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Ich hätte nie gedacht, dass mir Froschschenkel so gut schmecken würden

Wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass ich einmal freiwillig Froschschenkel zubereite und sie anschließend sogar weiterempfehle, hätte ich wahrscheinlich nur gelacht. Für mich gehörten sie immer zu den Gerichten, die man höchstens aus französischen Restaurants oder aus Reisesendungen kennt. Irgendwie klang das alles interessant, aber gleichzeitig auch ein wenig ungewöhnlich.

Vor einigen Wochen entdeckte ich sie dann zufällig in der Tiefkühltheke eines gut sortierten Feinkostgeschäfts. Erst lief ich daran vorbei, doch auf dem Rückweg blieb ich noch einmal stehen. Die Neugier war einfach größer als die Zweifel. Also landete die Packung im Einkaufswagen – mit dem Gedanken: „Jetzt oder nie.“

Zuhause schaute ich mir verschiedene Zubereitungsarten an. Manche marinierten die Froschschenkel stundenlang, andere bereiteten sie ganz schlicht mit Butter, Knoblauch und Petersilie zu. Genau diese klassische Variante sprach mich sofort an. Wenn man ein Lebensmittel zum ersten Mal probiert, möchte man schließlich seinen eigentlichen Geschmack kennenlernen.

Schon beim Braten verbreitete sich ein herrlicher Duft nach Butter und geröstetem Knoblauch in der Küche. Das Fleisch wurde innerhalb weniger Minuten goldbraun und sah ehrlich gesagt viel unscheinbarer aus, als ich erwartet hatte. Die größte Überraschung kam allerdings beim ersten Bissen.

Der Geschmack ist tatsächlich schwer zu beschreiben. Viele vergleichen Froschschenkel mit Hähnchen, andere mit Fisch. Für mich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Das Fleisch ist fein, zart und angenehm saftig, dabei aber deutlich milder, als ich gedacht hatte. Es hat weder einen starken Eigengeschmack noch wirkt es ungewöhnlich. Wer blind probieren würde, käme wahrscheinlich gar nicht auf die Idee, dass es sich um Froschschenkel handelt.

Was mir besonders gefallen hat, war die zarte Konsistenz. Das Fleisch löst sich leicht vom Knochen und nimmt die Aromen von Butter, Knoblauch und Petersilie wunderbar auf. Gerade deshalb braucht dieses Gericht gar nicht viele Gewürze. Die klassischen Zutaten reichen vollkommen aus.

Zutaten
400 g Froschschenkel
3 Knoblauchzehen
50 g Butter
2 EL Olivenöl
50 g Mehl
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Bund glatte Petersilie
etwas Zitronensaft nach Geschmack
Zubereitung

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