27.10.2026

Die beste Rhabarber-Baiser-Torte aller Zeiten – so gelingt sie auch dir

Zubereitung

Den Backofen zuerst auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit etwa 26 cm Durchmesser gut einfetten oder den Boden mit Backpapier auslegen.

Den Rhabarber gründlich waschen und die trockenen Enden abschneiden. Junge, zarte Stangen müssen nicht unbedingt geschält werden. Bei dickeren oder sehr faserigen Stangen kann man die äußeren Fäden mit einem Messer abziehen. Anschließend den Rhabarber in ungefähr drei Zentimeter lange Stücke schneiden und beiseitestellen.

Mehl, Speisestärke und Backpulver in einer Schüssel vermischen und am besten einmal durchsieben. Dadurch wird der Teig später besonders fein und locker.

Die weiche Margarine mit Zucker und Vanillinzucker mehrere Minuten schaumig schlagen, bis die Masse deutlich heller und cremiger geworden ist. Danach die drei Eigelbe einzeln unterrühren. Anschließend die beiden ganzen Eier ebenfalls nacheinander dazugeben und alles gründlich vermengen.

Nun die Mehlmischung nach und nach unterrühren. Am besten esslöffelweise arbeiten und nur so lange rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Zu langes Rühren kann den Kuchen später etwas fester machen.

Den fertigen Teig in die vorbereitete Springform geben und die Oberfläche glattstreichen. Die Rhabarberstücke gleichmäßig darauf verteilen und leicht in den Teig drücken.

Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und den Kuchen zunächst etwa 40 Minuten backen. Da jeder Backofen etwas anders arbeitet, sollte man die Oberfläche gegen Ende beobachten. Der Rand darf leicht goldbraun sein, der Kuchen wird später aber noch einmal weitergebacken.

Während der Kuchen im Ofen ist, kann die Baisermasse vorbereitet werden. Dafür müssen Schüssel und Rührbesen vollkommen sauber und fettfrei sein. Schon kleine Eigelbreste können verhindern, dass das Eiweiß richtig steif wird.

Die drei Eiweiße mit einer Prise Salz aufschlagen. Sobald die Masse weiß und schaumig wird, den Zucker langsam einrieseln lassen. Das Eiweiß so lange weiterschlagen, bis eine feste, glatte und glänzende Masse entsteht. Beim Herausziehen der Rührbesen sollten stabile Spitzen stehen bleiben. Zum Schluss den Zitronensaft kurz unterrühren.

Den Kuchen nach etwa 40 Minuten aus dem Ofen nehmen und die Baisermasse sofort darauf verteilen. Das funktioniert entweder mit einem Löffel oder mit einem Spritzbeutel. Mit der Rückseite eines Löffels lassen sich schöne Wellen und Spitzen formen, die später leicht goldbraun werden.

Die Torte erneut in den Ofen schieben und weitere 15 bis 20 Minuten backen. Das Baiser sollte hell bleiben und nur eine zarte goldene Farbe bekommen. Wird es zu schnell dunkel, die Temperatur etwas reduzieren oder die Oberfläche locker mit Backpapier abdecken.

Die fertige Torte aus dem Ofen nehmen und zunächst etwa 15 Minuten in der Form ruhen lassen. Danach den Rand vorsichtig lösen und den Kuchen vollständig auskühlen lassen. Erst dann anschneiden, damit Boden, Rhabarber und Baiser genügend Zeit haben, sich zu stabilisieren.

Tipps

Der Rhabarber sollte nach dem Waschen gut abgetrocknet werden, damit nicht zu viel zusätzliche Flüssigkeit in den Teig gelangt. Besonders saftige Stangen können den Kuchen sonst etwas weicher machen.

Für einen kräftigeren Geschmack kann Margarine problemlos durch Butter ersetzt werden. Mit Butter wird der Boden etwas aromatischer, mit Margarine bleibt er oft besonders weich.

Den Zucker im Baiser sollte man nicht zu stark reduzieren, da er nicht nur für die Süße, sondern auch für die Stabilität der Masse wichtig ist.

Falls sich nach dem Abkühlen kleine goldene Tropfen auf dem Baiser bilden, ist das kein Fehler. Diese sogenannten Baisertränen entstehen durch Feuchtigkeit und gelösten Zucker und beeinflussen den Geschmack nicht.

Am besten schmeckt die Rhabarber-Baiser-Torte am Tag der Zubereitung. Reste können abgedeckt etwa zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Baiserhaube wird dabei etwas weicher, bleibt geschmacklich aber weiterhin sehr lecker.

Diese Torte passt wunderbar zu einer Tasse Kaffee und braucht eigentlich keine zusätzliche Sahne. Wer möchte, kann sie aber mit ein paar frischen Erdbeeren servieren, denn Erdbeeren und Rhabarber harmonieren besonders gut miteinander.

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