Wenn mir jemand vor ein paar Jahren erzählt hätte, dass ich mein Steak in einer Heißluftfritteuse zubereiten würde, hätte ich wahrscheinlich gelacht. Steak, das war für mich immer entweder etwas für die Pfanne oder für den Grill. Doch dann kam der Tag, an dem ich es einfach ausprobieren musste. Es war ein stressiger Abend, ich wollte etwas Besonderes auf dem Tisch haben, aber keine Lust, lange in der Küche zu stehen. Also legte ich ein gut gewürztes Steak in meinen Airfryer – und das Ergebnis war so überraschend gut, dass ich bis heute fast alle meine Steaks darin zubereite. Außen herrlich knusprig, innen saftig und genau auf den Punkt gegart. Seitdem ist das für mich kein Geheimtipp mehr, sondern meine Standard-Methode.
Zutaten für 1–2 Portionen
1 Rindersteak (ca. 300 g, z. B. Ribeye, Rumpsteak oder Filet)
2 EL Olivenöl
1 TL Salz
½ TL schwarzer Pfeffer
1 TL Knoblauchpulver
Optional: Rosmarin, Thymian, Paprikapulver, Chili-Flocken
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Steak vorbereiten
Das Steak etwa 20–30 Minuten vor dem Garen aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur erreicht. Dann von allen Seiten mit Olivenöl einreiben. Salz, Pfeffer und Knoblauchpulver gleichmäßig darüberstreuen und leicht einmassieren, damit die Gewürze haften.
2. Airfryer vorheizen
Die Heißluftfritteuse auf 200 °C einstellen und ca. 5 Minuten vorheizen lassen. Das sorgt dafür, dass das Fleisch sofort scharf angegart wird und eine schöne Kruste bekommt.
3. Steak garen
Das Steak in den Korb legen. Für medium-rare etwa 10 Minuten garen, für medium eher 12 Minuten. Je nach Dicke des Steaks kann die Zeit variieren. Am besten ein Fleischthermometer verwenden:
– rare: ca. 50–52 °C
– medium-rare: ca. 55–57 °C
– medium: ca. 60–63 °C
– well done: über 70 °C
4. Steak ruhen lassen
Nach dem Garen das Steak herausnehmen und auf einem Brett 5 Minuten ruhen lassen. So bleiben die Fleischsäfte im Inneren und das Steak wird zart und saftig.
5. Servieren
Das Steak in Scheiben schneiden, nach Belieben mit frischen Kräutern bestreuen und sofort genießen.
Tipps & Varianten
– Wer es besonders aromatisch mag, legt beim Garen einen Zweig Rosmarin oder Thymian mit in den Korb.
– Statt Olivenöl kann man auch Butterschmalz verwenden – das gibt einen intensiveren Geschmack.
– Für eine würzige Note Paprikapulver oder Chili in die Marinade mischen.
– Wer mehrere Steaks zubereiten möchte, sollte darauf achten, dass sie nicht übereinander liegen – lieber in zwei Durchgängen garen.
Ich erinnere mich noch, wie ich das erste Mal für Freunde Airfryer-Steaks gemacht habe. Sie schauten mich ungläubig an: „Im Airfryer? Das kann doch nichts werden.“ Als sie die ersten Bissen nahmen, war plötzlich Stille – und dann nur noch ein zufriedenes Nicken. Seitdem fragen sie oft, ob ich wieder „die Airfryer-Steaks“ machen kann.
Natürlich habe ich auch Fehler gemacht. Einmal war das Steak zu dick und ich habe es zu kurz drin gelassen – es war innen fast roh. Ein anderes Mal habe ich es zu lange gegart, weil ich telefoniert habe, und es war ziemlich durch. Aber das Gute ist: man lernt schnell, und mit einem Fleischthermometer ist es fast narrensicher.
Airfryer-Steak passt perfekt zu klassischen Beilagen wie knusprigen Kartoffelspalten, einem frischen Rucola-Salat oder gegrilltem Gemüse. Auch eine selbstgemachte Kräuterbutter oder eine Pfeffersoße machen das Gericht zu etwas Besonderem.
Wenn Reste übrig bleiben (was selten passiert), kann man das Steak am nächsten Tag kalt in Streifen schneiden und in einen Salat geben. Oder kurz im Airfryer bei 160 °C für 2–3 Minuten aufwärmen – so bleibt es zart und saftig.