Ganz ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann Hefeteig ohne normales Mehl mache und trotzdem zufrieden bin. Für mich war das immer so ein klassisches Ding aus der Kindheit – warm, weich, dieser typische Duft in der Küche… das kann man doch nicht einfach ersetzen. Aber irgendwann kommt dieser Moment, wo man ein bisschen mehr auf sich achten will, ohne komplett auf alles zu verzichten. Genau da habe ich angefangen zu experimentieren.
Am Anfang war ich wirklich skeptisch. Low Carb und Hefeteig – passt das überhaupt zusammen? Wird das nicht trocken oder irgendwie komisch? Aber ich hab’s einfach ausprobiert. Und was soll ich sagen… es hat funktioniert. Nicht perfekt wie beim Bäcker, aber richtig gut – und vor allem ohne dieses schwere Gefühl danach.
Ich mache diesen Teig inzwischen ziemlich oft, vor allem am Wochenende. Man braucht keine komplizierten Sachen, nur ein bisschen Gefühl beim Kneten und Geduld beim Gehenlassen.
Zutaten:
20 g frische Hefe
200 ml Milch (lauwarm)
200 g Magerquark
1 Prise Salz
1 EL Xylit
50 g gemahlene Flohsamenschalen
300 g Mandelmehl
50 g Kokosmehl
2 Eier
Zubereitung:
Ich fange immer damit an, die Hefe mit ein paar Löffeln von der warmen Milch zu verrühren. Nicht zu heiß, sonst geht die Hefe kaputt – einfach angenehm warm. Dann gebe ich alles in eine große Schüssel und knete es ordentlich durch. Am Anfang denkt man vielleicht, das wird nichts, aber nach ein paar Minuten wird der Teig richtig schön weich.
Die restliche Milch gebe ich nach und nach dazu, bis der Teig nicht mehr klebt, aber auch nicht zu trocken ist. Das ist so ein bisschen Gefühlssache – einfach schauen, dass er sich vom Schüsselrand löst.
Dann decke ich ihn ab und lasse ihn etwa eine Stunde ruhen. Am besten an einem warmen Ort. Er geht nicht ganz so stark auf wie normaler Hefeteig, aber man sieht schon, dass sich was tut.
Danach kannst du ihn ganz normal weiterverwenden. Ich mache daraus meistens kleine Brötchen oder eine schnelle Pizza. Man kann ihn auch etwas flach ausrollen und belegen – funktioniert wirklich gut.
Was ich besonders daran mag: Er ist nicht so schwer im Magen. Man kann essen und fühlt sich danach trotzdem gut. Und geschmacklich ist er leicht nussig, durch das Mandelmehl – richtig angenehm.
Ganz ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass ich mal freiwillig auf normalen Hefeteig verzichte. Aber seit ich diesen hier mache, vermisse ich den alten kaum noch.
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