Zutaten für hausgemachte Pfannkuchen
Für etwa 6 bis 8 dünne Pfannkuchen, abhängig von der Größe der Pfanne:
90 g Weizenmehl (Type 405)
20 g Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
1 zusätzliches Eigelb
30 g Sonnenblumenöl
240 ml Milch
Etwas Butter oder Öl für die Pfanne
Nach Belieben zum Servieren:
Puderzucker
Zimt und Zucker
Erdbeer- oder Himbeermarmelade
Frische Beeren
Apfelmus
Schokoladencreme
Honig
Zubereitung – so gelingen die Pfannkuchen Schritt für Schritt
1. Die trockenen Zutaten vorbereiten
Zuerst das Mehl in eine ausreichend große Rührschüssel geben. Den Zucker und eine Prise Salz hinzufügen und alles mit einem Schneebesen vermischen.
Auch wenn die Prise Salz zunächst unwichtig erscheint, sollte man sie nicht weglassen. Sie rundet den Geschmack ab und sorgt dafür, dass die Pfannkuchen nicht einfach nur süß schmecken.
Wer besonders feine Pfannkuchen möchte, kann das Mehl vorher durch ein Sieb geben. Dadurch werden mögliche Klümpchen entfernt, und das spätere Verrühren fällt leichter.
2. Eier und Eigelb hinzufügen
Nun die beiden ganzen Eier und das zusätzliche Eigelb zum Mehl geben.
Alles zunächst langsam mit dem Schneebesen verrühren. Dabei entsteht eine relativ dicke Masse. Das ist vollkommen normal und sogar erwünscht.
Durch das schrittweise Vermischen lassen sich später Klümpchen leichter vermeiden.
Das zusätzliche Eigelb ist übrigens eine meiner liebsten Kleinigkeiten an diesem Rezept. Es macht den Teig etwas geschmeidiger und trägt zu einer schönen goldgelben Farbe bei.
3. Die Milch langsam einarbeiten
Jetzt die Milch nach und nach hinzufügen.
Wichtig ist, nicht sofort die gesamte Milch in die Schüssel zu gießen. Lieber zunächst eine kleine Menge dazugeben, gründlich verrühren und erst dann weitere Milch einarbeiten.
Auf diese Weise entsteht ein gleichmäßiger Teig.
Anschließend das Sonnenblumenöl hinzufügen und alles noch einmal gut verrühren.
Der fertige Pfannkuchenteig sollte glatt und relativ flüssig sein. Wenn man den Schneebesen anhebt, sollte er gleichmäßig herunterlaufen.
Ist der Teig zu dick, kann man noch einen kleinen Schuss Milch hinzufügen. Sollte er versehentlich zu dünn geworden sein, lässt sich vorsichtig etwas Mehl einarbeiten.
4. Den Teig ruhen lassen
Nun kommt ein Schritt, den viele Menschen aus Zeitgründen überspringen: die Ruhezeit.
Die Schüssel abdecken und den Teig ungefähr 20 bis 30 Minuten stehen lassen.
Während dieser Zeit nimmt das Mehl Flüssigkeit auf. Dadurch wird der Teig gleichmäßiger und lässt sich anschließend besser in der Pfanne verteilen.
Wenn es besonders schnell gehen muss, können die Pfannkuchen auch ohne lange Ruhezeit gebacken werden. Wer jedoch ein wenig Geduld hat, sollte diesen Schritt ausprobieren.
Vor dem Backen den Teig noch einmal kurz umrühren.
5. Die Pfanne richtig erhitzen
Eine beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze stellen und kurz vorwärmen.
Anschließend etwas Butter oder Öl hineingeben und gleichmäßig verteilen.
Die Pfanne sollte heiß genug sein, damit der Teig sofort leicht zu stocken beginnt. Ist sie jedoch zu heiß, wird der Pfannkuchen außen dunkel, bevor er innen richtig durchgebacken ist.
Am besten beginnt man deshalb mit mittlerer Hitze und passt die Temperatur bei Bedarf an.
6. Den ersten Pfannkuchen backen
Eine kleine Kelle Teig in die Mitte der Pfanne geben.
Die Pfanne sofort leicht anheben und vorsichtig schwenken, damit sich der Teig dünn und gleichmäßig auf dem Boden verteilt.
Nun den Pfannkuchen ungefähr ein bis zwei Minuten backen lassen.
Sobald die Oberfläche nicht mehr flüssig aussieht und sich der Rand leicht von der Pfanne löst, kann der Pfannkuchen gewendet werden.
Mit einem Pfannenwender vorsichtig darunterfahren und ihn auf die andere Seite drehen.
Die zweite Seite benötigt meist etwas weniger Zeit.
Wenn beide Seiten eine schöne goldbraune Farbe angenommen haben, ist der Pfannkuchen fertig.
7. Die übrigen Pfannkuchen zubereiten
Den fertigen Pfannkuchen auf einen Teller legen und mit dem restlichen Teig genauso verfahren.
Falls nötig, zwischendurch immer wieder eine kleine Menge Öl oder Butter in die Pfanne geben.
Die fertigen Pfannkuchen können übereinandergestapelt werden. So bleiben sie angenehm weich und trocknen nicht so schnell aus.
Wer sie besonders warm servieren möchte, kann den Teller währenddessen im leicht erwärmten Backofen aufbewahren.
Dabei sollte die Temperatur möglichst niedrig bleiben, damit die Pfannkuchen nicht austrocknen.
Der kleine Trick meiner Oma für besonders weiche Pfannkuchen
Meine Großmutter hatte eine Angewohnheit, die ich mir bis heute gemerkt habe: Sie legte die fertigen Pfannkuchen niemals einzeln nebeneinander, sondern stapelte sie auf einem großen Teller.
Anschließend deckte sie den Stapel mit einem zweiten Teller ab.
Dadurch blieb die Wärme erhalten, und die Pfannkuchen wurden wunderbar weich.
Besonders wenn man mehrere Portionen hintereinander backt, ist dieser kleine Trick praktisch. Die ersten Pfannkuchen bleiben angenehm warm, während die letzten noch in der Pfanne sind.
Wichtig ist nur, sie nicht übermäßig lange warmzuhalten, damit sich nicht zu viel Feuchtigkeit sammelt.
Warum der erste Pfannkuchen manchmal nicht gelingt
Fast jeder kennt das Problem: Der erste Pfannkuchen wird zu dick, reißt beim Wenden oder bleibt an der Pfanne kleben.
Das bedeutet nicht unbedingt, dass mit dem Rezept etwas nicht stimmt.
Häufig liegt es einfach daran, dass die Pfanne noch nicht die richtige Temperatur erreicht hat oder das Fett noch nicht gleichmäßig verteilt ist.
Deshalb betrachte ich den ersten Pfannkuchen immer als kleinen Test.
Wenn er zu dunkel wird, reduziere ich die Hitze. Wenn er sich schlecht wenden lässt, warte ich beim nächsten etwas länger. Und wenn der Teig nicht schön auseinanderläuft, gebe ich noch einen kleinen Schuss Milch hinzu.
Schon der zweite Pfannkuchen gelingt meistens deutlich besser.
Süße Varianten, die besonders gut schmecken
Das Schöne an diesem Rezept ist seine Vielseitigkeit. Die Pfannkuchen schmecken bereits pur wunderbar, lassen sich aber auch mit zahlreichen Zutaten kombinieren.
Mit Zimt und Zucker: Diese Variante erinnert mich besonders an meine Kindheit. Den warmen Pfannkuchen mit etwas Zucker und einer Prise Zimt bestreuen, zusammenrollen und sofort genießen.
Mit Marmelade: Erdbeer-, Himbeer- oder Aprikosenmarmelade dünn auf dem Pfannkuchen verteilen. Anschließend zusammenrollen oder zweimal zusammenklappen.
Mit Apfelmus: Besonders im Herbst schmecken Pfannkuchen mit selbst gemachtem Apfelmus hervorragend. Wer möchte, kann zusätzlich etwas Zimt darüberstreuen.
Mit frischen Beeren: Erdbeeren, Heidelbeeren oder Himbeeren sorgen für eine fruchtige Note. Dazu passt ein kleiner Löffel Naturjoghurt.
Mit Schokoladencreme: Für alle, die es besonders süß mögen, ist diese Variante natürlich ein Klassiker. Besonders Kinder freuen sich darüber.
Auch herzhaft sind diese Pfannkuchen ein Genuss
Wussten Sie, dass sich aus einem ähnlichen Grundteig auch herzhafte Pfannkuchen zubereiten lassen?
Dafür reduziert man den Zucker deutlich oder lässt ihn vollständig weg.
Anschließend können die fertigen Pfannkuchen beispielsweise mit Käse, Schinken, Pilzen oder gedünstetem Gemüse gefüllt werden.
Besonders lecker finde ich eine Kombination aus Frischkäse, frischen Kräutern und gebratenen Champignons.
Auch Spinat mit etwas Käse passt hervorragend.
Die gefüllten Pfannkuchen können anschließend kurz in einer Pfanne erwärmt werden, bis die Füllung heiß ist und der Käse leicht schmilzt.
So entsteht aus einem einfachen Pfannkuchenrezept sogar ein richtiges Mittag- oder Abendessen.
Die häufigsten Fehler beim Pfannkuchenbacken
Obwohl das Rezept unkompliziert ist, können einige Kleinigkeiten das Ergebnis beeinflussen.
Zu viel Mehl: Ein zu dicker Teig lässt sich schlecht verteilen und ergibt eher schwere Pfannkuchen. Deshalb die Zutaten möglichst genau abwiegen.
Zu hohe Temperatur: Wenn die Pfanne zu heiß ist, werden die Pfannkuchen außen schnell dunkel. Mittlere Hitze ist meistens die bessere Wahl.
Zu frühes Wenden: Solange die Oberfläche noch sehr flüssig ist, kann der Pfannkuchen leicht reißen. Lieber einen Moment länger warten.
Zu viel Fett: Die Pfanne sollte nur leicht eingefettet sein. Schwimmen die Pfannkuchen im Öl, werden sie unnötig fettig.
Zu langes Backen: Dünne Pfannkuchen benötigen nur kurze Zeit. Werden sie zu lange gebacken, verlieren sie ihre zarte Konsistenz.
Wer diese Punkte berücksichtigt, bekommt schon nach wenigen Versuchen ein gutes Gefühl für den richtigen Zeitpunkt.
Kann man den Pfannkuchenteig vorbereiten?
Ja, das funktioniert wunderbar.
Wenn morgens wenig Zeit bleibt, kann der Teig bereits am Vorabend vorbereitet werden.
Dazu alle Zutaten wie beschrieben verrühren, die Schüssel gut abdecken und in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Morgen den Teig noch einmal gründlich umrühren. Falls er etwas dickflüssiger geworden ist, einfach einen kleinen Schuss Milch hinzufügen.
Anschließend wie gewohnt backen.
Wichtig ist, den rohen Teig wegen der enthaltenen Eier und Milch durchgehend gekühlt aufzubewahren und möglichst innerhalb von 24 Stunden zu verwenden.
Auch bereits gebackene Pfannkuchen lassen sich aufbewahren.
Im Kühlschrank halten sie sich gut verpackt ungefähr zwei bis drei Tage. Zum Aufwärmen einfach kurz in eine Pfanne geben oder vorsichtig in der Mikrowelle erwärmen.
Lassen sich Pfannkuchen einfrieren?
Wenn ich einmal besonders viele Pfannkuchen backe, friere ich gerne einen Teil davon ein.
Dazu lasse ich sie zunächst vollständig abkühlen.
Anschließend lege ich zwischen die einzelnen Pfannkuchen jeweils ein kleines Stück Backpapier. Dadurch kleben sie später nicht zusammen.
Danach kommen sie in einen geeigneten Gefrierbeutel oder eine verschließbare Dose.
Im Gefrierschrank lassen sie sich ungefähr zwei bis drei Monate aufbewahren.
Zum Auftauen kann man sie über Nacht in den Kühlschrank legen und anschließend kurz erwärmen.
So hat man auch an stressigen Tagen schnell etwas Selbstgemachtes zur Hand.
Warum selbst gemachte Pfannkuchen immer wieder begeistern
Vielleicht liegt es daran, dass man die Zutaten fast immer im Haus hat. Vielleicht ist es der wunderbare Duft, der beim Backen durch die Küche zieht. Oder es sind einfach die Erinnerungen an gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie.
Für mich sind Pfannkuchen jedenfalls weit mehr als nur ein schnelles Rezept.
Sie erinnern mich daran, dass gutes Essen nicht kompliziert sein muss.
Man braucht keine außergewöhnlichen Zutaten und keine aufwendigen Küchengeräte. Ein wenig Mehl, Milch, Eier und etwas Geduld reichen aus, um etwas zuzubereiten, über das sich die ganze Familie freut.
Besonders schön finde ich, dass jeder seine eigene Lieblingsvariante hat. Während die einen ihre Pfannkuchen am liebsten mit Marmelade essen, mögen andere sie mit Zimt und Zucker oder einer herzhaften Füllung.
Und genau deshalb wird dieses Rezept bei uns niemals langweilig.
Wenn am Wochenende alle gemeinsam am Tisch sitzen und der erste Stapel frisch gebackener Pfannkuchen serviert wird, dauert es meistens nicht lange, bis der Teller wieder leer ist.
Page: 1 2
Es gibt kaum etwas Schöneres als den Duft von frisch gebackenem Brot, der morgens durch…
Früher habe ich mir über Gemüsebrühe eigentlich nie besonders viele Gedanken gemacht. Wenn ich eine…
Manchmal sind es die einfachsten Gewohnheiten, die uns besonders neugierig machen. Ein Glas warmes Wasser…
Es gibt Rezepte, die entdeckt man ganz zufällig und möchte sie danach nie wieder missen.…
Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die uns am längsten in Erinnerung bleiben. Ein bestimmter…
Früher habe ich mich oft gefragt, warum die Handtücher meiner Mutter selbst nach vielen Wäschen…