Jeder von uns hat ihn schon unzählige Male gedrückt: den kleinen gelben oder blauen Knopf an der Fußgängerampel. Viele tun es ganz automatisch, andere sind überzeugt, dass er sowieso nichts bewirkt. Doch wofür ist dieser Knopf tatsächlich gedacht? Und stimmt es, dass sich darunter sogar eine versteckte Funktion verbirgt?
Die Antwort ist spannender, als viele vermuten.
Fordert der Knopf wirklich Grün an?
Ja – in den meisten Fällen schon.
An vielen Kreuzungen ist die Fußgängerampel nicht dauerhaft in den Ampelzyklus eingebunden. Erst wenn jemand den Knopf drückt, registriert die Steuerung den Wunsch, die Straße zu überqueren. Sobald es der Verkehrsfluss zulässt, wird die nächste Grünphase für Fußgänger eingeplant.
Das bedeutet allerdings nicht, dass die Ampel sofort umspringt. Je nach Verkehr kann es einige Sekunden oder sogar über eine Minute dauern.
Warum scheint der Knopf manchmal gar nichts zu bewirken?
Viele Menschen glauben deshalb, der Knopf sei reine Dekoration.
Tatsächlich gibt es Kreuzungen, an denen die Ampel ohnehin automatisch umschaltet – unabhängig davon, ob jemand drückt oder nicht. Dort dient der Taster teilweise nur noch dazu, die vorhandene Technik weiterhin nutzen zu können oder bestimmte Zusatzfunktionen auszulösen.
An anderen Kreuzungen verkürzt das Drücken die Wartezeit oder sorgt überhaupt erst dafür, dass eine Grünphase angefordert wird.
Die versteckte Funktion kennen die wenigsten
Der kleine Bereich an der Unterseite vieler Ampeltaster hat eine wichtige Aufgabe – besonders für blinde und sehbehinderte Menschen.