen noch weich erscheinen, ist das vollkommen richtig. Sie werden beim Abkühlen stabiler und bleiben innen saftig.

Sollte der Teig trotz Kühlung sehr weich sein, kann noch ein Esslöffel Mehl hinzugefügt werden. Zu viel Mehl macht die Kekse allerdings trocken.

In einer gut verschlossenen Dose bleiben die Kekse mehrere Tage frisch. Zwischen die einzelnen Schichten kann Backpapier gelegt werden. Sie lassen sich auch ohne Puderzucker einfrieren und nach dem Auftauen frisch bestäuben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.