27.10.2026

Such dir einen Stuhl aus und sieh, wer für immer an deiner Seite sitzen wird – ein stiller Gedankengang aus einem ganz normalen Leben

Was mich an dieser Übung so berührt hat, ist, dass keine Wahl falsch ist. Jede Entscheidung erzählt eine Geschichte. Vielleicht sogar mehrere. Und manchmal ändert sich die Wahl im Laufe des Lebens. Was sich mit Anfang zwanzig richtig angefühlt hat, fühlt sich mit vierzig ganz anders an. Und das ist völlig in Ordnung.

Ich habe gemerkt, dass diese Frage auch viel darüber sagt, wo man gerade steht. Ob man Nähe sucht, Sicherheit, Stabilität oder Selbstständigkeit. Ob man müde ist oder bereit für Neues. Ob man loslassen muss oder festhalten möchte.

Solche Bilder funktionieren auf Facebook nicht ohne Grund so gut. Sie sind einfach, zugänglich und trotzdem tief. Sie laden dazu ein, kurz stehen zu bleiben und nach innen zu schauen. Und genau das tun wir viel zu selten. Wir funktionieren, wir planen, wir reagieren. Aber wir fragen uns selten: Was brauche ich eigentlich gerade?

Vielleicht ist es genau das, was diese drei Stühle uns sagen wollen. Dass wir ehrlich zu uns selbst sein dürfen. Dass wir anerkennen dürfen, was wir erlebt haben. Und dass es okay ist, sich nach etwas anderem zu sehnen als noch vor ein paar Jahren.

Ich habe meinen Stuhl gewählt. Still, für mich. Und ich habe verstanden, warum genau dieser sich richtig anfühlt. Nicht, weil er perfekt ist, sondern weil er zu meinem Leben passt, so wie es jetzt ist.

Vielleicht schaust du dir diese Stühle an und spürst auch sofort, welcher dich anspricht. Hör auf dieses Gefühl. Es kennt dich besser, als du denkst. Und egal, welchen Stuhl du wählst – er sagt nicht, wer du sein solltest. Er zeigt nur, wer du gerade bist. Und das reicht vollkommen.

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