27.10.2026

Mein warmes Morgen- und Abendgetränk – eine einfache Küchengewohnheit, die meinem Alltag gutgetan hat

Zutaten

1 Tasse warmes Wasser

2 Teelöffel Apfelessig

2 Esslöffel frischer Zitronensaft

1 Teelöffel Honig

1/2 bis 1 Teelöffel gemahlener Zimt

nach Wunsch 1 bis 2 dünne Zitronenscheiben

optional eine kleine Prise frisch geriebener Ingwer

Zubereitung

Wenn ich dieses Getränk zubereite, beginne ich immer mit dem Wasser. Es sollte warm sein, aber nicht kochend heiß. Das ist mir wichtig, weil sich die Zutaten dann gut verbinden, ohne dass alles zu scharf oder unangenehm wird. Ich erhitze also eine Tasse Wasser nur so weit, dass es angenehm dampft, aber noch gut trinkbar bleibt. Gerade morgens mag ich keine Getränke, die man erst minutenlang stehen lassen muss. Es soll warm und wohltuend sein, nicht stressig.

Dann gebe ich den Zitronensaft in ein Glas oder in eine Tasse. Frisch gepresst gefällt er mir am besten, weil er einfach lebendiger schmeckt als alles, was schon länger offen stand. Danach kommt der Honig dazu. Wenn das Wasser warm genug ist, löst er sich wunderbar auf und gibt dem Getränk diese milde, runde Süße, die die Säure von Zitrone und Apfelessig etwas weicher macht. Ich finde, gerade hier zeigt sich, wie wichtig die Balance ist. Das Getränk soll frisch sein, aber nicht aggressiv. Es soll würzig sein, aber nicht scharf. Es soll angenehm schmecken, damit man es gern trinkt und nicht nur „weil es angeblich gut sein soll“.

Anschließend rühre ich den Apfelessig hinein. Zwei Teelöffel reichen mir völlig. Mehr würde den Geschmack für meinen Alltag zu streng machen. Apfelessig hat etwas Herbes, etwas leicht Fruchtiges und gleichzeitig etwas, das das Getränk interessanter macht. Allein würde ich ihn nie warm trinken wollen, aber zusammen mit Zitrone, Honig und Zimt passt er erstaunlich gut in diese Mischung hinein.

Danach kommt der Zimt. Je nach Stimmung nehme ich einen halben oder einen ganzen Teelöffel. Man sollte ihn gut verrühren, damit er sich schön verteilt. Zimt macht aus dem Getränk etwas Heimeliges. Er bringt Wärme hinein, aber nicht im schweren, süßen Sinn, sondern eher wie ein vertrauter Duft aus der Küche. Gerade an kühlen Tagen mag ich das besonders. Wenn ich das Getränk abends trinke, gebe ich manchmal noch eine winzige Prise frisch geriebenen Ingwer dazu. Nicht viel, nur so, dass im Hintergrund noch eine ganz leichte Würze mitschwingt.

Dann gieße ich das warme Wasser darüber und rühre alles gründlich um. Der Honig verbindet sich, der Zimt verteilt sich, die Zitrone hebt alles an, und plötzlich entsteht aus sehr einfachen Zutaten etwas, das erstaunlich rund schmeckt. Wer mag, kann noch eine dünne Zitronenscheibe ins Glas geben. Das sieht schön aus und macht das Ganze noch ein wenig frischer. Ich trinke die Mischung langsam, nicht in Eile. Gerade das gehört für mich fast schon zur Zubereitung dazu. Es ist kein Getränk, das man hastig hinunterkippt, sondern eher etwas, das man bewusst einbaut.

Morgens trinke ich es gern vor dem Frühstück oder ganz in Ruhe, bevor der Tag richtig beginnt. Es ersetzt bei mir nicht jede andere Mahlzeit und auch nicht Wasser über den Tag, aber es ist ein schöner Auftakt. Abends mache ich es etwas milder, manchmal mit etwas weniger Zitrone und nur einer kleineren Menge Apfelessig. Dann wirkt es für mich noch sanfter. Wenn ich das Gefühl habe, der Tag war laut und zerstreut, bringt dieses warme Glas oft mehr Ruhe, als man zuerst vermuten würde.

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