Alle Zutaten sind leicht erhältlich und absolut alltagstauglich. Genau das mag ich an diesem Rezept.
Zubereitung
Zuerst heize ich den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor. Eine kleine Kastenform lege ich mit Backpapier aus oder fette sie leicht ein. Das Brot klebt sonst gern ein wenig, also lieber nicht darauf verzichten.
Als Erstes trenne ich die Eier. Das Eiweiß kommt in eine saubere, fettfreie Schüssel und wird steif geschlagen. Wirklich steif – das ist wichtig für die typische Wolkenstruktur. Das Eigelb gebe ich in eine zweite Schüssel.
Zum Eigelb kommt jetzt der Hüttenkäse. Ich verrühre beides mit einem Schneebesen oder Handmixer, bis eine cremige Masse entsteht. Es müssen keine Körnchen mehr sichtbar sein. Danach gebe ich das Mandelmehl, das Backpulver, das Salz und das Öl dazu und verrühre alles zu einer gleichmäßigen Masse. Der Teig ist jetzt relativ dick, aber noch weich.
Nun kommt der wichtigste Schritt: Das Eiweiß. Ich hebe es portionsweise und vorsichtig unter die Teigmasse. Nicht rühren, nicht schlagen – wirklich nur unterheben. So bleibt die Luft im Teig, und das Brot wird später schön locker.
Den fertigen Teig fülle ich in die vorbereitete Form und streiche ihn glatt. Dann kommt das Brot in den Ofen, auf die mittlere Schiene. Die Backzeit beträgt etwa 40–45 Minuten. Jeder Ofen ist anders, deshalb schaue ich ab Minute 35 regelmäßig nach.
Das Brot ist fertig, wenn es oben leicht goldgelb ist und bei leichtem Druck wieder zurückfedert. Nach dem Backen lasse ich es unbedingt mindestens 15 Minuten in der Form abkühlen. Erst danach nehme ich es heraus und lasse es vollständig auskühlen, bevor ich es anschneide. So bleibt es stabil und fällt nicht zusammen.
Tipps, Varianten und Erfahrungen aus der Küche
Dieses Brot ist sehr verzeihend, aber ein paar Dinge habe ich über die Zeit gelernt.
Wenn das Brot zu feucht wird, lag es meist daran, dass ich es zu früh angeschnitten habe. Geduld lohnt sich hier wirklich. Außerdem mag dieses Brot keine Umluft – Ober-/Unterhitze funktioniert deutlich besser.
Für eine herzhafte Variante mische ich gern etwas geriebenen Käse oder Kräuter unter den Teig. Für eine süße Version lasse ich das Salz weg und gebe etwas Erythrit und Vanille dazu. Auch das funktioniert wunderbar.
Das Brot lässt sich sehr gut einfrieren. Ich schneide es in Scheiben, friere es portionsweise ein und backe es kurz im Ofen oder Toaster auf. Fast wie frisch gebacken.
Besonders gut passt es zu Frischkäse, Avocado, Ei oder einfach mit Butter. Auch als Sandwichbrot funktioniert es hervorragend.
Für mich ist dieses Low-Carb-Wolkenbrot der Beweis, dass man nicht auf alles verzichten muss, nur weil man seine Ernährung umstellt. Man muss nur lernen, neu zu backen – mit Gefühl, nicht mit Zwang.
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