Greek Yogurt Brownies
Vorgeschichte
Manchmal ist es genau diese eine kleine Entdeckung, die einen total überrascht – so ging es mir mit den Greek Yogurt Brownies. Es war an einem ganz gewöhnlichen Sonntagnachmittag, ich wollte etwas Süßes für den Kaffee am Nachmittag machen, etwas, das nicht zu kompliziert ist, aber trotzdem irgendwie besonders. Ich hatte noch griechischen Joghurt im Kühlschrank, der bald schlecht werden würde, und suchte nach Möglichkeiten, ihn zu verwenden. Beim Stöbern im Internet – ja, manchmal passiert es einfach am besten ganz zufällig – stolperte ich über ein Rezept, das so ganz anders war als die klassischen Brownies, die ich sonst gebacken habe.
Was mich sofort neugierig machte, war die Kombination mit griechischem Joghurt. Das kannte ich aus anderen Backrezepten, eigentlich eher für Kuchen oder Muffins, aber für Brownies war das neu. Ich konnte mir kaum vorstellen, wie saftig und schokoladig Brownies mit griechischem Joghurt werden würden, und ob der Geschmack vielleicht zu sehr davon beeinflusst wird. Also beschloss ich, das einfach mal auszuprobieren – wie so oft aus Neugier und auch ein bisschen Experimentierfreude.
Beim ersten Backen verbreitete sich ein herrlicher Duft in meiner Küche, der Geruch von geschmolzener Schokolade, Vanille und einem Hauch von Frische durch den Joghurt. Es war nicht der schwere, fettige Geruch, den ich von traditionellen Brownies gewohnt bin, sondern vielmehr ein leichter, saftiger Duft, in dem sich Schokolade und eine angenehme Frische vermischten. Als sie aus dem Ofen kamen, konnten meine Kinder und mein Mann kaum abwarten, dass die Brownies komplett abgekühlt waren. Die Konsistenz war wunderbar zart, mit genau der richtigen Dichte – nicht zu fest, aber auch nicht zu klebrig.
Das Schönste war, wie begeistert meine Familie davon war. Mein Mann, sonst eher kritisch bei neuen Rezepten, sagte sofort: „Die schmecken echt gut, die musst du öfter machen!“ Und meine Kinder waren gleich in ihre eigenen kleinen Schokohimmel eingetaucht, verschollen mit ihren Brownies und einem großen Glas Milch. Seit diesem Tag ist das Rezept für Greek Yogurt Brownies fest bei uns im Repertoire. Es ist einfach, super lecker und fühlt sich ein bisschen leichter an als die typischen, schweren Schokokuchen, die wir sonst so kennen. Gerne erzähle ich euch nun, wie auch ihr diese angenehme Mischung aus saftig, schokoladig und leicht hinbekommt.
Zutaten
120 Gramm Zartbitterschokolade
50 Gramm Butter
150 Gramm Zucker
3 Eier (Größe M)
200 Gramm griechischer Joghurt (natur)
1 Teelöffel Vanilleextrakt oder Vanillezucker
100 Gramm Mehl
30 Gramm Kakaopulver (ungesüßt)
1 Prise Salz
1/2 Teelöffel Backpulver
Zubereitung
Zu Beginn solltet ihr den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Damit ist garantiert, dass eure Brownies schön gleichmäßig durchbacken – die Temperatur liefere ich extra, weil sie ideal ist, damit der Teig innen noch saftig bleibt, ohne dass er zu sehr zerläuft.
Als erstes bearbeiten wir die Schokolade und Butter. Zerkleinert die Zartbitterschokolade grob mit einem Messer oder gebt sie in kleine Stücke. Die Butter schneidet ihr in Würfel – das erleichtert das Schmelzen. Gebt beides zusammen in eine hitzebeständige Schüssel und schmelzt es über einem Wasserbad ganz vorsichtig. Dabei solltet ihr mit einem Holzlöffel oder einem hitzebeständigen Spatel rühren, bis eine cremige, glänzende Schokoladenmasse entstanden ist. Achtet darauf, dass die Schokolade nicht zu heiß wird und nicht anbrennt, denn das beeinflusst den Geschmack negativ. Wenn die Schoko-Butter-Mischung flüssig und glatt ist, nehmt die Schüssel vom Wasserbad und lasst alles kurz auf Zimmertemperatur abkühlen.
Während die Schokolade auskühlt, bereitet ihr die Eier und den Zucker vor. Schlagt die Eier mit einem Handrührgerät oder der Küchenmaschine in einer großen Schüssel schaumig. Es sollte eine leicht cremige Masse werden, die voluminöser wirkt als zuvor – das dauert etwa 3-5 Minuten. Gebt dann nach und nach den Zucker dazu und rührt weiter, bis die Mischung schön glänzt und die Zuckerkristalle sich etwas aufgelöst haben.
Jetzt kommt der griechische Joghurt ins Spiel. Nehmt den Joghurt aus dem Kühlschrank und rührt ihn mit einem Teelöffel Vanilleextrakt oder alternativ Vanillezucker unter die Eier-Zucker-Masse. Durch den Joghurt wird die Konsistenz wunderbar zart, zudem verleiht er dem Gebäck eine leichte Frische, die ich sehr mag. In diesem Arbeitsschritt entsteht eine schöne cremige Mischung, die noch nicht zu fest oder auch nicht zu flüssig sein sollte.
Im Anschluss gebt ihr die schon abgekühlte Schoko-Butter-Mischung zu der Eimasse und rührt alles gründlich, aber vorsichtig unter. Die Masse verändert sich jetzt optisch – sie wird dunkel und schokoladig mit glänzendem Schimmer, und ihr könnt jetzt schon erahnen, wie saftig die Brownies später werden.
Als nächstes siftet ihr das Mehl, Kakaopulver, Backpulver und eine Prise Salz in eine separate Schüssel. Das Sortieren sorgt dafür, dass keine Klümpchen entstehen und alles gleichmäßig verteilt wird. Nimmt euch Zeit für diesen Schritt, denn ein fluffiges Ergebnis hängt oft von sauberen, gut vermischten trockenen Zutaten ab.
Jetzt beginnt ihr, die trockenen Zutaten langsam in die Schoko-Ei-Mischung einzuarbeiten. Das macht ihr am besten mit einem großen Teigspatel oder einem Holzlöffel, und zwar behutsam, damit die Luft in der Masse erhalten bleibt. Kurz und gleichmäßig unterheben reicht völlig. Achtet darauf, dass keine Mehlabdrücke sichtbar bleiben, aber auch nicht zu lange rühren, sonst wird das Backwerk zäh.
Nun bereitet ihr eine Backform vor. Ich nehme gern eine quadratische Form (ca. 20 x 20 Zentimeter), die ich mit Backpapier auslege oder gut mit Butter einfette. Wenn ihr das macht, bleibt auch garantiert kein Brownie kleben, und ihr könnt sie später ganz einfach aus der Form heben. Die vorbereitete Teigmasse gebt ihr jetzt in die Form und streicht sie mit einem Spatel glatt, sodass die Oberfläche ebenmäßig ist – das sorgt für ein schön gleichmäßiges Backergebnis.
Ab in den Ofen damit! Für ungefähr 20 bis 25 Minuten braucht der Teig, um durchzugehen. Wichtig ist, dass ihr die Brownies weder zu früh herausnehmt, denn dann sind sie zu matschig oder klebrig im Kern, noch zu lange backt, weil sie dann trocken werden. Ich mache deshalb gegen Ende der Backzeit gerne den Stäbchentest. Dazu sticht ihr mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Brownies und zieht es heraus: Es dürfen ruhig noch ein paar feuchte krümelige Teigreste haften, aber kein roher Teig.
Nach dem Backen nehmt ihr die Brownies aus dem Ofen und lasst sie zuerst in der Form etwas abkühlen. So ziehen sie sich leicht zurück und lassen sich besser schneiden, ohne zu zerbröseln. Nach etwa 15 bis 20 Minuten könnt ihr die Stücke vorsichtig rausheben. Schneidet die Brownies am besten mit einem scharfen Messer in kleine Würfel – die machen sich wunderbar auf dem Kaffeetisch oder als Snack für zwischendurch.
Tipps und Varianten
Das Wunderbare an den Greek Yogurt Brownies ist ihre Vielseitigkeit. Sie sind perfekt für Familiennachmittage, für die Klassengemeinschaft vom Schulkind oder auch einfach, wenn ihr selbst Lust auf einen einfachen, aber ungewöhnlichen Schokoladen-Snack habt. Wer ab und zu auf Fett verzichten möchte, wird die leichte Note des Joghurts zu schätzen wissen, ohne sich dabei besonderen Einschränkungen ausgesetzt zu fühlen.
Wenn ihr den Geschmack noch etwas aufpeppen möchtet, könnt ihr zum Beispiel kleine gehackte Nüsse in den Teig geben, vielleicht Walnüsse oder Mandeln, die passen sehr gut zu Schokolade. Auch getrocknete Früchte wie Cranberries oder Kirschen sorgen für eine interessante süß-säuerliche Note und machen jedes Stück zum kleinen Erlebnis. Ein paar gehackte Schokostückchen im Teig sorgen für kleine Schokoladeninseln in jedem Bissen.
Für die Zubereitung könnt ihr auch Joghurt mit weniger Fett verwenden oder statt Naturjoghurt den griechischen Joghurt mit 2 % Fett. Die Konsistenz verändert sich leicht, aber das Ergebnis bleibt wunderbar saftig. Bei der Schokolade seid ihr ebenfalls flexibel – wenn ihr es lieber etwas süßer mögt, könnt ihr auch Milchschokolade verwenden, ich persönlich finde jedoch, dass Zartbitterschokolade für den perfekten Kontrast sorgt. Wer es schokoladiger mag, kann die Menge des Kakaopulvers etwas erhöhen, die Brownies werden dann intensiver im Geschmack.
Aufbewahren lassen sich die Brownies übrigens hervorragend in einer luftdichten Dose. Im Kühlschrank halten sie sich bis zu fünf Tage frisch – falls sie so lange überleben! Beim Aufwärmen empfehle ich, sie kurz in die Mikrowelle zu legen, aber nur maximal 10-15 Sekunden, damit sie wieder etwas warm und weich werden, ohne auszutrocknen.
Wählt ihr die Brownies als Mitbringsel, schafft ihr mit ihnen für jeden Anlass eine kleine süße Freude – sei es beim gemütlichen Kaffeeklatsch, zum Familiengeburtstag, bei Spielnachmittagen oder einfach als Trostspender bei einem verregneten Tag. Gerade auch, wenn Kinder helfen wollen beim Backen, sind sie perfekt, denn die Zubereitung ist unkompliziert, man braucht keine ausgefallenen Geräte und das Ergebnis begeistert fast jeden.
Ein häufiger Fehler bei Brownies ist, sie zu lange zu backen. Das Ergebnis wird dann schnell trocken und bröselig, verliert die zarte, schokoladige Konsistenz. Also sagt euch lieber zu früh aus dem Ofen nehmen oder lieber ein paar Minuten kürzer backen als sonst. Die Brownies sind auch etwas dicker und dichter als Kuchen, was ihnen ihren besonderen Charme gibt.
Mich hat dieses Rezept besonders durch seine spannende Kombination aus einfacher Zubereitung, überraschender Frische und gewohnter Schokoladigkeit überzeugt. Es zeigt, dass man mit nur wenigen Zutaten aus dem Standard-Vorrat etwas ganz Neues erschaffen kann, das trotzdem der ganzen Familie schmeckt. Probiert sie mal aus und genießt den Duft von frisch gebackener Schokolade, der durch eure Küche zieht. Es wird euch sicher genauso gehen wie mir: Man möchte gar nicht mehr aufhören, diese kleinen saftigen Stücke zu backen und zu naschen. Viel Freude dabei!