Zubereitung
Zuerst nehme ich eine große Schüssel und gebe alle trockenen Zutaten hinein. Die gemahlenen Mandeln bilden die Basis und sorgen später für diesen leicht nussigen Geschmack. Das Leinsamenmehl bringt Struktur hinein, während die Flohsamenschalen dafür verantwortlich sind, dass das Brot seine typische Konsistenz bekommt. Sie wirken wie ein natürliches Bindemittel und geben dem Teig Stabilität, ganz ohne klassisches Mehl.
Ich vermische diese Zutaten gründlich mit einem Löffel, damit sich alles gleichmäßig verteilt. Dann kommen die feuchten Zutaten dazu: das warme Wasser, der Joghurt, das Eiweiß und der Essig. Der Essig ist wichtig, auch wenn man ihn später nicht schmeckt – er unterstützt den Teig dabei, beim Backen eine schöne Lockerung zu bekommen.
Nun beginnt der Teil, den ich am meisten mag: das Kneten. Ich arbeite den Teig mit den Händen durch, langsam und geduldig. Anfangs wirkt er noch weich, doch nach kurzer Zeit merkt man, wie die Flohsamenschalen anfangen zu quellen. Der Teig wird fester, geschmeidiger und lässt sich gut formen.
Nach dem Kneten lasse ich den Teig etwa zehn Minuten ruhen. Dieser Schritt ist entscheidend, denn in dieser Zeit entwickelt sich die endgültige Struktur. Danach forme ich mit leicht angefeuchteten Händen einen Brotlaib und lege ihn auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Wer möchte, kann die Oberfläche leicht einschneiden oder mit ein paar Kernen bestreuen.
Der Ofen ist inzwischen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Das Brot backt nun etwa 70 bis 80 Minuten. Diese lange Backzeit sorgt dafür, dass es innen vollständig durchbackt und außen eine schöne Kruste entwickelt.
Wenn ich das Brot aus dem Ofen hole, klingt es beim Klopfen auf die Unterseite leicht hohl – ein Zeichen, dass es fertig ist. Dann lasse ich es unbedingt vollständig auf einem Gitter auskühlen. Auch wenn die Versuchung groß ist, es sofort anzuschneiden: Erst nach dem Abkühlen bekommt es seine perfekte Konsistenz.