Es gibt Gerichte, die begleiten einen ein Leben lang. Für mich gehören Kartoffeln ganz klar dazu. Ich bin mit ihnen aufgewachsen, sie standen bei uns fast täglich auf dem Tisch, mal ganz schlicht, mal als Bratkartoffeln, mal aus dem Ofen, manchmal nur mit Salz und Butter. Kartoffeln waren nie etwas Besonderes, und gerade deshalb waren sie immer da. Heute, viele Jahre später, in einem Alltag, der oft schneller ist, als man es eigentlich möchte, greife ich immer noch gerne zu ihnen – nur die Zubereitung hat sich ein wenig verändert.
Als die Heißluftfritteuse bei uns eingezogen ist, war ich ehrlich gesagt skeptisch. Noch ein Küchengerät, dachte ich. Aber gerade bei einfachen Dingen wie Kartoffelscheiben habe ich schnell gemerkt, wie praktisch sie sein kann. Kein langes Vorheizen des Backofens, kein Fettgeruch in der Küche, kein ständiges Dabeistehen wie in der Pfanne. Und trotzdem dieses Ergebnis: außen goldbraun, innen weich, genau so, wie man es sich wünscht.
Diese Kartoffelscheiben aus der Heißluftfritteuse sind kein modernes Trendgericht, sondern eher eine zeitgemäße Version von etwas Altbekanntem. Sie passen zu fast allem, lassen sich gut variieren und sind ideal für Tage, an denen man etwas Warmes möchte, ohne lange in der Küche zu stehen. Ich mache sie als Beilage, manchmal auch einfach pur mit einem Joghurt-Dip, und oft verschwinden sie schneller vom Teller, als ich schauen kann. Für mich sind sie ein kleines Stück Alltag, ehrlich, bodenständig und genau deshalb so beliebt.
Zutaten
600 g festkochende Kartoffeln
2 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel Paprikapulver (edelsüß)
1 Teelöffel Knoblauchpulver
Salz nach Geschmack
Schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Kräuter nach Wahl, zum Beispiel Rosmarin oder Thymian, frisch oder getrocknet
Zubereitung
Zuerst kümmere ich mich immer um die Kartoffeln, denn sie sind die Grundlage für alles. Ich schäle sie gründlich, wobei ich darauf achte, eventuelle dunkle Stellen oder Keime sauber zu entfernen. Danach werden die Kartoffeln in gleichmäßige Scheiben geschnitten, etwa einen halben Zentimeter dick. Dieser Schritt ist wichtiger, als man denkt, denn nur wenn die Scheiben ähnlich dick sind, garen sie später gleichmäßig und werden gleichzeitig knusprig und weich.
Die geschnittenen Kartoffelscheiben gebe ich in eine große Schüssel, damit ich genug Platz zum Mischen habe. Nun kommt das Olivenöl dazu, das sich später wie ein feiner Film um jede Scheibe legen soll. Danach würze ich mit Paprikapulver, Knoblauchpulver, Salz und Pfeffer. Ich mische alles mit den Händen oder einem großen Löffel gründlich durch, bis wirklich jede Scheibe gut bedeckt ist. Dieser Moment erinnert mich immer ein bisschen an früher, wenn man einfach mit den Händen gearbeitet hat, ohne viel Schnickschnack.
Während die gewürzten Kartoffeln kurz ruhen, heize ich die Heißluftfritteuse auf 200 Grad Celsius vor. Das Vorheizen sorgt dafür, dass die Kartoffeln sofort mit der Hitze in Kontakt kommen und nicht erst anfangen zu dämpfen. Dann verteile ich die Kartoffelscheiben gleichmäßig im Korb der Heißluftfritteuse. Sie sollten möglichst nebeneinander liegen und nicht übereinander gestapelt sein, damit die heiße Luft jede Scheibe erreicht.