27.10.2026

Mein einfaches Dinkelbrot aus dem Airfryer – knusprig, weich und überraschend leicht zu backen

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich zum ersten Mal die Idee hatte, Brot im Airfryer zu backen. Eigentlich war es eher ein spontaner Versuch als ein richtig geplanter Backtag. Draußen war es warm, und ich hatte absolut keine Lust, den großen Backofen anzuschalten und die ganze Küche aufzuheizen.

Trotzdem hatte ich große Lust auf frisches Brot.

Nicht irgendein Brot aus dem Supermarkt, sondern ein richtiges, selbst gebackenes Brot mit einer knusprigen Kruste und einer weichen, saftigen Krume. Dieses Brot, das schon beim Anschneiden so wunderbar duftet, dass man am liebsten sofort eine dicke Scheibe mit Butter essen möchte.

In meiner Küche stand mein Airfryer, den ich sonst eher für Gemüse, Kartoffeln oder kleine Snacks benutze. Ich dachte mir: Warum eigentlich nicht auch Brot?

Viele Menschen glauben, dass Brotbacken kompliziert ist. Sie denken an lange Gehzeiten, schwierige Techniken oder an spezielle Backöfen. Doch in Wirklichkeit kann Brotbacken unglaublich einfach sein – besonders wenn man einen Airfryer benutzt.

Der große Vorteil ist, dass der Airfryer sehr schnell aufheizt und die Hitze gleichmäßig verteilt. Dadurch entsteht eine schöne Kruste, während das Innere wunderbar weich bleibt.

Als ich mein erstes Dinkelbrot aus dem Airfryer aus dem Korb holte, war ich ehrlich gesagt selbst überrascht. Die Kruste war goldbraun, leicht knusprig, und das Brot fühlte sich erstaunlich locker an.

Der Duft war unglaublich.

Meine Familie stand innerhalb weniger Minuten in der Küche, weil sie wissen wollten, was so gut riecht.

Seit diesem Tag backe ich dieses Brot regelmäßig. Es ist einfach, schnell vorbereitet und gelingt fast immer. Besonders schön ist, dass man dafür keine komplizierten Zutaten braucht.

Nur Mehl, Wasser, Hefe und ein wenig Geduld.

Und natürlich der Airfryer.

Zutaten

350 g Dinkelmehl Type 630
200 ml lauwarmes Wasser
7 g Trockenhefe oder 20 g frische Hefe
1 Teelöffel Honig oder Ahornsirup (optional)
1 Teelöffel feines Meersalz
1 Esslöffel Olivenöl

Optional für die Kruste:

Haferflocken
Sonnenblumenkerne
Kürbiskerne
Sesam

Außerdem:

etwas Mehl für die Arbeitsfläche
Backpapier

Zubereitung

Zuerst bereite ich die Hefemischung vor. Dazu gebe ich das lauwarme Wasser in eine Schüssel und rühre den Honig oder Ahornsirup hinein. Diese kleine Menge Zucker hilft der Hefe, schneller aktiv zu werden und sorgt später für eine leicht goldene Kruste.

Anschließend streue ich die Trockenhefe in das Wasser und rühre kurz um. Wenn man frische Hefe verwendet, wird sie einfach direkt in das Wasser gebröselt.

Diese Mischung lasse ich nun etwa fünf bis zehn Minuten stehen. Nach kurzer Zeit bilden sich kleine Bläschen an der Oberfläche. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Hefe aktiv ist.

Während die Hefe arbeitet, mische ich das Dinkelmehl und das Salz in einer großen Schüssel. Ich rühre alles kurz durch, damit sich das Salz gleichmäßig verteilt.

Nun gieße ich die Hefemischung und das Olivenöl zum Mehl.

Mit einem Holzlöffel oder Teigschaber rühre ich alles zusammen, bis sich ein grober Teig bildet.

Danach kommt der wichtigste Schritt: das Kneten.

Ich lege den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche und knete ihn etwa acht bis zehn Minuten lang. Dabei wird der Teig immer glatter und elastischer.

Dinkelteig ist etwas empfindlicher als Weizenteig, deshalb sollte man ihn nicht zu hart kneten. Ein gleichmäßiger, ruhiger Knetvorgang ist ideal.

Der Teig sollte am Ende weich und geschmeidig sein.

Anschließend forme ich eine Kugel daraus und lege sie wieder in die Schüssel.

Die Schüssel decke ich mit einem Küchentuch ab und stelle sie an einen warmen Ort.

Nun beginnt die erste Gehzeit.

Der Teig darf etwa 60 bis 90 Minuten ruhen, bis sich sein Volumen ungefähr verdoppelt hat.

Das Brot formen

Sobald der Teig aufgegangen ist, nehme ich ihn aus der Schüssel und lege ihn erneut auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche.

Mit den Händen drücke ich vorsichtig die Luft aus dem Teig.

Danach forme ich daraus einen runden oder ovalen Laib. Wichtig ist, dass das Brot eine gleichmäßige Form bekommt, damit es im Airfryer gleichmäßig backen kann.

Nun lege ich ein Stück Backpapier in den Korb meines Airfryers und setze den Teig darauf.

Der Teig darf nun noch einmal etwa 20 bis 30 Minuten ruhen.

Kurz vor dem Backen schneide ich die Oberfläche mit einem scharfen Messer leicht ein. Diese kleinen Schnitte sorgen dafür, dass das Brot beim Backen schön aufreißt und eine rustikale Kruste bekommt.

Wer möchte, kann das Brot auch mit etwas Wasser bestreichen und mit Haferflocken oder Samen bestreuen.

Backen im Airfryer

Nun heize ich den Airfryer auf 180 Grad vor.

Sobald er warm ist, setze ich den Korb mit dem Brot hinein.

Zuerst backe ich das Brot etwa 15 Minuten bei 180 Grad.

In dieser Zeit beginnt das Brot aufzusteigen und eine schöne Kruste zu entwickeln.

Danach reduziere ich die Temperatur auf 160 Grad und lasse das Brot weitere 20 bis 25 Minuten backen.

Je nach Airfryer kann die Zeit leicht variieren.

Ein guter Trick ist, vorsichtig auf die Unterseite des Brotes zu klopfen. Wenn es hohl klingt, ist das Brot fertig gebacken.

Abkühlen lassen

Nachdem das Brot fertig ist, nehme ich es aus dem Airfryer und lege es auf ein Gitter.

Dieser Schritt ist wichtig, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Auch wenn es verlockend ist, sollte man das Brot nicht sofort anschneiden. Während des Abkühlens entwickelt es seine endgültige Struktur und seinen vollen Geschmack.

Servieren

Dieses Brot schmeckt besonders gut noch leicht warm.

Eine dicke Scheibe mit Butter oder etwas Honig reicht völlig aus, um glücklich zu sein.

Auch zu Käse, Marmelade oder Suppen passt es perfekt.

Tipps

Wenn man das Brot noch aromatischer machen möchte, kann man dem Teig zusätzlich:

Sonnenblumenkerne
Leinsamen
gehackte Nüsse

hinzufügen.

Auch ein kleiner Anteil Vollkornmehl gibt dem Brot einen intensiveren Geschmack.

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