Zubereitung
Wenn ich dieses Gericht zubereite, beginne ich immer ganz ruhig, ohne Eile, denn ich habe mit der Zeit gelernt, dass genau dieser erste Schritt entscheidet, wie sich das ganze Kochen anfühlt, ob es stressig wird oder ob es etwas ist, das man wirklich genießen kann, und deshalb nehme ich mir einen Moment Zeit, schneide das Hähnchen in gleichmäßige Stücke, nicht zu klein, damit es saftig bleibt, aber auch nicht zu groß, damit es gleichmäßig gart, und allein dieser Schritt hat etwas Beruhigendes, weil man sich auf eine Sache konzentriert und alles andere kurz ausblendet.
Danach kommt die Marinade, und ich liebe diesen Teil besonders, weil hier der Geschmack entsteht, hier entscheidet sich, ob das Fleisch später einfach nur „gut“ oder wirklich besonders wird, und ich gebe das Olivenöl in eine Schüssel, den Zitronensaft, den Knoblauch, die Gewürze, alles zusammen, rühre es langsam um und probiere manchmal sogar schon einen kleinen Tropfen, einfach um zu fühlen, ob die Balance stimmt, ob es etwas mehr Salz braucht oder vielleicht noch ein Hauch Zitronensaft fehlt, und genau diese kleinen Anpassungen machen am Ende den Unterschied.
Das Hähnchen kommt dann dazu, wird gut durchgemischt, sodass jedes Stück etwas von dieser Marinade abbekommt, und ich lasse es am liebsten ein bisschen stehen, mindestens eine halbe Stunde, manchmal länger, wenn ich Zeit habe, denn je länger es zieht, desto intensiver wird der Geschmack, und genau das merkt man später bei jedem Bissen.
Während das Fleisch mariniert, bereite ich die Soße vor, und das ist wirklich einer meiner Lieblingsmomente, weil es so einfach ist und trotzdem so viel ausmacht, ich nehme den Joghurt, die Mayonnaise, den Zitronensaft, den Knoblauch, die Kräuter, alles in eine Schüssel, rühre es langsam glatt und schmecke es ab, und jedes Mal denke ich mir, wie unglaublich so eine einfache Soße sein kann, wenn die Zutaten gut zusammenpassen.
Dann kommt das Grillen, und hier ist es wichtig, nicht zu viel auf einmal zu machen, damit die Hitze gleichmäßig bleibt, ich lege die Hähnchenstücke auf den Grill oder in die Grillpfanne und lasse sie einfach in Ruhe, ohne ständig zu wenden, denn genau so entstehen diese schönen Grillspuren, dieser leichte Röstaroma, das dem Fleisch diesen typischen Geschmack gibt, den man sonst nur vom Sommer kennt.
Nach ein paar Minuten wende ich die Stücke, lasse sie fertig garen und achte darauf, sie nicht zu lange drauf zu lassen, denn nichts ist schlimmer als trockenes Hähnchen, und genau deshalb nehme ich sie lieber einen Moment früher runter und lasse sie kurz ruhen, damit sie saftig bleiben.
Wenn alles fertig ist, kommt der schönste Moment, das Anrichten, ich lege die Hähnchenstücke auf einen Teller, gebe die Soße dazu, streue etwas frische Petersilie darüber und serviere es am liebsten noch warm, vielleicht mit etwas Brot oder einfach so, und jedes Mal freue ich mich auf diesen ersten Bissen, weil ich genau weiß, wie gut es schmecken wird.