Auf den inneren Ring streiche ich nun die Frischkäsecreme. Dabei lasse ich am Rand etwa zwei bis drei Zentimeter frei, damit später nichts herausläuft. Anschließend verteile ich die gut abgetropften Kirschen gleichmäßig auf der Creme. Ich drücke sie nicht hinein, sondern lege sie locker darauf. So bleiben sie saftig und sichtbar.
Nun forme ich den Kranz. Dazu nehme ich jede Teigspitze und klappe sie von außen nach innen über die Füllung. Ich drücke sie leicht an, aber nicht zu fest. Es ist völlig in Ordnung, wenn hier und da etwas Füllung zu sehen ist – das macht den Kranz später besonders hübsch.
Der fertige Kranz wandert nun in den vorgeheizten Ofen. Ich backe ihn etwa 22 bis 25 Minuten, bis der Teig schön aufgegangen und goldbraun ist. Sollte er oben zu schnell Farbe bekommen, decke ich ihn locker mit Backpapier ab. Nach dem Backen lasse ich ihn auf dem Blech etwas abkühlen, bevor ich ihn vorsichtig auf ein Kuchengitter ziehe.
Wenn ich Zeit und Lust habe, rühre ich aus Puderzucker und Milch eine einfache Glasur an und träufle sie über den abgekühlten Kranz. Das ist kein Muss, aber ein schönes Extra.
Tipps, Varianten und kleine Geheimnisse
Dieser Kirsch-Frischkäse-Kranz ist unglaublich vielseitig. Statt Kirschen kann man auch Aprikosen, Heidelbeeren oder Apfelstücke verwenden. Wer es weniger süß mag, reduziert einfach den Zucker in der Frischkäsecreme.
Ich habe ihn schon mit etwas Zitronenabrieb im Frischkäse gebacken, was ihm eine frische Note gibt. Auch ein Hauch Zimt passt wunderbar zu den Kirschen. Für besondere Anlässe streue ich nach dem Backen noch ein paar gehobelte Mandeln darüber.
Am besten schmeckt der Kranz leicht lauwarm oder am selben Tag. Sollte doch einmal ein Stück übrig bleiben, hält er sich gut abgedeckt im Kühlschrank bis zum nächsten Tag – wobei das bei uns selten vorkommt.
Dieser Kranz ist kein kompliziertes Meisterwerk, sondern ein ehrliches, gemütliches Gebäck. Genau deshalb lieben ihn alle. Er ist einer dieser Kuchen, die man einmal backt – und dann immer wieder.