Zutaten für das cremige Zitronendessert
Für etwa 4 bis 6 Portionen benötigen Sie:
400 ml Milch
Abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
1 TL Vanillezucker
2 Eigelb
40 g Zucker
15 g Maisstärke
Saft von 1 Zitrone
150 g gezuckerte Kondensmilch
100 ml kalte Schlagsahne (optional, für eine luftigere Creme)
Etwas Kakaopulver, Zimt oder geriebene Schokolade zum Bestreuen
Die Menge der Kondensmilch lässt sich nach Geschmack leicht anpassen. Wer es weniger süß mag, beginnt mit einer kleineren Menge und probiert die fertige Creme vor dem Kühlen.
Zubereitung Schritt für Schritt
1. Milch mit Zitrone und Vanille erwärmen
Zunächst die Zitrone gründlich unter warmem Wasser waschen und abtrocknen. Anschließend die gelbe Schale fein abreiben. Dabei möglichst wenig von der weißen Schicht verwenden, da diese bitter schmecken kann.
Die Milch in einen kleinen Topf geben und die Zitronenschale zusammen mit dem Vanillezucker hinzufügen.
Alles langsam erhitzen, bis die Milch heiß ist und leicht zu dampfen beginnt. Danach den Topf kurz vom Herd nehmen.
Lassen Sie die Zitronenschale einige Minuten in der warmen Milch ziehen. Dadurch entwickelt sich ein besonders angenehmes Aroma.
2. Eigelb, Zucker und Maisstärke verrühren
Während die Milch erwärmt wird, die beiden Eigelbe in eine Schüssel geben.
Den Zucker hinzufügen und alles mit einem Schneebesen gründlich verrühren.
Anschließend die Maisstärke einarbeiten, bis eine glatte Masse ohne Klümpchen entsteht.
Dieser Schritt ist wichtig, denn schlecht verrührte Stärke kann später kleine Klümpchen in der Creme bilden.
3. Die warme Milch langsam einarbeiten
Nun einige Esslöffel der warmen Milch unter ständigem Rühren zur Eigelbmischung geben.
Danach nach und nach die restliche Milch einrühren. Wer keine Stückchen Zitronenschale in der Creme möchte, kann die Milch vorher durch ein Sieb gießen.
Das langsame Vermischen verhindert, dass die Eigelbe durch die Hitze plötzlich stocken.
4. Die Creme eindicken lassen
Die Mischung zurück in den Topf geben und bei mittlerer bis niedriger Hitze unter ständigem Rühren erwärmen.
Nach einigen Minuten beginnt die Masse merklich dicker zu werden.
Sobald die Creme aufkocht, unter Rühren noch ungefähr eine Minute sanft köcheln lassen, damit die Stärke vollständig bindet.
Anschließend den Topf vom Herd nehmen.
Die Creme sollte jetzt eine glatte, puddingartige Konsistenz besitzen.
5. Abkühlen lassen und Zitronensaft hinzufügen
Die fertige Creme in eine Schüssel umfüllen und ein Stück Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen. So bildet sich beim Abkühlen keine Haut.
Die Creme zunächst etwas abkühlen lassen und anschließend kalt stellen, bis sie vollständig abgekühlt ist.
Erst jetzt den frisch gepressten Zitronensaft hinzufügen und gründlich unterrühren.
Dadurch bleibt der Zitronengeschmack frisch und angenehm.
6. Kondensmilch unterrühren
Nun die gezuckerte Kondensmilch portionsweise hinzufügen.
Mit einem Handmixer oder Schneebesen alles aufschlagen, bis eine gleichmäßige, cremige Masse entsteht.
Falls die Creme durch das Abkühlen sehr fest geworden ist, zunächst kurz glatt rühren und erst danach die Kondensmilch einarbeiten.
Wer eine besonders luftige Nachspeise bevorzugt, kann zusätzlich 100 ml kalte Schlagsahne steif schlagen und vorsichtig unterheben.
So erhält das Dessert eine leichtere, fast mousseartige Konsistenz.
7. In eine Schüssel füllen und dekorieren
Die fertige Zitronencreme in eine flache Dessertschüssel oder mehrere kleine Gläser verteilen.
Die Oberfläche mit einem Löffel oder einer Teigkarte glatt streichen.
Anschließend nach Geschmack mit Kakaopulver, etwas Zimt oder fein geriebener Schokolade bestreuen.
Für eine besonders gleichmäßige Oberfläche empfiehlt sich ein kleines Küchensieb.
8. Kühlen und genießen
Das Dessert mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Noch besser wird die Konsistenz, wenn es ein bis zwei Stunden durchkühlen kann.
Danach direkt aus dem Kühlschrank servieren.
Die Creme schmeckt herrlich frisch, ist angenehm süß und zergeht beinahe auf der Zunge.
Der kleine Trick für eine besonders cremige Konsistenz
Bei diesem Dessert kommt es nicht nur auf die Zutaten an, sondern auch auf die richtige Temperatur.
Die Milch sollte nicht kochend heiß auf einmal mit den Eigelben vermischt werden. Sonst können diese gerinnen und kleine Stückchen bilden.
Ebenso wichtig ist das ständige Rühren beim Eindicken. Besonders am Topfboden setzt sich die Stärke schnell ab, wenn man die Creme unbeaufsichtigt lässt.
Und noch etwas habe ich beim Zubereiten gelernt: Die Kondensmilch sollte erst hinzugefügt werden, wenn die Grundcreme abgekühlt ist. So lässt sie sich besonders gleichmäßig einarbeiten.
Wer diese Kleinigkeiten beachtet, erhält eine wunderbar glatte Creme, die sowohl im Glas als auch in einer großen Dessertschüssel schön aussieht.
Drei leckere Varianten, die Sie ausprobieren sollten
Mit weißer Schokolade: Wer es besonders cremig und süß mag, kann 50 g geschmolzene, leicht abgekühlte weiße Schokolade unter die Creme rühren. Dadurch erhält das Dessert eine feine Schokoladennote.
Mit frischen Beeren: Himbeeren, Erdbeeren oder Heidelbeeren passen hervorragend zur Zitrone. Einfach einige Früchte zwischen zwei Schichten Creme verteilen oder direkt vor dem Servieren darübergeben.
Mit Keksboden: Für eine etwas festlichere Variante können Sie zerbröselte Butterkekse mit wenig geschmolzener Butter vermischen und auf dem Boden der Dessertschüssel verteilen. Anschließend die Zitronencreme darübergeben und alles gut kühlen.
So entsteht eine Nachspeise, die geschmacklich ein wenig an einen Zitronen-Cheesecake erinnert, ohne dass man dafür backen muss.
Kann man das Dessert am Vortag vorbereiten?
Ja, sogar sehr gut.
Ich bereite die Zitronencreme gerne schon am Abend vorher zu, wenn ich am nächsten Tag Gäste erwarte.
Im Kühlschrank kann sie in Ruhe fest werden und die Aromen verbinden sich miteinander.
Wichtig ist nur, die Schüssel gut abzudecken, damit die Creme keine fremden Gerüche annimmt.
Frisch zubereitet und durchgehend gekühlt sollte das Dessert möglichst innerhalb von ein bis zwei Tagen gegessen werden. Da Eigelb und Milch enthalten sind, sollte es nicht längere Zeit ungekühlt auf dem Tisch stehen.
Die Kakao- oder Schokoladenschicht kann man entweder direkt nach dem Einfüllen oder erst kurz vor dem Servieren hinzufügen.
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