Zutaten
800 g festkochende Kartoffeln
2 mittelgroße Zwiebeln
100 g Schinkenwürfel
3 EL Olivenöl
1 TL Paprikapulver edelsüß
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver, optional
1 TL Salz
1 gute Prise schwarzer Pfeffer
1 kleine Prise Knoblauchpulver, optional
1 EL Speisestärke, optional für extra Knusprigkeit
1 kleine Handvoll frische Petersilie
nach Wunsch etwas Schnittlauch zum Bestreuen
für die vegetarische Variante: geräucherter Tofu statt Schinken oder einfach weglassen
Zubereitung
Zuerst beginne ich mit den Kartoffeln, denn sie sind das Herzstück dieses Rezepts und verdienen ein wenig Aufmerksamkeit. Ich nehme am liebsten festkochende Kartoffeln, weil sie ihre Form gut behalten und in der Heißluftfritteuse außen schön goldbraun werden, ohne innen sofort auseinanderzufallen. Zuerst wasche ich sie gründlich, schäle sie und schneide sie dann in möglichst gleichmäßige Würfel. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht aber wirklich einen Unterschied. Wenn die Stücke ähnlich groß sind, garen sie viel gleichmäßiger, und man hat später nicht einige perfekt knusprige und andere noch halbrohe Kartoffeln im Korb.
Sobald die Kartoffeln geschnitten sind, lege ich sie in eine große Schüssel mit kaltem Wasser. Dort bleiben sie ungefähr zwanzig Minuten. Diesen Schritt lasse ich nur ungern weg, weil die Kartoffeln dadurch einen Teil ihrer Stärke abgeben und später im Airfryer schöner knusprig werden. Es ist einer dieser unscheinbaren Küchentricks, die man leicht unterschätzt, die aber am Ende wirklich etwas bringen. In dieser Zeit kümmere ich mich um die übrigen Zutaten und genieße es ehrlich gesagt, dass das Rezept nicht hektisch ist. Es hat einen ruhigen Ablauf, der gut in den Alltag passt.
Während die Kartoffeln im Wasser liegen, schäle ich die Zwiebeln und schneide sie in feine halbe Ringe oder kleine Stücke, je nachdem, worauf ich gerade Lust habe. Wenn ich Schinken verwende, stelle ich ihn direkt bereit. Petersilie wasche ich ebenfalls schon jetzt, hacke sie aber erst kurz vor dem Servieren, damit sie schön frisch bleibt. Manchmal nehme ich zusätzlich etwas Schnittlauch, weil er am Ende noch einmal eine freundliche, grüne Frische hineinbringt.
Nach dem Einweichen gieße ich die Kartoffeln ab und trockne sie gründlich. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, den man nicht unterschätzen sollte. Feuchte Kartoffeln werden in der Heißluftfritteuse nicht so schön, wie man es sich wünscht. Ich breite sie deshalb gern auf einem sauberen Küchentuch aus oder tupfe sie mit Küchenpapier trocken. Wenn ich besonders knusprige Bratkartoffeln haben möchte, gebe ich jetzt noch einen Esslöffel Speisestärke darüber. Das ist kein Muss, aber es sorgt für eine wunderbar feine, knusprige Hülle und macht die Kartoffeln fast ein bisschen so, als wären sie in einer sehr guten Imbissküche gemacht worden – nur leichter und sauberer.
Nun kommen die Kartoffeln in eine große Schüssel. Ich gebe das Olivenöl darüber, dazu Salz, Pfeffer, das edelsüße Paprikapulver und nach Wunsch etwas geräuchertes Paprikapulver für mehr Tiefe. Manchmal kommt auch eine kleine Prise Knoblauchpulver dazu, besonders wenn ich sie als Hauptgericht servieren möchte. Dann füge ich die Zwiebeln hinzu und, wenn ich die herzhafte Version mache, auch die Schinkenwürfel. Alles wird gut vermischt, damit jedes Kartoffelstück etwas von Öl und Gewürzen abbekommt. Schon an diesem Punkt sieht es nach einem Versprechen aus. Die Farben sind warm, die Kartoffeln glänzen leicht, und man ahnt schon, wie gut das Ganze gleich riechen wird.