Was mir aber sehr schnell klar wurde: Eine Diät ist kein Wettlauf. Der Körper ist kein Gegner, den man überlisten muss. Alles, was mit Druck beginnt, endet meist mit Frust. Deshalb habe ich für mich entschieden, die Eier-Diät nicht als starres Regelwerk zu sehen, sondern als eine Phase der Vereinfachung.
Viele der bekannten Pläne listen genau auf, was man an welchem Tag essen soll. Frühstück mit Eiern und Zitrusfrüchten, mittags Gemüse oder mageres Fleisch, abends wieder Eier oder Salat. Diese Struktur kann hilfreich sein, vor allem am Anfang. Sie nimmt Entscheidungen ab. Man muss nicht ständig überlegen, was „erlaubt“ ist. Und genau das empfinden viele als befreiend.
Gleichzeitig habe ich gelernt, auf meinen Körper zu hören. Wenn ich satt war, habe ich aufgehört. Wenn mir etwas nicht gut tat, habe ich es angepasst. Ich habe nie versucht, etwas durchzuziehen, nur um eine Zahl auf der Waage zu sehen. Denn was bringt ein schneller Erfolg, wenn er sich nicht halten lässt?
In Gesprächen mit anderen Frauen habe ich gemerkt, dass viele ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Diejenigen, die die Eier-Diät als kurzen, klaren Rahmen genutzt haben, um alte Gewohnheiten zu unterbrechen, haben oft profitiert. Diejenigen, die sich unter Druck gesetzt haben, jeden Tag maximale Ergebnisse zu erwarten, waren schnell enttäuscht.