Nach Wunsch Kräuter wie Rosmarin, Oregano oder Thymian
Nach Wunsch geriebener Käse, Sonnenblumenkerne oder Sesam
Für die Zubereitung gibt man zuerst das Mehl in eine große Schüssel. Dazu kommt die Trockenhefe. Das Salz sollte man ebenfalls dazugeben, aber am besten nicht direkt auf die Hefe streuen, sondern etwas seitlich in die Schüssel geben. Dann wird alles kurz mit einem Löffel vermischt. Nun kommt nach und nach das lauwarme Wasser dazu. Es sollte wirklich nur lauwarm sein, nicht heiß. Wenn das Wasser zu heiß ist, kann die Hefe nicht richtig arbeiten. Wenn es zu kalt ist, geht der Teig langsamer auf. Lauwarm ist genau richtig.
Jetzt beginnt man, die Zutaten mit einem Löffel oder direkt mit den Händen zu einem Teig zu vermengen. Am Anfang sieht alles vielleicht etwas trocken aus, aber nach kurzer Zeit verbindet sich das Mehl mit dem Wasser. Wenn der Teig zu fest wirkt, kann man noch einen kleinen Schluck Wasser dazugeben. Wenn er zu klebrig ist, gibt man etwas Mehl dazu. Wichtig ist, nicht sofort zu viel Mehl nachzuschütten, denn ein leicht weicher Teig ergibt später oft ein saftigeres Brot. Sobald alles zusammenkommt, knetet man den Teig einige Minuten. Er soll glatt, elastisch und angenehm in der Hand werden.
Wer möchte, gibt jetzt einen Esslöffel Olivenöl dazu. Das ist nicht unbedingt nötig, macht den Teig aber etwas geschmeidiger und gibt dem Brot einen feinen Geschmack. Besonders gut passt das, wenn man später Kräuter oder Käse in den Teig geben möchte. Für eine einfache klassische Variante bleibt man nur bei Mehl, Hefe, Salz und Wasser. Genau diese Schlichtheit macht das Brot so schön.
Nach dem Kneten formt man den Teig zu einer Kugel und legt ihn zurück in die Schüssel. Die Schüssel wird mit einem sauberen Küchentuch abgedeckt. Jetzt lässt man den Teig etwa 20 bis 30 Minuten ruhen. Wenn die Küche warm ist, reicht diese Zeit oft schon aus, damit der Teig etwas aufgeht. Wenn man mehr Zeit hat, kann man ihn auch 45 Minuten ruhen lassen. Das Brot wird dadurch lockerer und aromatischer. Für ein richtig schnelles Brot reichen aber auch kürzere Ruhezeiten, besonders wenn man keinen perfekten Bäckerlaib erwartet, sondern ein unkompliziertes Alltagsbrot.
Während der Teig ruht, kann man den Airfryer vorbereiten. Je nach Modell ist es sinnvoll, ihn kurz vorzuheizen. 180 bis 200 Grad sind für dieses Brot passend. Bei vielen Airfryern funktioniert 180 Grad etwas schonender, während 200 Grad schneller eine kräftige Kruste geben. Wenn dein Airfryer sehr stark heizt, nimm lieber 180 Grad. Wenn er eher langsam arbeitet, kannst du 190 oder 200 Grad wählen. Jeder Airfryer ist ein bisschen anders, deshalb lohnt es sich, beim ersten Mal nach etwa 18 Minuten kurz nachzuschauen.
Nach der Ruhezeit wird die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäubt. Der Teig wird aus der Schüssel genommen und noch einmal kurz geknetet. Dann formt man ihn zu einem kleinen runden oder ovalen Laib. Wichtig ist, dass der Laib in den Korb des Airfryers passt und noch etwas Platz hat, denn beim Backen geht er noch ein wenig auf. Wenn der Teig zu groß ist, kann man ihn auch teilen und zwei kleinere Brote nacheinander backen. Das klappt oft sogar besser, weil kleinere Brote gleichmäßiger durchbacken.
Nun legt man ein Stück Backpapier in den Airfryer-Korb. Das Papier sollte nicht zu weit überstehen, damit die Luft gut zirkulieren kann. Der Teigling wird daraufgelegt. Wer möchte, bestäubt die Oberfläche leicht mit Mehl und schneidet sie mit einem scharfen Messer ein. Ein einfacher Kreuzschnitt oder zwei schräge Schnitte reichen völlig. Dadurch kann das Brot beim Backen schöner aufreißen. Es sieht danach rustikaler aus und bekommt diese schöne hausgemachte Optik.
Jetzt kommt das Brot in den Airfryer. Bei 180 bis 190 Grad backt es ungefähr 25 bis 30 Minuten. Bei 200 Grad können oft 20 bis 25 Minuten reichen. Nach der Hälfte der Backzeit kann man vorsichtig schauen, ob die Oberfläche zu schnell dunkel wird. Wenn ja, reduziert man die Temperatur etwas. Wenn das Brot oben schön goldbraun ist, aber unten noch weich wirkt, kann man es vorsichtig wenden und noch 5 Minuten weiterbacken. Manche Airfryer bräunen oben stärker als unten, deshalb ist dieser kleine Trick sehr hilfreich.
Ob das Brot fertig ist, erkennt man am Klangtest. Man nimmt es vorsichtig heraus und klopft auf die Unterseite. Klingt es hohl, ist es meistens durchgebacken. Wenn es dumpf klingt oder sich noch sehr weich anfühlt, braucht es noch ein paar Minuten. Nach dem Backen sollte das Brot unbedingt auf einem Gitter abkühlen. Auch wenn es schwerfällt, sollte man es nicht sofort anschneiden. Direkt nach dem Backen arbeitet die Krume noch. Wenn man zu früh schneidet, kann das Innere etwas feucht und klebrig wirken. Nach 10 bis 15 Minuten ist es aber perfekt: noch warm, aber stabil genug zum Schneiden.
Dieses Airfryer-Brot schmeckt frisch am besten. Die Kruste ist dann leicht knusprig, das Innere weich und angenehm locker. Man kann es mit Butter essen, mit Frischkäse, Marmelade, Honig, Käse, Wurst oder zu einer Suppe servieren. Besonders lecker ist es mit Kräuterbutter oder etwas Olivenöl und Salz. Wenn man es mediterran machen möchte, gibt man direkt in den Teig getrockneten Rosmarin, Oregano oder Thymian. Auch kleine Stückchen getrocknete Tomaten passen gut. Für eine herzhaftere Variante kann man geriebenen Gouda, Cheddar oder Parmesan einarbeiten. Dann bekommt das Brot einen würzigen Duft und passt wunderbar zu Salat oder Grillgerichten.
Wer gerne Körnerbrot mag, kann Sonnenblumenkerne, Sesam, Leinsamen oder Kürbiskerne hinzufügen. Ein Teil kann direkt in den Teig, ein Teil oben auf das Brot. Damit die Körner oben besser halten, bestreicht man die Oberfläche leicht mit Wasser und streut sie darüber. Auch eine Mischung aus hellem Mehl und Dinkelmehl funktioniert gut. Bei Vollkornmehl braucht man meist etwas mehr Wasser, weil es mehr Flüssigkeit aufnimmt. Dann sollte der Teig auch etwas länger ruhen, damit das Brot nicht zu fest wird.
Falls das Brot beim ersten Versuch nicht perfekt wird, ist das kein Problem. Brotbacken hängt immer ein bisschen von Mehl, Temperatur, Hefe und Gerät ab. Wenn das Brot zu trocken ist, beim nächsten Mal etwas mehr Wasser oder einen Esslöffel Öl nehmen. Wenn es zu kompakt ist, länger kneten und länger ruhen lassen. Wenn es außen zu dunkel und innen noch nicht durch ist, die Temperatur senken und die Backzeit verlängern. Wenn es unten zu weich bleibt, am Ende ohne Backpapier noch ein paar Minuten weiterbacken oder das Brot einmal wenden.
Aufbewahren kann man das Brot am besten in einem sauberen Tuch oder einer Brotdose. In Plastik wird die Kruste schnell weich. Wenn etwas übrig bleibt, kann man die Scheiben am nächsten Tag kurz im Airfryer aufbacken. Dafür reichen meist 2 bis 4 Minuten bei etwa 160 Grad. Dann schmeckt es fast wieder frisch. Alte Brotreste kann man außerdem zu Croûtons schneiden, mit etwas Öl und Gewürzen mischen und im Airfryer knusprig rösten. So geht nichts verloren.