Zubereitung
Zuerst die Hühnerbrühe in einem Topf erhitzen und die Hähnchenbrust darin ungefähr 20 bis 25 Minuten bei niedriger Hitze gar ziehen lassen. Dadurch bleibt das Fleisch besonders zart. Anschließend herausnehmen und in kleine Würfel schneiden.
Während das Fleisch leicht abkühlt, die Zwiebel fein würfeln und die Champignons putzen sowie in dünne Scheiben schneiden. Genau in diesem Moment beginnt meistens schon dieser typische Duft, der sofort an klassische Hausmannskost erinnert.
Nun die Butter in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln zusammen mit den Champignons langsam anschwitzen. Nicht zu heiß, damit alles schön weich und aromatisch wird. Danach mit Weißwein und Zitronensaft ablöschen. Sofort steigt dieser leicht würzige Duft auf, der später perfekt zur cremigen Soße passt.
Jetzt die Hühnerbrühe und die Sahne dazugeben und alles kurz aufkochen lassen. Danach die gewürfelte Hähnchenbrust hineingeben.
Die Speisestärke mit kaltem Wasser glatt verrühren und langsam in die Soße einrühren. Nun alles einige Minuten köcheln lassen, bis eine wunderbar cremige Konsistenz entsteht.
Anschließend mit Worcestersauce, Salz und Pfeffer abschmecken. Genau diese Worcestersauce macht den typischen Geschmack vom DDR-Würzfleisch aus. Würzig, leicht kräftig und unglaublich lecker.
Jetzt den Ofen auf Grillfunktion vorheizen.
Die fertige Würzfleischmasse in kleine ofenfeste Förmchen füllen und großzügig mit geriebenem Gouda bestreuen. Besonders schön wird es, wenn der Käse später richtig goldbraun verläuft.
Die Förmchen nun ungefähr fünf Minuten unter dem Grill überbacken, bis die Oberfläche schön gebräunt ist und leicht blubbert.
Danach sofort servieren – am besten mit Zitronenspalten und frisch getoastetem Brot.
Tipps und Variationen
Viele geben zusätzlich kleine Erbsen oder gewürfelte Paprika hinein. Dadurch bekommt das Würzfleisch etwas mehr Farbe und noch mehr Geschmack.
Wer keinen Weißwein verwenden möchte, kann ihn einfach durch zusätzliche Brühe ersetzen. Das Gericht schmeckt trotzdem wunderbar cremig und herzhaft.
Auch beim Käse kann man variieren. Neben Gouda passen Emmentaler, Edamer oder sogar etwas Bergkäse hervorragend dazu. Besonders kräftiger Käse macht die Kruste unglaublich aromatisch.
Sehr wichtig ist übrigens die Konsistenz der Soße. Sie sollte bereits vor dem Überbacken schön cremig sein. Wenn sie zu flüssig bleibt, sinkt der Käse später einfach ein und die typische goldene Kruste entsteht nicht richtig.
Das Würzfleisch lässt sich außerdem perfekt vorbereiten. Einfach die fertige Masse schon am Vortag in die Förmchen füllen und im Kühlschrank lagern. Kurz vor dem Essen nur noch Käse darübergeben und überbacken.
Und ehrlich gesagt schmeckt Würzfleisch fast immer nach einem besonderen Anlass – selbst wenn man es einfach an einem normalen Abend zuhause macht. Vielleicht genau deshalb lieben so viele Menschen dieses alte DDR-Rezept bis heute.