3. Von Natur aus glutenfrei
Ein großer Vorteil der Amaranthsamen besteht darin, dass Amaranth von Natur aus kein Gluten enthält. Deshalb wird er häufig als Alternative zu klassischen glutenhaltigen Getreidesorten verwendet.
Die kleinen Samen können gekocht und beispielsweise als Beilage oder Grundlage für Frühstücksgerichte verwendet werden. Auch Amaranthmehl findet man mittlerweile in vielen Rezepten.
Menschen mit Zöliakie müssen allerdings zusätzlich auf mögliche Kreuzkontaminationen achten. Ein von Natur aus glutenfreier Rohstoff ist nicht automatisch garantiert glutenfrei, wenn er zusammen mit glutenhaltigem Getreide verarbeitet oder abgefüllt wurde.
4. Enthält sekundäre Pflanzenstoffe
Amaranth enthält verschiedene natürliche Pflanzenstoffe, darunter phenolische Verbindungen und Flavonoide. Solche Stoffe werden unter anderem wegen ihrer antioxidativen Eigenschaften untersucht.
Antioxidative Verbindungen sind interessant, weil sie mit oxidativen Prozessen im Körper zusammenhängen. Daraus sollte allerdings nicht der Schluss gezogen werden, dass Amaranth allein bestimmte Krankheiten verhindern oder behandeln könne.
Sinnvoller ist es, die Pflanze als einen Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung mit vielen unterschiedlichen pflanzlichen Lebensmitteln zu betrachten.
5. Eine zusätzliche Ballaststoffquelle
Amaranthsamen enthalten Ballaststoffe und können deshalb dazu beitragen, die Ballaststoffmenge einer Mahlzeit zu erhöhen.
Ballaststoffe gehören zu einer ausgewogenen Ernährung und spielen für die normale Verdauung eine wichtige Rolle. Wer bislang nur wenige ballaststoffreiche Lebensmittel isst, sollte größere Mengen allerdings schrittweise in die Ernährung aufnehmen.
Amaranth lässt sich dafür unkompliziert mit Gemüse, Hülsenfrüchten oder anderen ballaststoffreichen Lebensmitteln kombinieren.
6. Interessant für eine herzbewusste Ernährung
Amaranth wird auch im Zusammenhang mit Cholesterin und Herz-Kreislauf-Ernährung untersucht. Dabei werden unter anderem seine Ballaststoffe und bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe betrachtet.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Amaranth erhöhte Cholesterinwerte einfach „senkt“ oder Medikamente ersetzen kann. Ernährung wirkt immer als Gesamtpaket.
Als Bestandteil eines Speiseplans mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollwertkost und weiteren pflanzlichen Lebensmitteln kann Amaranth jedoch gut in eine herzbewusste Ernährung passen.
7. Vielseitig in der Küche
Ein besonders praktischer Vorteil ist die Vielseitigkeit. Die Samen können gekocht, gepufft oder zu Mehl verarbeitet werden.
Gekochter Amaranth eignet sich beispielsweise für Frühstücksbrei, Suppen, Gemüsegerichte oder als Beilage. Gepuffter Amaranth kann Müslis oder Joghurt ergänzen.
Junge essbare Amaranthblätter können – bei sicherer Bestimmung einer geeigneten Art – ähnlich wie Spinat oder anderes Blattgemüse zubereitet werden.
Damit ist die Pflanze deutlich vielseitiger, als ihr unscheinbares Aussehen zunächst vermuten lässt.
8. Mineralstoffe in den Samen
Amaranthsamen liefern verschiedene Mineralstoffe, darunter beispielsweise Magnesium und Eisen. Auch deshalb werden sie häufig als ernährungsphysiologisch interessantes Pseudogetreide beschrieben.
Mineralstoffe erfüllen zahlreiche Aufgaben im Körper. Entscheidend ist allerdings wiederum die gesamte Ernährung und nicht die möglichst hohe Aufnahme eines einzelnen Lebensmittels.
Gerade die Kombination aus Mineralstoffen, pflanzlichem Eiweiß und Ballaststoffen macht die Samen interessant.
9. Kann für vegetarische und vegane Gerichte interessant sein
Durch die Kombination aus pflanzlichem Eiweiß und vielseitiger Zubereitung lässt sich Amaranth gut in vegetarische und vegane Mahlzeiten integrieren.
Man kann ihn beispielsweise mit Linsen, Bohnen oder Kichererbsen kombinieren und Gemüse hinzufügen. Auch als Bestandteil von Bratlingen, gefülltem Gemüse oder herzhaften Pfannengerichten lässt er sich verwenden.
Damit bietet Amaranth eine weitere Möglichkeit, den Speiseplan abwechslungsreicher zu gestalten.
10. Eine Pflanze mit erstaunlich vielen Verwendungsmöglichkeiten
Das vielleicht Interessanteste an Amaranth ist, dass eine auf den ersten Blick gewöhnliche Pflanze so unterschiedlich genutzt werden kann.
Blätter können bei geeigneten essbaren Arten als Gemüse dienen, während die Samen wie ein Pseudogetreide verarbeitet werden. Aus ihnen lassen sich Brei, Beilagen, gepuffter Amaranth oder Mehl herstellen.
Allerdings sollte man nicht irgendeine ähnlich aussehende Wildpflanze aus dem Garten sammeln und essen. Eine sichere Bestimmung der Art ist wichtig, ebenso sollte man Pflanzen von mit Pestiziden behandelten oder anderweitig belasteten Standorten nicht verwenden.
Amaranth ist also kein geheimnisvolles Heilmittel, sondern etwas viel Praktischeres: eine vielseitige Pflanze, die je nach Art und Pflanzenteil interessante Nährstoffe liefert und auf überraschend viele Arten in der Küche verwendet werden kann.