Pfannenbrot gehört zu diesen Rezepten, bei denen man sich nach dem ersten Versuch fragt, warum man es eigentlich nicht schon viel früher selbst gemacht hat. Es braucht keinen Backofen, keine komplizierten Zutaten und auch keine besondere Küchenausstattung. Eine normale Pfanne, eine Schüssel und ein wenig Zeit reichen vollkommen aus. Das Ergebnis sind wunderbar weiche, leicht fluffige Fladen mit goldbraunen Stellen und einem Duft, bei dem meistens schon jemand in die Küche kommt und fragt, wann endlich probiert werden darf.
Bei uns war es tatsächlich so: Ich wollte ursprünglich nur eine schnelle Beilage zum Abendessen machen. Statt Brot vom Bäcker sollte es etwas Warmes und Selbstgemachtes geben. Kaum lagen die ersten Fladen auf dem Teller, waren sie auch schon verschwunden. Besonders die Kinder waren begeistert. Seitdem kommt regelmäßig die Frage: „Machst du heute wieder dieses Brot aus der Pfanne?“ Und ganz ehrlich – dagegen habe ich überhaupt nichts, denn einfacher kann man frisches Brot kaum auf den Tisch bringen.
Warum dieses Pfannenbrot so lecker wird
Das Schöne an diesem Rezept ist die Einfachheit. Der Teig besteht im Grunde nur aus Mehl, Hefe, etwas Zucker, Salz, warmem Wasser und Öl. Trotzdem entsteht daraus ein herrlich weiches Brot, das frisch aus der Pfanne besonders gut schmeckt.
Die Hefe sorgt dafür, dass der Teig schön locker wird. Wichtig ist lediglich, ihr genügend Zeit zum Arbeiten zu geben. Wer den Teig nach dem Kneten ungefähr eine Stunde ruhen lässt, wird später mit deutlich fluffigeren Fladen belohnt.
Beim Backen in der heißen Pfanne entstehen die typischen goldbraunen Stellen. Außen bekommt das Brot dadurch eine leichte Kruste, während es innen angenehm weich bleibt. Genau dieser Unterschied macht Pfannenbrot für mich so unwiderstehlich.
Und das Beste: Man muss nicht erst den Backofen vorheizen.
Zutaten für etwa 8–10 Pfannenbrote
500 g Weizenmehl
1 Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
3 TL Zucker
1½ TL Salz
250 ml warmes Wasser
5 EL Olivenöl oder Sonnenblumenöl
Optional zum Bestreichen:
2 EL geschmolzene Butter oder Olivenöl
1 Knoblauchzehe
etwas Petersilie
Schnittlauch oder andere frische Kräuter
Zuerst die Hefe vorbereiten
Das Wasser sollte angenehm warm sein, aber keinesfalls heiß. Ist es zu heiß, kann die Hefe ihre Wirkung verlieren.
Das warme Wasser in eine kleine Schüssel oder einen Messbecher geben. Zucker hinzufügen und die frische Hefe hineinbröseln. Bei Trockenhefe einfach den Inhalt des Päckchens dazugeben.
Alles gründlich verrühren, bis sich die Hefe weitgehend aufgelöst hat.
Die Mischung anschließend ungefähr 10 Minuten stehen lassen. Wenn sich an der Oberfläche kleine Bläschen bilden, kann es weitergehen.
Der Zucker macht das fertige Brot übrigens nicht süß. Die kleine Menge unterstützt lediglich die Hefe und sorgt für einen schön aufgegangenen Teig.
Den Teig richtig kneten
Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Salz vermischen. Anschließend die vorbereitete Hefemischung und das Öl hinzufügen.
Nun zunächst mit einem Holzlöffel oder den Händen vermengen. Sobald sich die Zutaten miteinander verbunden haben, den Teig mehrere Minuten kräftig kneten.
Ich knete ihn meistens ungefähr 7–10 Minuten. Anfangs kann der Teig noch etwas klebrig wirken. Deshalb nicht sofort große Mengen zusätzliches Mehl hineingeben. Durch das Kneten verändert sich seine Konsistenz und er wird zunehmend glatt und elastisch.
Ist der Teig nach einigen Minuten trotzdem extrem klebrig, kann esslöffelweise etwas Mehl hinzugefügt werden.
Ist er dagegen ungewöhnlich fest und trocken, einfach einen kleinen Schluck warmes Wasser einarbeiten.
Am Ende sollte ein weicher, geschmeidiger Teig entstehen.
Jetzt braucht der Teig etwas Ruhe
Den Teig zu einer Kugel formen und in eine leicht geölte Schüssel legen.
Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und ungefähr 60 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen. Je nach Raumtemperatur kann es auch etwas länger dauern.
Entscheidend ist nicht die Minute auf der Uhr, sondern der Teig selbst. Er sollte sein Volumen deutlich vergrößert haben.
Ich stelle die Schüssel gerne an einen zugfreien Platz in der Küche. Im Winter kann die Gehzeit etwas länger sein, im Sommer geht es häufig schneller.
Und genau diese Ruhezeit sollte man nicht überspringen. Sie sorgt dafür, dass das spätere Pfannenbrot schön weich und luftig wird.
Kleine Fladen formen
Den aufgegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und einmal vorsichtig durchkneten.
Danach in etwa 8–10 ähnlich große Portionen teilen.
Aus jeder Portion zunächst eine Kugel formen. Anschließend mit den Händen oder einem Nudelholz zu einem länglichen oder runden Fladen ausrollen.
Die Fladen müssen überhaupt nicht perfekt aussehen. Im Gegenteil: Gerade die etwas unregelmäßige Form lässt selbstgemachtes Pfannenbrot besonders appetitlich wirken.
Ich rolle sie ungefähr 0,5 bis 1 cm dick aus. Zu dünn sollten sie nicht werden, denn etwas dickere Fladen bleiben innen wunderbar weich.
Die fertig geformten Brote noch etwa 10 Minuten unter einem Küchentuch ruhen lassen.
Jetzt kommt das Brot in die Pfanne
Eine große Pfanne auf mittlere bis etwas höhere Temperatur erhitzen.
Je nach Beschichtung kann man die Fladen entweder in einer trockenen Pfanne oder mit einer ganz kleinen Menge Öl backen. Ich bevorzuge nur sehr wenig Öl, damit das Brot nicht fettig wird.
Einen Fladen hineinlegen und ungefähr 2–3 Minuten backen.
Schon nach kurzer Zeit entstehen kleine Blasen im Teig. Sobald die Unterseite schöne goldbraune Stellen bekommen hat, den Fladen wenden.
Die zweite Seite ebenfalls etwa 2 Minuten backen.
Dabei die Temperatur im Auge behalten. Wird das Brot außen sehr schnell dunkel, während es innen noch roh wirkt, ist die Pfanne zu heiß.
Lieber bei mittlerer Hitze etwas länger backen.
Die fertigen Brote auf einen Teller legen und mit einem sauberen Küchentuch abdecken. Dadurch bleibt die Wärme erhalten und die Fladen werden besonders weich.
Mit Knoblauchbutter schmeckt es noch besser
Bei uns ist diese Variante inzwischen fast Pflicht.
Dafür einfach etwas Butter schmelzen und mit einer fein geriebenen oder gepressten Knoblauchzehe vermischen. Wer möchte, gibt noch gehackte Petersilie oder Schnittlauch dazu.
Das warme Pfannenbrot direkt nach dem Backen dünn damit bestreichen.
Die Butter zieht leicht in die Oberfläche ein und zusammen mit Knoblauch und Kräutern entsteht ein unglaublich leckerer Duft.
Wer Knoblauch nicht mag, kann natürlich einfach Butter oder gutes Olivenöl verwenden.
Auch etwas grobes Salz auf dem noch warmen Brot schmeckt hervorragend.
Was passt zu Pfannenbrot?
Eigentlich fast alles.
Im Sommer serviere ich es gerne zu Salaten, gegrilltem Fleisch oder Gemüse. Es passt hervorragend zu Kräuterquark, Tzatziki, Hummus oder einem einfachen Joghurt-Knoblauch-Dip.
Auch zu Suppen und Eintöpfen ist das Brot perfekt, weil man damit wunderbar die letzte Soße vom Teller aufnehmen kann.
Die Kinder mögen es dagegen am liebsten ganz einfach: warmes Pfannenbrot aufschneiden, etwas Käse hinein und kurz warten, bis dieser durch die Wärme leicht schmilzt.
Tomaten, Gurken, Salat, Schinken oder gebratenes Hähnchen können ebenfalls hineingegeben werden. So wird aus dem einfachen Brot schnell ein richtiges kleines Mittagessen.
Sogar zum Frühstück schmeckt es. Dann lasse ich Knoblauch und Kräuter weg und serviere die Fladen mit Butter, Honig oder Marmelade.
Eine Variante mit Käse
Wer Käse liebt, sollte unbedingt einmal gefülltes Pfannenbrot ausprobieren.
Dafür eine Teigportion etwas größer ausrollen, geriebenen Käse oder zerbröselten Feta in die Mitte geben und die Ränder über der Füllung zusammendrücken.
Anschließend vorsichtig wieder zu einem Fladen drücken oder rollen.
Danach genauso in der Pfanne backen.
Beim Aufschneiden wartet innen warmer, geschmolzener Käse. Diese Variante verschwindet bei uns meistens noch schneller vom Teller als das klassische Brot.
Sehr lecker ist auch eine Mischung aus Käse und frischen Kräutern.
So bleibt Pfannenbrot schön weich
Der häufigste Fehler ist eine zu hohe Temperatur.
Wenn die Pfanne extrem heiß ist, sieht das Brot außen schon fertig aus, während der Teig innen noch nicht richtig durchgebacken ist.
Mittlere Hitze funktioniert wesentlich besser.
Außerdem sollten die fertigen Fladen nicht offen auf dem Teller auskühlen. Unter einem Küchentuch bleibt die Feuchtigkeit erhalten und das Brot wird angenehm weich.
Wer eine größere Menge zubereitet, kann die Fladen einfach übereinanderstapeln und anschließend gemeinsam abdecken.
Direkt aus der Pfanne schmecken sie natürlich am allerbesten.
Kann man den Teig vorbereiten?
Ja, und genau deshalb eignet sich das Rezept auch wunderbar für ein entspanntes Abendessen.
Der Teig kann vorbereitet und anschließend abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort arbeitet die Hefe deutlich langsamer.
Vor dem Formen sollte man ihn wieder etwas Zimmertemperatur annehmen lassen.
Ich finde sogar, dass ein langsam gegangener Teig besonders aromatisch schmeckt.
Auch bereits gebackenes Pfannenbrot lässt sich aufbewahren. Vollständig abkühlen lassen und anschließend luftdicht verpacken.
Am nächsten Tag einfach kurz in einer heißen Pfanne erwärmen. Dadurch wird es wieder weich und schmeckt fast wie frisch gemacht.
Kleine Veränderungen für mehr Abwechslung
Aus diesem Grundrezept lassen sich unglaublich viele Varianten machen.
Etwas getrockneter Oregano im Teig gibt dem Brot einen mediterranen Geschmack. Rosmarin und grobes Salz passen ebenfalls wunderbar.
Wer es würziger mag, kann Paprikapulver, Chili oder etwas Knoblauch direkt in den Teig geben.
Für Kinder mache ich die Fladen manchmal kleiner. Die kleinen Brote lassen sich leichter halten und eignen sich hervorragend zum Dippen.
Auch Sesam oder Schwarzkümmel können vor dem Backen leicht auf die Oberfläche gedrückt werden.
Man braucht also nicht jedes Mal ein völlig neues Rezept. Schon ein oder zwei zusätzliche Zutaten verändern den Geschmack deutlich.
Warum ich dieses Rezept immer wieder mache
Natürlich kann man Brot kaufen. Und selbstverständlich gibt es aufwendigere Brotrezepte mit langer Teigführung und vielen verschiedenen Zutaten.
Aber manchmal möchte man einfach etwas Warmes und Selbstgemachtes auf den Tisch stellen, ohne dafür den halben Tag in der Küche zu verbringen.
Genau dafür ist dieses Pfannenbrot perfekt.
Die Zutaten habe ich praktisch immer zu Hause. Während der Teig geht, kann ich mich um das eigentliche Essen kümmern. Danach dauert das Backen nur wenige Minuten.
Und sobald der erste warme Fladen auf dem Teller liegt, dauert es meistens nicht lange, bis jemand ein Stück davon abreißt.
Mein Tipp zum Schluss
Machen Sie ruhig direkt etwas mehr.
Beim ersten Mal hatte ich gedacht, 8–10 Brote wären für uns vollkommen ausreichend. Am Ende blieb kein einziges übrig.
Inzwischen bereite ich häufig gleich eine größere Portion zu. Was nicht sofort gegessen wird, kommt am nächsten Tag noch einmal kurz in die Pfanne.
Besonders lecker schmeckt das Brot, wenn es noch warm ist und direkt nach dem Backen mit etwas Knoblauchbutter und frischen Kräutern bestrichen wird.
Außen leicht gebräunt, innen weich und fluffig – genau so muss es für uns sein.
Und seit ich es das erste Mal gemacht habe, höre ich tatsächlich immer wieder dieselbe Frage:
„Machst du heute wieder dieses leckere Brot aus der Pfanne?“
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