Vor einigen Wochen bemerkte ich etwas Seltsames in meinem Garten. Neben der Betonplatte meines kleinen Gartenhäuschens tauchte plötzlich ein Loch auf. Anfangs schenkte ich dem nicht viel Aufmerksamkeit. Vielleicht war es nur ein kleines Tier, dachte ich, das ein wenig Erde bewegt hatte. Doch am nächsten Morgen war das Loch größer. Und am Tag danach sogar noch größer. Es sah fast so aus, als würde jemand unter meinem Gartenhäuschen einen richtigen Tunnel graben.
Natürlich begann ich mir Sorgen zu machen. Ein Gartenhaus steht zwar stabil auf einer Betonplatte, aber wenn darunter immer wieder Erde entfernt wird, kann das irgendwann Probleme verursachen. Risse im Fundament, abgesackter Boden oder sogar eine schiefe Konstruktion sind mögliche Folgen. Besonders dann, wenn ein Tier über längere Zeit unter dem Gebäude gräbt.
Also begann ich nachzuforschen, was dahinterstecken könnte. Tatsächlich gibt es mehrere Tiere, die dafür verantwortlich sein können. Häufig sind es Murmeltiere, Maulwürfe oder sogar Waschbären. Diese Tiere graben Tunnel, um Schutz zu finden oder Nahrung zu suchen. Besonders Orte unter Schuppen, Terrassen oder Gartenhäusern sind attraktiv, weil sie dort vor Regen und Raubtieren geschützt sind.
Das erste, was man in einer solchen Situation tun sollte, ist herauszufinden, welches Tier überhaupt verantwortlich ist. Murmeltiere zum Beispiel graben relativ große Eingänge, die etwa 15 bis 30 Zentimeter breit sein können. Oft sieht man daneben kleine Erdhaufen. Maulwürfe hingegen hinterlassen meist kleinere Hügel und komplexe unterirdische Gänge.
Eine einfache Methode, um herauszufinden, welches Tier aktiv ist, besteht darin, den Bereich am Abend kurz zu beobachten oder eine kleine Wildkamera aufzustellen. Viele Tiere werden erst in der Dämmerung oder nachts aktiv. Schon nach ein oder zwei Nächten kann man oft erkennen, wer der eigentliche Besucher im Garten ist.
Wenn man weiß, welches Tier den Tunnel gräbt, kann man gezielter reagieren. In vielen Fällen reicht es bereits, den Bereich weniger attraktiv zu machen. Tiere suchen sich Orte, die ruhig und sicher sind. Wenn dort plötzlich mehr Aktivität, Licht oder Geräusche auftreten, verlieren sie häufig das Interesse.