Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln. Die Paprika in kleine Stücke schneiden, die Karotte raspeln oder in dünne Scheiben schneiden. Den Chinakohl waschen, gut abtropfen lassen und in feine Streifen schneiden. Den unteren weißen Teil separat legen, da er etwas länger benötigt als die zarten Blätter.
Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und zunächst das Hackfleisch kräftig anbraten. Dabei mit einem Kochlöffel zerkleinern, bis es schön krümelig ist und leicht gebräunt aussieht.
Nun die Zwiebel und den Knoblauch hinzufügen und einige Minuten mitbraten, bis alles angenehm duftet. Anschließend Paprika und Karotte dazugeben und kurz anschwitzen.
Jetzt das Tomatenmark einrühren und etwa eine Minute mitrösten. Dadurch bekommt die Soße später ein besonders kräftiges Aroma.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und die weißen Chinakohlstreifen hinzufügen. Alles etwa fünf Minuten leicht köcheln lassen. Danach die zarten grünen Blätter unterheben und weitere drei bis vier Minuten garen.
Zum Schluss Frischkäse oder Schmand einrühren, bis eine cremige Soße entsteht. Mit Paprikapulver, Salz, Pfeffer und den italienischen Kräutern abschmecken. Wer es etwas würziger mag, gibt noch einen kleinen Spritzer Worcestersoße oder etwas Chili dazu.
Vor dem Servieren mit frisch gehackter Petersilie oder Schnittlauch bestreuen.
Dazu passt frisches Bauernbrot, ein kleiner gemischter Salat oder einfach die Pfanne ganz pur. Wer etwas mehr Sättigung möchte, kann Reis, Kartoffeln oder Baguette dazu servieren.
Dieses Gericht lässt sich wunderbar abwandeln. Statt Paprika schmecken auch Zucchini oder Champignons hervorragend. Wer es besonders cremig mag, ersetzt einen Teil des Frischkäses durch etwas Sahne. Auch geriebener Käse passt wunderbar und sorgt für eine goldene Kruste, wenn die Pfanne anschließend noch kurz im Ofen überbacken wird.
Falls etwas übrig bleibt, schmeckt die Chinakohl-Hackfleisch-Pfanne am nächsten Tag fast noch besser. Einfach vorsichtig erwärmen – die Soße wird wunderbar cremig und der Geschmack noch intensiver.
Für mich gehört dieses Rezept inzwischen zu den Gerichten, die einfach immer funktionieren. Wenige Zutaten, wenig Aufwand und ein Ergebnis, das der ganzen Familie schmeckt. Genau solche einfachen Rezepte landen bei mir immer wieder auf dem Speiseplan – ehrlich, herzhaft und voller Geschmack.