Es gibt kaum etwas Schöneres, als nach einer warmen Dusche zu einem weichen, frisch gewaschenen Handtuch zu greifen. Es riecht angenehm sauber, fühlt sich flauschig an und vermittelt sofort das Gefühl von Ordnung und Frische im ganzen Zuhause. Wahrscheinlich geht es den meisten genauso: Wenn die Wäsche erledigt ist und die Handtücher ordentlich im Schrank liegen, hat man das Gefühl, wieder ein Stück Alltag geschafft zu haben.
Lange Zeit habe ich mir über das Waschen von Handtüchern überhaupt keine Gedanken gemacht. Sobald sich genug Wäsche angesammelt hatte, landeten Badehandtücher, Gästehandtücher und Küchentücher gemeinsam in der Waschmaschine. Schließlich bestanden sie alle aus Baumwolle und sollten am Ende einfach nur sauber sein. So spart man schließlich Zeit, Wasser und Strom – dachte ich zumindest.
Erst als einige Badetücher trotz regelmäßiger Wäsche nicht mehr richtig frisch rochen und manche Küchentücher immer wieder leichte Fettflecken behielten, begann ich mich mit dem Thema etwas genauer zu beschäftigen. Dabei stellte ich fest, dass Küchen- und Badetücher im Alltag ganz unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt sind. Genau deshalb empfehlen viele Hygiene- und Haushaltsexperten, beide Wäschearten möglichst getrennt zu reinigen.
Natürlich bedeutet das nicht, dass beim einmaligen gemeinsamen Waschen automatisch etwas Gefährliches passiert. Dennoch gibt es einige gute Gründe, warum getrennte Waschgänge häufig die bessere Wahl sind. Wer seine Handtücher länger weich halten, unangenehme Gerüche vermeiden und gleichzeitig hygienisch waschen möchte, sollte ein paar einfache Regeln kennen.
Warum Küchen- und Badetücher unterschiedlich behandelt werden sollten
Auf den ersten Blick sehen beide Textilien ähnlich aus. Meist bestehen sie aus Baumwolle, haben eine ähnliche Struktur und landen regelmäßig im Wäschekorb. Im täglichen Gebrauch erfüllen sie jedoch völlig verschiedene Aufgaben.
Badetücher kommen hauptsächlich nach dem Duschen oder Baden zum Einsatz. Sie nehmen Wasser, Hautschuppen, Hautfette und Rückstände von Duschgel oder Shampoo auf. Zwar befinden sich auch auf ihnen Bakterien, diese stammen jedoch überwiegend von der natürlichen Hautflora.
Küchentücher haben dagegen einen deutlich anspruchsvolleren Alltag. Sie trocknen Geschirr ab, wischen Arbeitsflächen, nehmen Fettspritzer auf und kommen manchmal sogar mit rohen Lebensmitteln in Berührung. Gerade wenn Fleisch, Fisch oder Eier verarbeitet werden, können sich auf den Tüchern Keime befinden, die man möglichst nicht auf andere Textilien übertragen möchte.
Genau darin liegt der wichtigste Unterschied.
Während Badetücher vor allem gründlich gereinigt werden sollen, steht bei Küchentüchern zusätzlich die hygienische Reinigung im Vordergrund.
Kann man sie trotzdem gemeinsam waschen?
Grundsätzlich verbietet niemand, beide Handtucharten gemeinsam in die Waschmaschine zu geben. Wenn alle Textilien dieselbe Farbe besitzen, aus ähnlichem Material bestehen und dieselbe Temperatur vertragen, wird dadurch nicht automatisch ein hygienisches Problem entstehen.
Trotzdem ist es meist sinnvoller, sie zu trennen.
Der Grund ist einfach: Küchentücher sind häufig deutlich stärker verschmutzt und benötigen teilweise höhere Temperaturen oder intensivere Programme. Badetücher sollen dagegen möglichst weich bleiben und werden oft etwas schonender gewaschen.
Wer beides zusammen wäscht, muss immer einen Kompromiss eingehen.
Entweder wählt man ein sanftes Programm, das für stark verschmutzte Küchentücher eventuell nicht optimal ist, oder man entscheidet sich für ein intensives Programm, das die flauschigen Badetücher auf Dauer stärker beanspruchen kann.
Was befindet sich eigentlich auf Küchentüchern?
Viele unterschätzen, wie stark Küchentücher im Laufe eines Tages belastet werden.
Sie werden zum Abtrocknen von Tellern verwendet, nehmen Wasser von Obst und Gemüse auf, liegen neben dem Herd, trocknen Hände oder wischen kleine Missgeschicke auf der Arbeitsplatte weg.
Problematisch wird es vor allem dann, wenn dasselbe Tuch auch mit rohem Fleischsaft oder Flüssigkeit von Geflügel in Berührung kommt.
Deshalb empfehlen viele Experten, verschiedene Küchentücher für unterschiedliche Aufgaben zu verwenden.
Ein Tuch zum Abtrocknen von sauberem Geschirr sollte nicht gleichzeitig zum Reinigen der Arbeitsplatte nach der Fleischzubereitung dienen.
Je klarer diese Aufgaben getrennt sind, desto hygienischer bleibt die Küche.
Warum Badetücher ebenfalls regelmäßig gewaschen werden müssen
Auch wenn Badetücher oft sauber aussehen, sammeln sie bei jeder Benutzung Feuchtigkeit, Hautschuppen und Hautfett.
Besonders problematisch wird es, wenn sie nach dem Duschen zusammengefaltet oder in einem schlecht belüfteten Badezimmer aufgehängt werden.
Bleibt das Handtuch über viele Stunden feucht, können unangenehme Gerüche entstehen.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass das Handtuch schmutzig ist. Häufig fehlt einfach genügend Luftzirkulation, damit die Baumwolle vollständig trocknen kann.
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