Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Schmalz oder Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin langsam glasig werden lassen.
Das Sauerkraut dazugeben und einige Minuten mitbraten. Diesen Schritt sollte man nicht auslassen, denn durch das leichte Anrösten bekommt das Kraut einen kräftigeren und runderen Geschmack.
Anschließend Brühe, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Zucker hinzufügen. Alles gut vermischen und zunächst etwa 15 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze schmoren lassen.
Währenddessen die Kartoffeln schälen. Kleine Kartoffeln können ganz bleiben, größere werden halbiert. Anschließend zwischen das Sauerkraut setzen.
Die Würste ebenfalls in den Topf geben. Einige können ganz bleiben, andere kann man in dicke Stücke schneiden – so bekommt man genau diesen rustikalen Charakter wie auf dem Bild.
Den Topf abdecken und alles bei niedriger Hitze weitere 30–40 Minuten schmoren lassen. Zwischendurch vorsichtig umrühren und kontrollieren, ob noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Falls nötig, etwas Brühe nachgießen.
Damit es richtig deftig schmeckt
Geräucherte Wurst passt besonders gut, weil sie während des Schmorens viel Aroma an das Sauerkraut abgibt. Krakauer oder Mettwurst sind deshalb eine sehr gute Wahl.
Beim Salz sollte man zunächst zurückhaltend sein. Sauerkraut, Brühe und geräucherte Wurst bringen bereits einiges an Würze mit. Lieber erst ganz zum Schluss probieren und dann nachwürzen.
Wer das Sauerkraut etwas milder mag, kann den kleinen Löffel Zucker verwenden. Er soll das Gericht nicht süß machen, sondern lediglich die kräftige Säure etwas ausgleichen.
Wie bei Oma servieren
Am besten kommt der ganze Topf direkt auf den Tisch: weiches Sauerkraut, kleine Kartoffeln und ordentlich Wurst. Dazu braucht es eigentlich keine weitere Beilage.
Ein Klecks mittelscharfer Senf passt hervorragend dazu. Und wenn etwas übrig bleibt, nicht wegwerfen: am nächsten Tag langsam in der Pfanne aufgewärmt schmeckt das Sauerkraut fast noch besser.