Es gibt Tage, an denen man schon am Nachmittag spürt, dass man abends keine Lust mehr hat, lange in der Küche zu stehen. Der Tag war hektisch, vielleicht war es im Büro stressig, vielleicht sind die Kinder durcheinandergerannt oder das Telefon hat nicht aufgehört zu klingeln. Und trotzdem möchte man am Ende des Tages etwas Warmes auf dem Tisch haben, etwas, das nicht nur den Bauch füllt, sondern auch ein kleines Gefühl von Geborgenheit gibt. Genau so ein Gericht ist für mich die Hähnchen-Pilzpfanne.
Ich erinnere mich noch an das erste Mal, als ich sie gemacht habe. Es war einer dieser Abende, an dem ich eigentlich schon fast zum Telefon gegriffen hätte, um etwas zu bestellen. Die Müdigkeit war groß, die Motivation gering. Im Kühlschrank lag aber noch eine Packung Hähnchenbrustfilets, ein paar Champignons, eine Zwiebel und etwas Sahne. „Daraus muss doch irgendwas gehen“, dachte ich mir. Also habe ich alles in die Pfanne gegeben, ein bisschen gewürzt, Brühe dazu – und plötzlich entstand eine Sauce, die so cremig war, dass ich sofort wusste: Das muss ich mir merken. Mein Mann kam in die Küche, hob neugierig den Deckel und meinte nur: „Das riecht aber gut!“ Seitdem hat dieses Gericht einen festen Platz in unserem Alltag gefunden.
Mit der Zeit habe ich das Rezept immer wieder angepasst, und irgendwann habe ich es auch so verändert, dass es perfekt in eine Low Carb Ernährung passt. Denn wenn man die richtige Sahne nimmt, die richtige Brühe und das Ganze ohne Beilagen wie Nudeln oder Reis serviert, sondern vielleicht mit Zucchininudeln oder einfach einem knackigen Salat, dann ist es ein ideales Abendessen, das satt macht, ohne zu belasten.
Zutaten für 4 Portionen
500 g Hähnchenbrustfilet
300 g Champignons
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
200 ml Sahne (mindestens 30 %, ungesüßt)
100 ml Hühnerbrühe (am besten selbstgemacht oder ohne Zuckerzusatz)
2 EL Olivenöl
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
Salz und Pfeffer
Frische Petersilie zum Bestreuen
Zubereitung
Zuerst nehme ich mir das Hähnchen vor. Ich spüle die Filets unter kaltem Wasser ab, tupfe sie mit Küchenpapier trocken und schneide sie in gleichmäßige Würfel. Früher habe ich sie manchmal zu groß gelassen, dann dauert das Braten länger, und innen bleibt das Fleisch zäh. In Würfeln von etwa 2 x 2 cm gart es gleichmäßig, bleibt saftig und bekommt außen eine schöne goldbraune Farbe.
Dann kommen die Champignons dran. Ich wische sie nur mit einem feuchten Tuch ab, denn wenn man sie unter fließendes Wasser hält, saugen sie sich voll und verlieren später in der Pfanne zu viel Flüssigkeit. Ich schneide sie in dünne Scheiben, nicht zu fein, damit sie beim Braten noch Struktur behalten.
Die Zwiebel hacke ich fein, ebenso den Knoblauch. Manchmal brate ich die Zwiebel sogar zuerst alleine an, weil sie dann süßer wird und der Sauce mehr Tiefe gibt. Der Knoblauch kommt etwas später dazu, damit er nicht verbrennt und bitter wird.
Jetzt erhitze ich das Olivenöl in einer großen Pfanne. Ich gebe die Hähnchenwürfel hinein und brate sie rundherum an. Etwa fünf bis sieben Minuten reichen, bis sie goldbraun sind. Wichtig: nicht zu viel Fleisch auf einmal in die Pfanne geben, sonst tritt Flüssigkeit aus und es kocht eher, als dass es brät. Lieber in zwei Runden braten, wenn die Pfanne kleiner ist.
Sobald das Hähnchen eine schöne Farbe hat, nehme ich es kurz heraus und stelle es zur Seite. Dann gebe ich die Zwiebelwürfel ins heiße Öl, brate sie glasig, füge den Knoblauch hinzu und nach ein, zwei Minuten die Champignons. Jetzt fängt es an, richtig lecker zu duften. Die Pilze lasse ich so lange braten, bis sie leicht gebräunt sind.
Dann gieße ich die Brühe hinein und kratze dabei die Röststoffe vom Pfannenboden ab – das gibt der Sauce richtig viel Geschmack. Danach kommt die Sahne dazu. Ich rühre alles gut um und lasse es einige Minuten köcheln, bis die Sauce eindickt. Jetzt gebe ich das Hähnchen wieder zurück in die Pfanne, würze mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer und lasse alles noch ein paar Minuten zusammen köcheln, damit sich die Aromen verbinden.
Zum Schluss streue ich frische Petersilie darüber – das gibt nicht nur Farbe, sondern auch Frische.
Dieses Gericht ist ein echter Allrounder. Man kann es einfach so essen, ohne Beilage, und es macht trotzdem satt. Für eine klassische Low Carb Variante kombiniere ich es gerne mit Zoodles (Zucchininudeln), Blumenkohlreis oder einfach einem grünen Salat. Wer es etwas reichhaltiger mag, kann noch ein paar Brokkoliröschen in der Sauce mitgaren.
Manchmal gebe ich auch etwas Parmesan hinein – dann wird die Sauce noch cremiger und hat einen schönen Umami-Geschmack. Wenn man Paprikapulver durch eine Prise Chili ersetzt, bekommt das Ganze eine angenehme Schärfe.
Und noch ein Tipp aus der Praxis: Diese Pfanne eignet sich hervorragend zum Vorbereiten. Man kann sie am Abend kochen und am nächsten Tag einfach aufwärmen – die Sauce schmeckt dann oft sogar noch besser.
Ein Badezimmer, das schon beim Betreten angenehm frisch riecht, ist für viele Menschen ein kleines…
Wenn es nach einem langen Arbeitstag schnell gehen muss, aber trotzdem etwas Herzhaftes auf den…
Manchmal sind es die einfachsten Dinge im Haushalt, die für die größte Überraschung sorgen. Zwei…
Manchmal sind es die einfachsten Dinge aus der Küche, die uns am meisten überraschen. Wer…
Es gibt Desserts, die man einmal ausprobiert und danach nie wieder vergisst. Genau so ging…
Manchmal entdeckt man im Internet einen Tipp, der zunächst so einfach klingt, dass man ihn…